Daumendrücken und 3,2,1...Vorhang auf: Juhuu kein Regen!
Motiviert für das Inselhopping heute, starteten wir früher als sonst in den Tag. Um 9 Uhr ging's mit der Fähre auf die kleine Nachbarinsel La Digue. La Digue ist mit etwa 10 km² Fläche (ca. 5 km lang und 3 km breit) eine kleine, aber feine und autofreie Insel, die für ihre atemberaubenden Strände wie den 'Anse Source d'Argent' bekannt ist und die wir heute mit dem Fahrrad erkunden wollten.
Wir checkten uns bei der Ankunft am Hafen orange Bikes, die augenscheinlich auf den Straßen der Insel schon einiges erlebt haben.
Die Bremsen funktionierten zum Glück ganz gut und die kamen schon bald zum Einsatz, als eine hier heimische Riesenschildkröte die Straße querte. Einfach dran vorbeifahren wäre unmöglich möglich gewesen. Erstens blockierte die Schildkröte die halbe Straße, mit Tanja dann die ganze, und zweitens war sie viel zu süß.
Tanja sprang sofort vom Rad, um die für ihren wahnsinnigen Speed bekannte Landschildkröte nicht zu verpassen.
Nach ein paar Streicheleinheiten wurde die hübsche Lady noch mit Hibiskusblüten vom Baum gefüttert und genötigt, als Model für Selfies zu posieren.
Nachdem wir ein paar Kilometer in die eine Richtung der Insel geradelt waren, holte uns doch der Regen wieder ein.
Naja, gegen einen kurzen Zwischenstopp, bei dem wir unseren 'Hydrated-Status' mit frisch gepresstem Mangosaft wieder auffüllten, hatten wir nichts einzuwenden. Gegen den wiederkehrenden Regen nach ein paar kurzen Sonnenstrahlen dagegen schon.
Hartnäckig standen den ganzen Tag dicke Regenwolken über uns.
Zunächst versuchten wir noch, in den Regenpausen weiterzuradln und die restliche Zeit mit bummeln zu überbrücken, doch da die Regenpausen immer kürzer und dann gar nicht mehr vorhanden waren, dachten wir uns auf gut österreichisch 'scheiß drauf'.
Wir packten unsere Rucksäcke regenfest - Roli wickelte ihn wie ein Baby in sein Badehandtuch ein, schlüpften in unsere Badehose und Bikini und radelten im strömenden Regen über die Insel. Ob wir nun von oben oder unten nass wurden, war uns auch schon egal und so ließen wir keine Pfütze aus.
Im Nationalpark 'L'Union Estate' angekommen, waren wir von bunten Blumen, Vanilleplantagen und den für die
Seychellen so typischen roten Felsen umgeben.
Unser Ziel war jedoch die bunte Unterwasserwelt am Strand 'Anse Source d'Argent'.
Der Regen gab sein bestes, und damit ist Starkregen gemeint, uns auch beim Schnorcheln nass zu machen, aber da zeigten wir ihm maximal die Zunge. Ällabätsch.
Nach einem kurzen Schnorchelgang im seichten Wasser, wo wir wenig später und wenig begeistert wieder zurück kamen, besuchten wir kurz das Schildkrötengehege mit den Riesenschildkröten und den Takamaka-Rum Shop (leider ohne Verkostung) bevor wir durchnässt in Badekleidung wieder in die Fähre zurück nach Praslin stiegen.
Dass uns nach einem so trostlosen Regentag dann am Abend doch noch das Glück besuchte, machte vor allem Roli happy - ein zufällig entdecktes und mega leckeres All-you-can-eat Abendbuffet mit Livemusik.
Und dass dieser Abend mit Abstand das teuerste Abendessen des Urlaubs war machte gar nichts, denn die Menge in unseren Bäuchen war um ein vielfaches mehr Wert, als wir bezahlt haben.