Fahrt nach Huacachina
Die Fahrt nach Huacachina war sehr entspannt. Wir hatten einen klimatisierten Bus und die Fahrt war nur 90 Minuten. Unser Guide war sehr nett und sie hat uns alles erklärt....


Veröffentlicht: 07.02.2024












Um 16 Uhr haben sich alle von PeruHop getroffen. Ich habe noch ein Pärchen kennengelernt, die aus Deutschland kommen, aber nun in der Schweiz wohnen. Wir sind dann mit unserem Guide in die Wüste rein. Macht schon Bock, durch den Sand zu laufen, wobei es, besonders wenn es bergauf geht, schon anstrengend ist. Dann sind wir an einen Ort, an dem gefühlt 300 Strandbuggy's standen. Wir haben dann einen orangen Flitzer bekommen. Unser Fahrer machte einen kompetenten Eindruck. Wir waren sieben Leute plus Fahrer und das Pärchen aus der Schweiz war mit dabei. Der Start war sehr ruckelig und dann ist einfach der Ölfilter gerissen, weswegen wir etwas Öl abbekommen haben. Er hat dann versucht, einen Ersatzfilter zu besorgen und musste das Loch schließen. Es hat etwas gedauert und ich dachte mir "Schon etwas Pech", aber nach 15 Minuten ging es dann richtig los und wir würden belohnt mit einer krassen Fahrt über die Dünen und Berge. Man musste sich auf jeden Fall gut festhalten. Dann sind wir zum ersten Spot und konnten da ein paar Fotos machen. Das Krass ist, dass die Fotos und Videos nie die ganze Landschaft einfangen können. Ne Zeitlang habe ich in Urlauben wenig Fotos gemacht, weil ich dann dachte, dass ich den Moment nicht genießen kann. Und ich finde es schlimm, wenn Leute zum Eifelturm fahren, gefühlt 3 Fotos machen und dann wieder fahren. Jetzt habe ich schon viele Fotos und trotzdem Versuche ich mir, Bilder in meinen Gedanken zu speichern.
Dann sind wir zum nächsten Spot und da holte er die Sandboarts raus. Ich hatte eigentlich gar nicht vor, damit zu fahren, weil ich dachte, ich Stelle mich blöd an oder ich baue einen Unfall, aber ich muss sagen, es ist ne sehr coole Erfahrung gewesen, auch wenn vor allem die letzte Abfahrt sehr steil war. Er hat uns kurz ne Einweisung gegeben und dann unser Board gewachst. Und dann durfte ich als Erster runter. Und wie schon geschrieben: Es macht richtig Bock. Man muss sich gut festhalten, die Arme auf dem Board lassen, die Beine auseinander und Gewicht nach hinten verlagern. Wir lagen mit dem Bauch auf dem Board. Stehen war verboten. Andere hatten auch richtige Snowboards oder Skier. Wir sind drei kleiner Hänge runter. Beim zweiten Hang habe ich am Ende das Board verloren und ja, es kann auch sehr gefährlich werden. Abends haben mir andere erzählt, dass sich eine Frau in einer anderen Gruppe mehrmals überschlagen hat und ins Krankenhaus musste.Zum Glück habe ich erst abends davon erfahren. Am Anfang wollte ich ja nur die Strandtour buchen und ich meine das auch gelesen zu haben bei der Buchung, weil ich mir echt unsicher war, auch wegen dem Rucksack und Wertsachen, die man unterwegs verliert, aber ich bin froh, dass das Sandboarding doch mit dabei gewesen ist und ich mich überwunden habe.
Dann sind wir zu einem weiteren Spot, wo wir mit dem Strandbuggy direkt die Spitze hoch gefahren sind. Diesmal war es schon etwas höher. Unser Guide meinte zu uns, einfach genauso wie bisher. Und ich finde, bei anderen sind es immer entspannt aus, aber wenn man dann selbst im dem Gesicht paar Zentimeter über dem Sand liegt und schon Speed drauf hat, ist es schon was Anderes. Jedenfalls sind wir dann drei weitere Abhänge runter und die Kommunikation mit unserem Fahrer war auch manchmal etwas mehrdeutig. Und bei diesem Abhang meinte er, dass wenn wir diesen machen, die nächsten beiden auch machen müssen, also ein Point of nö Return, was bei manchen ein wenig Bauchschmerzen verursachte. Und ich muss sagen, der letzte Abhang ging so steil runter, dass man gar nicht sehen konnte, wie die Piste genau verläuft. Aber am Ende haben es alle unbeschadet überstanden. Wir waren auch eine coole Truppe und ich finde es auch gut, dass wir eine kleine Gruppe waren. Andere waren mit größeren Wagen mit teilweise 15-20 Leuten. Unten angekommen konnten wir dann sehen, wie eine Gruppe mit Skiern und Snowboards runter gefahren sind. Einige sind auch öfters gefallen, aber sah auf jeden Fall auch cool aus. Dann hat er uns an einen schönen Spot gefahren für den Sonnenuntergang. Und danach dann wieder zum Eingang des Wüstengebiets. Wie schon geschrieben war es wieder ein einmaliges Erlebnis, wobei danach sich gefühlt am ganzen Körper und in jeder Ritze Sand befand. Auch während der Fahrt hat man den ganzen Sand ins Gesicht abbekommen und das, obwohl man ein Tuch ums Gesicht hatte. Danach habe ich mich noch kurz auf den See gesetzt und die Aussicht genossen.
