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20. - 22.09.2017 #Ulcinj

Veröffentlicht: 05.10.2017


Huhu! Heute kommt ein Bericht aus Ulcinj - versucht's mal auszusprechen - bis zum Schluss hab ich keine Ahnung wie die Stadt eigentlich genannt wird.

Ulcinj liegt ganz im Süden Montenegros, fast an der albanischen Grenze, daher ist auch der albanische Anteil an der Bevölkerung recht hoch.

Die Fahrt hierher dauert nur 2,5 Stunden aber schafft es trotzdem zur schlimmsten Busfahrt bis jetzt zu werden! Der Bus ist unglaublich alt und dementsprechend klapperig. Der Busfahrer fährt typisch Montenegrisch: schnell und wild. So wird mir schnell ziemlich schlecht und bin mir auch nachdem wir endlich angekommen sind, nicht sicher, dass ich mich nicht übergeben muss. Im gleichen Bus saß auch ein Amerikaner aus LA, der im gleichen Hostel übernachten will. Der Gute erfüllt sämtliche Klischees eines Amerikaners, sagt mir so schlimm könnte es mit der Übelkeit nicht sein, ich sähe noch ganz normal aus. Ich bin also nicht zu traurig als er neue Freunde im Hostel findet :D Das ist das Schöne am alleine reisen: man kann sich seine Reisebegleitung immer wieder neu aussuchen und bei Bedarf auch wieder loswerden :P

Während die Stadt recht zerfallen wirkt, ist das Hostel wirklich gepflegt und schön, wenn auch nie wieder ein Hostel an mein geliebtes Hostel Bongo in Belgrad heranreichen wird!

Gleich bei der Ankunft treffen der Amerikaner und ich also zwei Mädels, die auch zusammen angekommen sind, die eine aus Australien, die andere aus Köln.


Zusammen gehen wir zum Stadtstrand, der zwar klein aber sehr sandig ist! Das ist in Montenegro eine echte Seltenheit, sind doch die Strände hier ähnlich wie in Kroatien normalerweise steinig. Und dazu ist auch noch das Wasser wunderbar warm!



Abends wird mir immer wieder schwindelig und ich fühle mich schlapp. Ganz unsozial lege ich mich um halb 8 ins Bett während unten die Party steigt.

Mittlerweile habe ich meine Meinung über das Alleinereisen geändert: Dadurch dass man in dem Hostels alleine ist, lernt man viel mehr Leute kennen, man spricht mit jedem, macht überall Smalltalk. Die meistens oberflächlichen Gespräche sind zwar oft sehr nett, aber es ist eben schwierig im Hostel auch mal alleine zu sein. Statt Einsamkeit plagt mich jetzt eher, ständig Leute um mich zu haben. Deswegen freue ich mich unheimlich auf mein kleines, feines Airbnb dass ich für 3 Nächte in Tirana gebucht hab!



Am 2. Tag in Ulcinj leihe ich mir ein Fahrrad vom Hostel und fahre zum "Long Beach". Der Strand ist mit 14km der längste im ganzen Land und an sich ist er auch wunderschön: schön breit, mit angrenzendem Wald und Bergen im Hintergrund. Leider ist nicht nur das Wasser etwas kalt, sondern der Sand auch voll von Plastik & Müll.




Abends ist dann leider das Wasser weg, sodass ich nach meinem Tag am Strand nicht duschen kann, und auch morgens vor der Abreise ist es noch nicht wieder da.

Insgesamt bin ich immer neugieriger auf Albanien: wird es so schön wie alle sagen, oder wird es in der Hauptstadt hauptsächlich Müll und Armut geben? 

Daher, der nächste Bericht dann aus Tirana ;) 

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