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Tag 50: 50 Tage – und ich bin nur selten eine Plage

Veröffentlicht: 22.08.2016

18.08.2016


Fünfzig Tage, ich glaub mein Schwein pfeift… Nein Moment, es ist doch nur der Teekessel. Trotzdem, was für ein Jubiläum. Beide waren wir wohl noch nie so lang von Haus und Hof entfernt, beide noch nie so lang zusammen unterwegs ganz zu schweigen von der Tatsache, dass wir vor einigen Tagen die Halbzeit unserer Reise überschritten haben. Dies haben wir natürlich auch gebührend – in Wrack und Abendkleid mit Hummer und Champagner am Strand – gefeiert. Gut, um bei der Wahrheit zu bleiben: Der Strand stimmt, allerdings haben wir komplett darauf vergessen. Hummer gab es keinen, allerdings hat es ziemlich gefischelt und der Champagner war wohl eher eine, ein Eigenleben entwickelnde, Milchpackung. Nichtsdestotrotz, Grund genug ein kurzes Resümee unserer bisherigen Erlebnisse und Eindrücke zu verfassen – sollte wohl an dieser Stelle stehen. Ist mir aber zu blöd, ich schreibe sowieso viel zu oft über unsere Empfindungen und ähnlichen Pallawatsch. Einzig sei gesagt: die Furcht vor einem verantwortlichen Lebensstil in Österreich und die Freude, doch wieder nach Hause zu kommen halten sich bisweilen in einem relativen konstantem Gleichgewicht.

Unser Jubiläumstag beginnt mit einem durchaus erfreulichen Ereignis (die Städte an der Sunshine Coast bieten gratis Wlan Zugang) gefolgt von einer sehr bedrückenden Nachricht. Ursprünglich planten wir, einen nach Sydney ausgewanderten Jugendfreund von mir zu besuchen. Dieser musste nun aber spontan nach Europa fliegen, da ein familiärer Schicksalsschlag, auf den ich nicht näher eingehen möchte, stattgefunden hat. So sind wir einerseits erschüttert über die Erinnerung, wie grausam das Leben fernab unseres Campingtagtraums sein kann, andererseits natürlich auch sehr traurig, alte Bekannte nicht wiedersehen zu können (auch wenn dies natürlich nicht in Relation zu erwähnten Ereignissen steht).

Etwas still besichtigen wir die einzelnen Küstenabschnitte und – die Wellen erblickend, beschließe ich, die Jagd nach einem Surfbrett noch nicht ganz aufzugeben.

Am Abend sind wir so richtig schön australisch und ich brate mir ein Steak am BBQ – Grill einer öffentlich zugänglichen Area. Das Gefühl, mit einer kühlen und schwer überbezahlten Bierdose in der Hand ein gigantisches Stück Fleisch zu brutzeln, während man in nicht allzu weiter Ferne die Brandung des Meeres hört, ist einfach unbeschreiblich. Überraschenderweise wird das ebenerwähnte Stück Kuh überaus lecker und so feiern wir, heute ganz bewusst und voller Demut, das Leben.


Gudis glorreiche Gesetze:


Diese Rubrik soll mit viel Humor und Sarkasmus den – wer Gudi kennt – bekannten Charakterzug derselben (manche würden es als Besserwisserei bezeichnen) in kabarettistischer Art und Weise begegnen. An einem Tag wie heute sehen wir es aber als eher unangebracht an, über Lustiges zu sprechen, weshalb dieser Abschnitt leer bleibt.

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