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Tag 7 - Kyoto -> Tokio (Shinkansen-Fahrt)

Veröffentlicht: 10.06.2025

Zug
Kyoto Station → Tokyo Station
Nozomi 80
Spaziergang
Kyoto Station → Tokyo hotel
Japan
Essen
The Juicy Dumpling Manufactory (Dandandan Asakusa)
$$ · Abendessen
Attraktion
Tokyo Skytree
Tokyo, Japan
Sehenswert
Solamachi
Tokyo, Japan
Sehenswert
Akihabara
Tokyo, Japan
Essen
Sushi restaurant
sushi · $ · Abendessen

Liebe Reisefans,

Heute war’s also soweit – Shinkansen-Bullet-Train-Time! Gebucht war der Nozomi 80, Abfahrt 09:01 Uhr. Klingt erstmal human, bedeutete für uns aber: Wecker um 6:30, los um 7:15. Aber hey, wir wollten ja noch in Ruhe frühstücken, und der Bahnhof in Kyoto hat ja einiges zu bieten. Der Weg dorthin war allerdings... nennen wirs mal... ein Abenteuer.

Natürlich haben wir die Metro genommen – soweit sogut. Es entwickelte sich aber eher zum Selbstversuch ala „Wie viele Menschen passen in einen Waggon?“. Und wir hatten ja noch das Handicap mit unserem Reisegepäck. Schon beim Einsteigen war klar: Das wird ein Abenteuer. Ramona stand Nase an Nase, ich eher Nase an Brusthöhe zu fremden Mitpendlern – was romantischer klingt, als es war 😅 Und dann kamen ja noch zwei Haltestellen. Spoiler: Es stiegen mehr ein als aus. Und nein, wir wissen bis heute nicht, wie. In Japan existieren wohl andere physische Gesetze. Aber: Niemand hat sich beschwert. Keiner hat laut telefoniert oder zu laut Musik gehört. Alle waren still, höflich, hatten entweder ihr Handy oder Manga in der Hand – und einige haben sogar im Stehen geschlafen. Ohne festhalten. Umfallen wäre eh nicht möglich gewesen 😃 Trotzdem nehmen wir beim nächsten Mal doch eher ein Taxi 😅

Am Bahnhof angekommen war es eine Leichtigkeit die Gleise der Shinkansen-Züge zu finden, aber zu unserer Verwunderung waren einige Bäckerläden noch geschlossen. D.h. wir haben tatsächlich was bei Starbucks geholt. Bilder davon gibt es keine, macht euch selbst welche in Deutschland 😃 Und jetzt kommt die nächste Überraschung: UNSER SHINKANSEN HATTE VERSPÄTUNG!!! Es hieß 09.01Uhr, losgefahren sind wir um 09.06Uhr. In Deutschland nennt man das pünktlich (es folgen keine Bahnwitze mehr, Grüße an meine Schwester gehen raus). In Japan ist das eine landesweite Tragödie. Ich bin mir sicher, irgendwo sind Bahnbeamte nervös und bereits auf der Suche nach einem neuen Job 😃

Der Beweis!

Kurz zum Shinkansen: es gibt insgesamt ca. 15 Zugkategorien, Nozomi ("Hoffnung") ist eine davon und für die Strecke Kyoto -> Tokyo (Tōkaidō-Strecke) die schnellste (nicht nur aufgrund der Höchstgeschwindigkeit von 300Km/h, sondern auch aufgrund der wenigen Stopps). Die schnellste Zugkategorie Japans ist Hayabusa ("Wanderfalke" auf der Tōhoku-Strecke) mit einer Betriebsgeschwindigkeit von bis zu 320Km/h. Zum Vergleich: es gibt 4 ICE-Zugkategorien (ICE 1-4, Sondervarianten ausgenommen). Und manche erreichen auch Geschwindigkeiten von über 300km/h. Ein ICE kann sich also auch sehen lassen - warum dieser aber so unpünktlich ist, weiß ich nicht (war kein Witz, weiß ich wirklich nicht).

