Connemara national park

Hei ihr lieben

Wie in meinem letzten Beitrag schon erwähnt, waren wir im Connemara Nationalpark. In einem kleinen Ort namens Letterfrack, fanden wir ein kleines Hostel in dem wir unterkamen. Das wohl verrückteste Hostel in dem ich je war. Schon von außen, sah es sehr speziell aus, da überall irgendwas herumstand. Eine alte Metall Badewanne, Fahrräder, Werkzeuge, ein alter Bus und noch vieles mehr. Doch das beste kam erst als wir drinnen waren. Das erste das mit im Hostel auffiel war der Geruch. Es roch genau so wie in dem Haus meine besten Freundin aus dem Kindergarten. Ein bisschen mach Räucherstäbchen, altem Holz und alten Büchern. Alles war verzieht, verschnörkelt, bemalt oder beklebt, was dem ganzen einen absoluten Hippi flare gab. Die Lichterketten in jedem Eck gaben ihr Übriges. Da keiner der Besitzer da war, pflanzten wir uns einfach ins Wohnzimmer um unsere nassen Klamotten auszuziehen und etwas Luft zu holen von der Fahrt. Wir schauten uns ein wenig mehr in dem Hostel um und waren absolut begeistert. Sogar IN den (nicht ganz so luxuriösen) Duschen hingen blaue Lichterketten. Und eine Diskokugel. In dem Haus hätte man eine perfekte Goa feiern können. Ich sah schon die ganzen betrunken und bekifften Leute vor mir die in jeder Ecke des Hauses tanzen. Lustig wäre es gewesen. Nach einer Weile riefen wir den Besitzer an, der uns versuchte zu erklären wo in diesem verwinkelten Haus unser Zimmer war. Wir fanden es. Wir kochten an dem Abend noch eine Gemüsesuppe (endlich Gemüse) und gingen ins Bett. Am nächsten Morgen wollten wir uns eigentlich den Nationalpark anschauen aber daraus wurde nichts. Der Hinterreifen von einem unserer Fahrräder war platt. Also packte ich meine reperatur skills aus (danke an dieser Stelle an meinen Papa❤️ und Werner die mir sowas als Kind schon zeigten), bockte das Fahrrad auf, löste den Mantel und schaute ob in dem Schlauch ein Loch war. Fehlanzeige. Also Schlauch wieder rein, Mantel wieder drauf und nochmal versuchen das blöde Teil aufzupumpen. Funktionierte. Wir fuhren los und stellten nach ein paar Metern fest, dass nun der Mantel kaputt war. Kotz. Also Fahrrad wieder zurück. Einen kaputten Mantel kann ich trotzdem allem Handwerklichen Geschick nicht reparieren also mussten wir zu einem Fahrrad laden kommen. Der nächste war jedoch 15km weit weg. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Trampen in den meisten Fällen einwandfrei funktioniert. Also stellte ich mich kurzerhand mit Hannah am Ortsausgang hin, hielt den Daumen raus, lächelte nett und wartete. Welcher herzlose Mensch würde an zwei so bezaubernden Wesen wie uns denn schon einfach vorbei fahren. 🤷🏼‍♀️ Nach ca. 15 min hielt ein Mann mittleren Alters (namens Michael) an und nahm uns mit. Unsere Retter für diesen Tag. Er fuhr uns bis nach Clifden und erzähle uns auf der Fahrt dort hin noch wie unfassbar beschissen doch die Wasserqualität in Irland sei. Also vermeidet es lieber aus dem Wasserhahn zu trinken wenn ihr mal in Irland seid. Es schmeckt zum kotzen. In Clifden kauften wir einen neuen Mantel und wollten schon wieder zurück trampen, da sahen wir Michaela an der Tankstelle stehen, an der er uns nur ein paar Minuten davor rausgelassen hatte. Er sah und auch und bot uns an uns wieder zurück nach Letterfrack zu fahren. 😂Wir machten natürlich noch ein Foto mit ihm als Erinnerung. Trampen ist super. Zurück am Hostel, wechselten wir den Fahrradmantel aber schafften es wieder nicht den Reifen aufzupumpen. Entweder war er kaputt oder wir waren du blöd. Nach einer weiteren halben Stunde die wir uns mit dem Ding herumschlugen gaben wir auf. Wir hatten absolut keine Lust mehr. Also beschlossen wir kurzerhand einfach auf den Diamond Hill zu wandern, der nicht all zu weit vom Hostel entfernt war. Die Aussicht beim Aufstieg war wundervoll. Der Gipfel hing leider in den Wolken was uns jedoch nicht davon abhielt bis ganz nach oben zu klettern. Somit war der Tag doch nicht ganz verloren und nicht so deprimierend wie noch am Morgen vermutet.

Bis zum nächsten Eintrag

Slán🐑


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