Seychellen - Tag 12: Gemütlich packen
Gemütlich packen und Anse Volbert


Veröffentlicht: 18.01.2026











Wie bestellt kitzelte uns heute an unserem letzten Tag auf den Seychellen beim Frühstück schon die Sonne auf der Haut.
Unsere Koffer, die nach unseren besten Packkünsten gepackt wurden, durften noch ein paar Stunden länger in unserer Unterkunft 'Villa Anse la Blague' bleiben, während wir uns nochmal in die Unterwasserwelt begaben.
Bevor wir ein letztes Mal in unsere Flossen schlüpften, machten wir einen Ausflug auf die kleine Nachbarinsel 'Curieuse', besser bekannt als die Schildkröteninsel.
Als wir dort mit dem Motorboot abgesetzt wurden, begrüßten uns am Strand bereits die ersten Riesenschildkröten. Auf einer großen Wiese mit englischem Rasen, Palmen und vielen leckeren Laubbäumen war ganz schön was los. Von der fleißigen Rasenmäh-Schildkröte, über die Bananenverschling-Schildi, hin zu Liebemachenden-Schildkröten zur faul im Schatten liegenden Kröte war alles dabei.
Eines hatten die hübschen Riesen alle gemeinsam, sie waren sehr neugierig und hatten alle Hunger. Zum Glück waren wir mit Mango und gepflückten Laubblättern im Gepäck gut ausgestattet und dementsprechend beliebt.
Doch nicht nur die Panzertiere waren hungrig, auch die Moskitos hatten bei der Hitze ordentlich Durst. Die Fütterung dieser geschieh allerdings nicht so freiwillig.
Die Aldabraschildkröten sind auf der Insel zu Hause und werden dort aufgezogen und gut umsorgt. Sie sind an den Menschen gewöhnt und nahmen deshalb unsere Futterspende + Streicheleinheiten liebend gerne an.
Die Zeit mit den Riesenschildkröten verging viel zu schnell und unser Wunsch, eine der Schildis mit nach Hause zu nehmen, ging aufgrund ihres Gewichts von 150-250kg und unserem 23kg-Gepäcklimit leider nicht in Erfüllung.
Von der schönen Bucht ging unser Ausflug zu Fuß durch die Mangrovenwälder über Holzstege, vorbei an hunderten von Krabben aller Größen, weiter auf die andere Seite der Insel zum Anse St. José.
In dem kitschig türkis-blauen und klaren Wasser kühlten wir uns und unsere neu dazu gewonnenen Moskitostiche kurz ab, bevor uns das Taxiboot abholte und wir bei der Insel St. Pierre vom Boot in die Unterwasserwelt sprangen.
Diese zeigte sich heute nochmal von ihrer besten Seite und mit all ihrer Vielfalt. Viele bunte Fischschwärme, ein paar größere Einzelgänger, sowie ein Stachelrochen und ein Schwarzflossen-Riffhai kreuzten unseren Schnorchelweg und sogar eine Wasserschildkröte konnten wir streicheln und ein paar Flossenschwünge lang begleiten.
Nach einer guten Stunde im Wasser, verabschiedeten wir uns von den Fischis und der Urlaubskatalogkulisse und fuhren mit dem Motorboot zurück nach Praslin.
Nachdem wir uns zum letzten Mal das Meersalz von der Haut gewaschen haben und unsere Koffer und ziemlich schweren Handgepäcksrucksäcke final geschlichtet hatten, gab's noch ein Takeaway-Essen bevor wir unser Auto zurück brachten und mit der Fähre wieder auf die Hauptinsel Mahe zurückfuhren. Wir konnten es kaum glauben, dass unsere Ankunft dort schon wieder zwei Wochen her war.
Das mulmige Gefühl im Bauch kam diesmal nicht vom Wellengang auf der Fähre, sondern von der Kofferwaage beim Check-in.
Mit 1 x über 26,4kg und 1 x 24,3kg haben wir mehr spekuliert als kalkuliert, aber unsere Koffer wurden akzeptiert.
Der schwere bekam sogar ein eigenes Hinweisschild, wahrscheinlich damit sich keiner einen Bruch hebt.
Unser Flug nach Istanbul verlief reibungslos und da es für uns schon mitten in der Nacht war, versuchten wir trotz der müden Augen das Essen am Flug nicht zu verschlafen, denn lieber Augenringe als ein knurrender Magen.
Der Flug von Istanbul nach Wien verging wortwörtlich wie im Flug, denn aufgrund der Zeitverschiebung von 2h flogen wir um 08:30 Uhr in Istanbul weg und kamen um 08:45 Uhr in Wien an.
In Wien gab's nach 1x Abendessen und 2x Frühstück im Flieger noch ein drittes Frühstück bevor wir mit dem Zug nach Hause fuhren.
An diesen unvergesslichen Urlaub mit vielen tollen Erlebnissen und einigen lustigen Hoppalas werden wir uns noch lange und gerne zurückerinnern.