Anzeigetafel am Kyotoer Bahnhof - zu den Shinkansen
Hier waren wir bereits im Bahnhofsbereich von wo aus die Schinkansen fahren - hier hat man sich ähnlich gefühlt wie an einem Flughafengate
Shinkansen nach der Abfahrt
...und hier wäre eigentlich der Berg Fuji zusehen, wäre da nur nicht der Nebel

Tokyo, wir sind da – und wieder auf Deliziös-Mission. Nach dem kurzen Frischmachen im Hotel ging’s direkt zum nächsten kulinarischen Volltreffer: The Juicy Dumpling Manufactory (Dandandan Asakusa) – und was soll ich sagen? Beste Gyozas aller Zeiten. Und ja, wir haben viele Gyozas gegessen. In Kyoto, in Osaka, auf Foodmärkten, in Hinterhöfen – wir sind quasi zertifizierte Gyoza-Sommeliers. Und die Gyozas hier sind so gut, dass der Kellner ernsthaft empfiehlt, die Sojasauce wegzulassen. Und so saftig, dass es beim Hineinbeißen bis zum Nachbartisch spritzt (natürlich nur bei Gyoza-Neulingen, wir wussten damit umzugehen!).

Dandandan
Dandanan von innen - ziemlich urig
Mehr Füllung als Teig - die platzen ja fast 😅
Könnt ihr den Fleischsaft schmecken??
Oben links die Gyozas, oben rechts ein halb-gekochtes Ei aber kalt, unten mittig eine Art Nudelsalat, unten rechts ein WanTan und genau in der Mitte ist ein kleines Häufchen Takato - Pollackrogen, also Fischeier
Koriandersalat mit einer Erdnuss-Sauce - warum sind wir nicht selbst auf diese Geschmacksexplosion gkommen?

Direkt im Anschluss sind wir zum Tokio Skytree, aber nicht um auf die Aussichtsplatform hochzufahren (dafür war das Wetter zu mies), sondern um im unter dem Skytree befindlichen Einkaufszentrum Solamachi shoppen zu gehen (ohne etwas zu kaufen, weil ohnehin kein Platz im Koffer). Ich kann euch nicht erklären warum Ramona dabei Spass hat, aber das Einkaufszentrum lässt keine Wünsche offen. Egal ob man Fan von Sailor Moon ist, oder sich einfach nur Matcha Eis essen will, hier wird man es finden.

Zum Abschluss des Sightseeings haben wir noch einen kurzen Abstecher ins Viertel Akihabara gemacht – bekannt als Mekka für Elektronik, Spielzeug, Mangas und die berühmten Maid Cafés. Diese Cafés sind eine besondere Art Themenrestaurant, die ursprünglich genau hier in Akihabara entstanden sind – dem Zentrum der Otaku-Kultur rund um Anime, Manga und Videospiele. In diesen Cafés bedienen junge Frauen die Gäste in verspielten Dienstmädchen-Uniformen, die an Anime-Figuren oder französische Hausmädchen erinnern. Dabei geht es nicht um Flirten, sondern um eine inszenierte Fantasy-Welt, in der die Gäste wie „Herren und Damen“ empfangen werden. Und nein, wir sind nicht in ein Maid-Café eingekehrt 😒

Akihabara
Spielautomaten - hier wird mit Kugeln gezockt
Hier eine Maid - heimlich fotografiert 🤫

Und als kulinarischen Abschluss haben wir uns Ramonas Lieblingsessen gegönnt -> verschiedenste Sushi's 🤤

Ein kleiner Appetizer aufs Haus - frischer Tuna, Lachseier, Paprika und ich meine dünngeschnittene Paprikastreifen - danach waren wir definitiv bereit für unser Hauptgang
Unser Abendbrot - Perspektive Ramona
Unser Abendbrot - Perspekrive ich
Sushi mit frischen Tuna und ein bisschen Mayo
Nattō - fermentierte Bohnen die extreme Fäden ziehen. Man könnte meinen, dass das im RTL Dschungelcamp in einer Dschungelprüfung aufgetischt wird, der Geschmack ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig. Ich hab sie beim ersten Mal probkeren bereits gefeiert!
Bedenkt bitte auch die Treppen, die wir wie Bergziegen hoch und runter gesprungen sind


Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichKulinarisch
  • Shinkansen Nozomi 80 von Kyoto nach Tokio
  • Beste Gyozas bei The Juicy Dumpling Manufactory (Dandandan Asakusa)
  • Tokyo Skytree und Solamachi
  • Akihabara
  • Sushi-Abendessen mit Nattō
TransitEssenStadtKultur
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Antworten (5)

Usagileinvor etwa 1 Jahr
Willkommen in Tokyo - in meiner Herzensstadt <3! 5 min. Verspätung, verrückt xD! Habt ihr die formelle Entschuldigung mitbekommen ^_^? Ich hätte euch zu gerne in einem Maid Cafe mit Katzenöhrchen gesehen hihi :3. Die Gyozas von Dandanan sehen köstlich aus! Packen wir auf unsere Liste für die nächste Tokyo Reise! Habt eine unvergessliche Zeit in Tokyo <3

Valeriusvor etwa 1 Jahr
Oooja unbedingt auf eure Liste packen, hoffe bis dahin ist das noch ein Geheimtipp und nicht von den Massen ins Auge gefasst - danke dir, Tokyo machts einem leicht eine unvergessliche Zeit zu haben

Natalia vor etwa 1 Jahr
Ganz liebe Grüße zurück 👋 Auch ich verfolge mit sehr viel Spaß und Interesse deinen Blog 😉 Heute wäre ich sehr gerne dabei, allein schon berufswegen. Zu Erklärung weshalb die deutsche Bahn so unpünktlich ist und zu Recht einen schlechten Ruf genießt: Das Schienennetz ist sehr dicht und es wird vom Nah- und Fernverkehr genutzt. In Japan nicht. Kleinste Verzögerung kann zu Störung im Gesamtnetz führen. Die ICEs sind teilweise nicht in der Lage die Höchstgeschwindigkeit zu fahren, weil die Strecken nicht darauf ausgelegt sind und/oder die Länge der Halteabschnitte es gar nicht erlaubt, z. B. Im Ruhrgebiet, oder ein Regiozug vor dem ICE fährt. Es kommt noch dazu, dass die Infrastruktur - Bahnhöfe und Schienen - marode sind. Die Streckenauslastung ist enorm. Personelle Engpässe und technische Störungen an den Schienen oder den Zügen kommen auch sehr häufig vor. Die Thematik ist sehr komplex und es gibt viele Ursachen für die Probleme der Bahn. Aber ich möchte euch mit damit nicht langweilen... Bin gespannt, was ihr noch erlebt und wir zu lesen haben 🤗 Schöne Zeit euch weiterhin!

Natalia vor etwa 1 Jahr
Ganz liebe Grüße zurück 👋 Auch ich verfolge mit sehr viel Spaß und Interesse deinen Blog 😉 Heute wäre ich sehr gerne dabei, allein schon berufswegen. Zu Erklärung weshalb die deutsche Bahn so unpünktlich ist und zu Recht einen schlechten Ruf genießt: Das Schienennetz ist sehr dicht und es wird vom Nah- und Fernverkehr genutzt. In Japan nicht. Kleinste Verzögerung kann zu Störung im Gesamtnetz führen. Die ICEs sind teilweise nicht in der Lage die Höchstgeschwindigkeit zu fahren, weil die Strecken nicht darauf ausgelegt sind und/oder die Länge der Halteabschnitte es gar nicht erlaubt, z. B. Im Ruhrgebiet, oder ein Regiozug vor dem ICE fährt. Es kommt noch dazu, dass die Infrastruktur - Bahnhöfe und Schienen - marode sind. Die Streckenauslastung ist enorm. Personelle Engpässe und technische Störungen an den Schienen oder den Zügen kommen auch sehr häufig vor. Die Thematik ist sehr komplex und es gibt viele Ursachen für die Probleme der Bahn. Aber ich möchte euch mit damit nicht langweilen... Bin gespannt, was ihr noch erlebt und wir zu lesen haben 🤗 Schöne Zeit euch weiterhin!

Valeriusvor etwa 1 Jahr
Danke für die Erklärung, Natalia - hab mir schon gedacht, dass das Thema komplex ist und mich deswegen mit Bashing zurückgehalten. Ein bisschen musste dann aber doch sein 😄

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