Adventures of Tanja & Roli
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Tansania - Tag 8: Eco Banana Farm

Veröffentlicht: 05.01.2026

Nach einer erholsamen Nacht in unserem alternativ angehauchten "Ngorongoro"-Zimmer, startete Roli motiviert in den Tag, während Tanja mühselig in der Dusche, unter einem Wasserhahn hockend, ohne Wasserdruck ihre Haare gewaschen hat.
Da die Bananenfarm auf "Selbstversorgung" und aufgrund eigener Biogasanlage - natürlich nach afrikanischer Bauweise - eigenem Gemüsegarten, Bananen- und Kaffeeanbau, rießigen Regenwasserbehältern, Ziegen- und Kuhhaltung beinahe autark aufgebaut ist, freuten wir uns besonders auf das Frühstück. 

Mit der Erwartung frische Bananen, Avocados, Mangos, Papaya und Co aus eigenem Anbau, sowie selbstgemachten Kaffee genießen zu können, setzten wir uns in den Frühstücksraum, der direkt an die offene Küche grenzte. Wir waren die einzigen Gäste. Auf allen anderen Tischen stapelte sich das benutzte Geschirr,  dreckige Gläser und Tassen. Nach einigen Minuten kam der Koch, gleichzeitig Kellner, und fragte, was wir denn gern frühstücken würden, doch Auswahl hatte er keine für uns. Es gab ein vorgefertigtes Frühstücksteller mit Ei, Teigtaschen und einem Bananenpancake. Der Koch hatte keinen Stress und so warteten wir 30 min auf unser einfach gehaltenes aber leckeres Frühstück. Auch unser Kaffee und Tee wurden mit viel Hingabe - 45 min lang - zubereitet und so konnten wir diesen erst nach dem Frühstück genießen. 

Tja, alles hier auf der Bananafarm lief unter dem Motto: "Polle polle", sprich "Langsam, langsam".

Eigentlich sollten wir um 10 Uhr auschecken aber da wir erst um 10:15 Uhr unseren zusätzlich bestellten Bananenshake - Zubereitungszeit 30 min - bekamen, passten wir uns der Eco-Banana-Farm-Zeit und dem gelebten Polle-Polle-Motto an und checkten erst um 11 Uhr aus.

 

Roli hatte für Tanja eine Überraschung geplant und Wochen vor unserer Anreise eine "tansanische Cooking-lession" in der Eco-Banana-Farm gebucht. Startzeit laut Buchung 12:30 Uhr, laut Rezeptionistin 11 Uhr und laut Info vom Koch höchstpersönlich um 12 Uhr. Hm ok alles klar, oder so.

Da wir am Vortag bei der Bananafarmführung von einem Wasserfall in der Nähe erfahren hatten, beschlossen wir, uns dort ein bisschen abzukühlen. Doch leichter gesagt als getan. Ohne Internet, ohne GPS und natürlich nicht beschildert, waren wir auf eine wage Wegbeschreibung und unser ungefähres Gespür für die richtige Richtung angewiesen.
Auf der trockenen und staubigen Straße kamen uns die unterschiedlichesten Einheimischen entgegen. Von der Mutter, die den Einkauf am Kopf und das Baby um den Bauch gewickelt trug, über einen alten Mann im schwazen Anzug, Kinder in der Winterjacke, Jugendliche in kurzer Kleidung und ohne Helm zu dritt auf den Moped bis hin zu den süßen und überfreundlichen Kindern, die uns von allen Seiten und aus allen Ecken entgegenwinkten und uns sogar Hand-in-Hand ein Stück unseres Weges begleiteten.
Mit vielen Eindrücken aber ohne Besuch beim Wasserfall - da wir ihn leider nicht finden konnten - liefen wir zurück zur Farm, denn schließlich starte laut Info vom Koch um 12 Uhr die Cookinglession. Zum Glück hatte sich Roli in den vergangenen Tagen etwas von den Buschäffchen abgeschaut und kletterte geschickt über den Zaun, um die von innen versperrte Hintertür der Farm zu öffnen.
Als wir dann verschwitzt und pünktlich zum Kochkurs erschienen, wurden wir wieder um 1,5h vetröstet - Polle polle eben.


Vom Kochkurs waren wir mega begeistert. Ein motivierter Koch mit Leidenschaft und Händchen für die tansanische Küche brachte uns bei, wie man Bananenchips, gefüllte Samosa, Naanbrot, gekochter Blattspinat, heimisches Gemüse und Beefstew zubereitete. Roli bewährte sich beim Naanbrot ausrollen und Tanja beim Teigtaschenfalten.
Unser Fazit: lustig, lehrreich und lecker. 

Nach einer kurzen und knackig kalten Freiluftdusche mitten in der Bananenplantage, wurden wir von einem Taxifahrer, der überraschend pünktlich war, zum Flughafen Kilimanjaro gebracht. Am Weg dorthin blinzelte uns der leicht mit Schnee bedeckte Kilimanjaro durch die Wolken entgegen. Den haben wir uns gleich für unseren nächsten Besuch in Tansania auf die Liste gepackt.
Am überschaubar kleinen Flughafen wurden wir von Kopf bis Fuß durchgecheckt, die Betonung lag dabei auf 'Fuß', denn wir mussten mehrmals unsere Schuhe ausziehen und durch den Scanner schicken.

In einem Airbus 350
flogen wir um 19:05 Uhr mit der Ethiopianairline nach Adis Abeba (Äthiopien) und nach einem zweistündigen Aufenthalt von dort mit einer kleineren Boing 737 auf die Seychellen.

Somit ist unser Besuch in Tansania inkl. Safari mit einer Menge an neuen Erlebnissen und Marmeladenglasmomenten gefühlt schneller vorbei gewesen als man "Safari ist geil" sagen kann.
Cu again Tansania
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