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Von Thailand nach Nepal

Veröffentlicht: 23.09.2022

Wir verabschieden uns schweren Herzens von dem Land der leckeren Shakes mit einem letzten Shake und machen uns auf nach Kathmandu.

Im Internet haben wir gelesen, dass man möglichst schnell an der Passkontrolle sein sollte, da die Warteschlange ziemlich lang sei und dementsprechend auch die Wartezeit. Wir fuhren also die Ellenbogen aus und waren eine der ersten, die am Schalter waren. Leider hat die Kontrolleurin so lange unsere Pässe angeschaut, dass wir nun die Letzten waren und am Computer, wo man die Visas beantragen musste, die Letzten waren und doch lange warten mussten. Als wir endlich fertig mit allem waren, waren keine Touristen mehr im Flughafengebäude.

Das war aber auch gar nicht so schlimm. Denn leider hat sich bei der Beantragung des Visas ein Tippfehler eingeschlichen, so dass das Visa eigentlich hätte neu ausgestellt werden müssen. Da wir aber kurz vor der Mittagspause ankamen, hatten weder wir noch der Grenzbeamter Lust, eine große Sache daraus zu machen. Also hat er einfach einen seiner Kollegen von der Visaabteilung zugerufen, er solle schnell was ändern, und schon hat alles geklappt.

 Von der Visaabteilung zugerufen, er solle schnell was ändern, und schon hat alles geklappt.

Da wir wie gesagt die letzten waren, waren wir vier auch an vier verschiedenen schalten. Der Grenzbeamte an Mattis Schalter, war wohl neu. Auf jeden Fall hat er sein System zum Abstürzen gebracht. Also Carmen, da ist ja nichts zu tun gehabt, drei Kollegen von den anderen schalten zu ihm und haben alle auf ihn eingeredet. Die ganze Zeit hindurch stand Mattis vor der Kamera und durfte sich nicht bewegen. Als dann auf wundersame Weise doch alles funktionierte (jedenfalls sagten sie das) konnten wir dann unbeschwert und alleine zur Gepäckausgabe gehen. Dort lagen unsere vier Rucksäcke schon fein säuberlich auf gestapelt.

Wir sollten schon dort feststellen, dass man das nepalesische Englisch nicht versteht und es ausreicht, wenn man einfach nur nickt und lächelt. Das geht meistens gut.

Irgendwann sind auch wir aus dem Flughafen herausgekommen und wurden sofort von einer Schar aufdringlicher aber freundlicher Taxifahrer umzingelt. In Bangkok haben wir andere Touristen beobachtet, wie sie zu einem Taxi kamen, aber es waren ja alle schon weg. Irgendwann trennte ich mich von dem Pulk um meine Familie mit der Ausrede ich wolle mir einen Kaffee holen, sonst hätten mich die Nepalesen nicht gehen lassen. Ich lief zu einem anderen Taxifahrer und verhandelte in Ruhe einen Preis. Als dieser mit seinem Auto ankam, hätten wir nicht gedacht, dass wir mit dem Gepäck da hineinpassen. Das Taxi erinnerte uns an ein Spielzeugauto. 

Auf dem Weg zu unserem Hotel hatte ich sofort das Gefühl, dass ich mich in Nepal wohlfühlen würde,  und so ging es Chris auch.

Es schien ärmer als Thailand, aber die Stimmung war leicht und fröhlich...bis wir ins Zentrum von Kathmandu namens Thamel kamen. Dort herrscht ein völliges Chaos. Es scheint auch keine Regeln zu geben und wenn doch, dann hält sich niemand daran. Ich war absolut fasziniert von dem Verkehr. Jeder schlängelt sich irgendwie durch und wenn einer von einer Seitenstraße auf eine Hauptstraße stößt, wird einfach durchgefahren ohne zu schauen. Es wird einfach nur laut gehupt.

Das Hupen scheint mehrere Bedeutungen zu haben. Erstens, Achtung ich komme. Zweitens, ich hab zwar gesehen dass du da bist, werde aber weder bremsen noch ausweichen. Drittens, und das haben wir erst j festgestellt nachdem ich dem Taxifahrer leider sagen musste dass er umkehren muss, wenn man sich ärgert. Der Taxifahrer hat dann nämlich einfach die ganze Zeit nur gehupt, ohne erkennbaren Grund, auch wenn niemand  in der Nähe war. 

Im strömenden Regen haben wir dann unsere Rucksäcke aus dem Taxi genommen und sind in unser Hotel gegangen. Dort haben wir dann das oberste Zimmer bekommen. Wir müssten also ungefähr 100 Stufen nach oben laufen. (Stufen sollte noch ein längeres Thema in Nepal werden, aber dazu später mehr) das Zimmer war wirklich groß, aber leider nicht so sauber, wie es sich manche in der Familie wünschen würden. Leider konnte man das Fenster im Bad nicht schließen, weil nämlich der Gasschlauch zum Durchlauferhitzer hindurch führte. Weil wir nicht so richtig Lust auf Stechmücken hatten, war uns klar, dass wir am nächsten Tag das Thema wechseln mussten.

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