Seychellen - Tag 6: Die kleinste Hauptstadt der Welt - Victoria
Die kleinste Hauptstadt der Welt - Victoria


Veröffentlicht: 11.01.2026








Während Roli im Bett noch von wolkenlosem Himmel träumte, nutzte Tanja das Regenfenster für einen frühen Morgenlauf. Mit den vielen Löchern, Stufen und wechselnden Untergründen entlang der Straße ohne Gehsteig oder Bankette, fühlte es sich jedoch eher wie ein Hindernislauf an und die hier gelebte Verkehrsregel "Der Stärkere gewinnt", gilt natürlich auch für bzw. gegen Fußgänger. Tropfend nass stand Tanja dann im Zimmer, welches von Roli mittlerweile als Trainingsraum umfunktioniert wurde, denn der Regen war anscheinend schneller als sie.
Nach einer warmen Dusche und dem Frühstück wurden dann die Koffer gepackt, denn heute hüpften wir eine Insel weiter. Bevor wir uns von unserem tapfer geschlagenen Racing-Kia verabschiedeten und mit der Fähre auf die Nachbarinseln Praslin fuhren, verbrachten wir den verregneten Tag wieder in Victoria, der kleinsten Hauptstadt der Welt. Wir besuchten erneut den Markt und entdeckten ein paar neue nette Geschäfte. Eines davon war nur 2m² klein und vollgepackt mit Souvenirs aus dem Meer.
Unsere Shoppingausbeute am Victoria Markt: Nachschub von der Bananen-Kokos-Marmelade und Pärchen-Muschelketten für uns.
Um unsere Fähre, die um 16:30 Uhr am Hafen in Victoria abfuhr nicht zu verpassen, waren wir überpünktlichst über eine Stunde früher dran.
Kurz darauf fuhr eine Fähre ein, Leute stiegen aus und wenig später versammelten sich schon vereinzelt Leute im Zustiegsbereich.
Da diese Fähre nach dem Erkundigen von Roli nach La Digue fuhr, dachten wir uns zunächst nichts dabei und machten es uns auf einer Bank im Wartebereich gemütlich. Wir sahen der immer kleiner werdenden Menschenschlange zu, wie sie sich ins Boot schlängelte und erst als wir die allerletzten Passagiere im Wartebereich waren und uns einer der Mitarbeiter fragte, ob wir auch mitfahren wollen, da dies die letzte Fähre des heutigen Tages ist, wurden wir stutzig. Tja, die Fähre fährt zuerst auf Praslin und dann nach La Digue weiter. Schnell huschten wir noch an Board, denn bei dem Sturm der am Abend über die Insel fegte, wäre es am Hafen bestimmt nicht so gemütlich gewesen.
Der Wellengang während der Überfahrt spielte den Restaurants auf der Insel Praslin und La Digue in die Karten, denn viele der Passagiere sind mit leerem Magen angekommen und auch Tanja unterschätzte zuerst die Warnungen von Roli.
Nach 2min wechselten wir vom inneren der Fähre nach draussen, dort war alles gut.
Angekommen auf Praslin begrüßte uns nicht nur die Mietwagenverleih-Tante sondern auch der strömende Regen.
Fahrzeugtechnisch checkten wir uns einen Suzuki Swift, azurblau mit weißem Dach, 5-Gang Automatik, Rückfahrsensoren und sogar Bluethooth Radio - was für ein Upgrade zum längst vergessenen Racing-Kia.
In unserer neuen Unterkunft angekommen wurden wir mit Regenschirm vom Auto abgeholt und herzlich empfangen.
Am Weg zum 3-Gänge Abendessen in unserem Hotelrestaurant, kreuzte eine handgroße afrikanische Riesenschnecke mit ihrem Haus unseren Weg. Glück für sie, wir sind weder Schneckengourmets noch hatten wir Knoblauchsauce dabei.
Das Abendessen allerdings wurde brav zusammengegessen und dementsprechend gingen wir mit Hoffnung auf gutes Wetter am nächsten Tag ins Bett.
