My adventure

Erlebnisse und Geschichten meiner 9 monatigen Reise

Day 260 – 266 Schnorcheln mit Whalsharkes

Vor knapp 6 Monaten bin ich von Afrika, genauer gesagt von Mafia Island, nach Asien gereist. Daher fand ich es eine gute Idee nach nun einem halben Jahr wieder dorthin zurück zu kehren. Aber nicht nur der nostalgischen Gedanken brachte mich dazu nach Mafia zurück zu gehen. Als ich im Juli dort war, haben alle von den Walhaien erzählt, die von November bis Ende Januar rund um die Insel zu sehen seien. Da ich für mein letztes Projekt dieser Reise sowieso nach Tansania zurückkehren muss, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und noch eine Woche Tauchferien auf Mafia Island gebucht.

Da ich das selbe Hotel wie vor 6 Monaten gebucht hatte, war sofort alles wieder vertraut. In dieser kurzen Zeit konnte sich ja auch nicht allzu viel ändern. Kurz nachdem ich im Hotel eingecheckt hatte, ging ich direkt zum Tauchshop um meine Freunde dort zu überraschen. Und die Überraschung gelang. So verbrachte ich meinen ersten Abend im Tauchshop beim Quatschen mit meinen alten Tauchfreunden. Auch hier hatte sich nichts verändert. Es war einfach nur cool.






Die nächsten paar Tage verbrachte ich dann hauptsächlich mit Tauchen. Es war so ein schönes Gefühl wieder hier zu sein und hier zu tauchen. Hier wo ich es gelernt hatte. Die meisten Angestellten des Hotels konnten sich auch an mich erinnern und kamen fragend zu mir, du warst schon mal hier, nicht?

Am fünften Tag stand dann das Schnorcheln mit den Walhaien auf dem Programm. Ich hatten den Ausflug mit einer Tauchlehrerin aus dem Tauchshop und zwei anderen Tauchern, mit denen ich die letzte paar Tage getaucht bin, gebucht. Früh morgens wurden wir vom Hotel abgeholt und zur Bucht gefahren, wo sich die Walhaie aufhalten sollten. Während wir ein Frühstück genossen wurden wir über die Vorgehensweise und Gefahren informiert. Es wurde uns auch erklärt wie wir uns im Wasser verhalten sollen, wenn wir einen Walhai sehen. Und es wurde auch darauf hingewiesen das es sich um ein wildes Tier handelt und es keine Sicherheit gäbe, dass wir einen zu Gesicht bekämen.

Optimistisch kletterten wir später in ein Boot und fuhren aufs Meer hinaus. Auf der Fahr erzählte uns eine Meeresbiologin was man über Walhaie weiss. Und das ist eigentlich erschreckend wenig. Die Walhaie gehören zu den Haien und müssen daher nicht an die Oberfläche um Luft zu holen. Im Vergleich zu den anderen Haien haben sie aber keine Zähne und fressen Plankton. Man hat aber noch nie eine Geburt einer Walhaies beobachten können, noch weiss man genaueres über die Wanderroute dieser Tiere. Alles was man über die Schwangerschaft weiss, stammt von einem Tier, welches 1990 in Taiwan in einem Fischernetzt gefangen wurde. Da die Tiere sehr tief tauchen, war es bis jetzt auch nicht möglich sie mit einem GPS-Sender auszustatten um mehr über sie zu erfahren.

Nach etwa einer Stunde sah der Spotter der vorne auf dem Boot stand eine Flosse. Sofort sprangen wir mit unserer Schnorchel Ausrüstung ins Wasser. Und tatsächlich, nur wenige Sekunden später schwamm er an uns vorbei. Sicher 10 Meter lang mit offenem Maul um das Plankton au dem Wasser zu filtern. Mit unseren Flossen konnten wir ihm unter Anstrengung ein paar Meter folgen, bevor er wieder in tieferes Wasser abtauchte. Für uns hiess das wieder rauf aufs Boot und nach einem anderen Tier Ausschau halten. Dieses Spiel wiederholte sich ca. 4 Stunden lang. Es war einfach unglaublich. Als wir uns dann entschieden, ein letztes Mal ins Wasser zu gehen, hatte ich noch fast eine Kollision mit einem der Kolosse. Auf der Suche nach dem Tier, welches wir vom Boot aus gesehen hatten, schwamm ich etwas durchs Wasser. Und plötzlich tauch er unter mir auf und wir stehen Gesicht zu Gesicht vielleicht 5 Meter voneinander entfernt im Wasser. Das Adrenalin pumpte in diesem Moment durch meinen Körper. Wow wie cool war das.

Die Haie wollten uns gar nicht mehr gehen lassen, bei diesem letzten Sprung ins Wasser waren wir sicher 45 Minuten im Wasser, denn die verschiedenen Tiere kamen immer wieder aus allen Richtungen zurück. Uns war das Recht. Doch irgendwann wurde es dann doch Zeit und wir verabschiedeten uns von den friedlichen Riesen. Wir alle hatten mehrere kleine Quallenbisse, doch das war ein Preis den wir gerne für diesen unglaublichen Vormittag bezahlten.

Viel zu schnell kam dann aber auch schon wieder der Tag des Abschieds. Ich hatte wieder eine grossartige Zeit hier und es wird sicher nicht das letzte Mal sein, das ich hier war.

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