Tag 6 in Südkorea - Back in Seoul
Liebe Kimchi-Fans, Heute Morgen hatten wir nur ein Ziel: zurück nach Seoul! Dafür sind wir um 6 Uhr aufgestanden und saßen bereits um 8 Uhr im Zug. Gefühlt haben wir um 08:05...


Veröffentlicht: 21.06.2025













Hallo liebe Kimchi Fans,
Heute, an unserem letzten Tag in Seoul, hatten war das gute Wetter zurück - zumindest das was wir unter gutem Wetter verstehen: keine Hitze und kein Regen – einfach perfekt. Also nichts wie raus, um die letzten Stunden in dieser großartigen Metropole voll auszukosten. Unser Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zum Gwangjang Market, deswegen findet man uns in den letzten Tage dort so häufig. Diesmal sind wir mit der Mission, uns dort ein Frühstück zu holen, hin. Mit "Frühstück" meinen wir allerdings eher einen bunten Streetfood-Mix: Kwabaegi (twisted Donut) – frisch frittiert, direkt auf die Hand und für unter einem Euro. Die Schlange cor dem Stand beträgt locker 15 Meter. Gimbap mit mildem Essig-Dip – simpel, aber richtig lecker. Hotteok mit Süßkartoffel-Füllung – außen knusprig, innen warm und süß. Und ja, auch noch ein Croissant – einfach, weil’s geht 😄 Dazu gab’s einen preisgekrönten Filterkaffee vom Stand "Ilho" – die absolute Empfehlung! Die äthiopischen Bohnen dort haben ein intensives Pfirsich-Aroma, das selbst Ramona überzeugt hat, ihren Kaffee schwarz zu trinken (und das kommt sonst NIE vor!). Fazit: Wildes Frühstück, großartiger Kaffee, perfektes Wetter – besser kann ein letzter Urlaubstag kaum starten! 🌤️☕🍩
Nach unserer stärkenden Frühstückstour ging’s direkt weiter ins Hanok-Dorf Bukchon. Online hatte ich im Vorfeld immer wieder gelesen, dass das Viertel vielleicht ein wenig überbewertet sei – aber ganz ehrlich: Wir hätten definitiv etwas verpasst, wenn wir nicht hingefahren wären. Das Viertel ist bekannt für seine traditionellen koreanischen Häuser (Hanoks), die zwischen den Palästen Gyeongbokgung und Changdeokgung eingebettet sind. Viele Besucher leihen sich hier ein Hanbok (traditionelle Kleidung), um damit durch die historischen Gassen zu schlendern oder schöne Fotos zu machen. Das erklärt wohl auch die hohe Dichte an Hanbok-Verleihern und -Shops. Was uns aber überrascht hat: Zwischen all den Hanoks gibt es moderne Boutiquen, charmante Cafés, Michelin-empfohlene Restaurants und sogar Flagship-Stores von Marken wie Superdry oder New Balance. Für einen Moment kam es mir vor wie ein authentisches Wertheim Village, nur eben mit historischem Flair – nicht künstlich, sondern echt gewachsen. Natürlich haben wir auch ein kleines Souvenir mitgenommen: Socken mit Smileys 😄 Anschließend wollten wir uns noch die Wachablösung am Gyeongbokgung-Palast anschauen. Ich muss ehrlich sagen: Ich fand’s eher enttäuschend. Männer mit aufgeklebten Bärten und bunten Gewändern standen minutenlang ziemlich regungslos herum, während gelegentlich einer auf eine große Trommel schlug. Nach ein paar Minuten war für uns klar: Das ist nichts, was wir uns bis zum Ende anschauen müssen 😅
An unserem letzten Tag wollten wir unbedingt noch ein paar Dinge abhaken, die auf unserer persönlichen To-do-Liste standen. Für Ramona bedeutete das: Shoppen, shoppen, shoppen. Für mich ganz klar: Bulgogi essen! Die perfekte Lösung? Ein Besuch in einer Mall, in unserem Fall: Doota Mall, denn die vereint beides wunderbar. In jeder größeren Mall in Seoul gibt es nicht nur unzählige Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch einen gut ausgestatteten Foodcourt. Und in jedem koreanischen Foodcourt findet man – natürlich – Bulgogi. Neben Kimchi und Bibimbap zählt Bulgogi zu den bekanntesten Nationalgerichten Koreas: zart mariniertes Rindfleisch, meist mit Sojasauce, Sesamöl, Knoblauch, Zwiebeln und einem Hauch Zucker gewürzt, und dann gegrillt oder gebraten. Ich werde das auf jeden Fall in Deutschland nachkochen!
Nach all den vielen Unternehmungen haben wir erst einmal eine Verschnaufpause im Hotel eingelegt – und ja, auch um die ganzen Shopping-Tüten loszuwerden. Nach einem kurzen Powernap wurde uns aber schnell bewusst: Da waren ja noch ein paar To-dos auf unserer Liste!
Also: Namsan Tower – check!
Korean Fried Chicken essen – check!
Fountain Show an der Banpo-Brücke – leider gestrichen.
Angeblich wegen schlechtem Wetter, auch wenn es für uns gar nicht so dramatisch wirkte. Trotzdem haben wir uns erneut auf den Weg gemacht – diesmal zum Namsan Tower. Oben angekommen, auf dem Namsan-Berg, waren wir uns schnell einig: Die Aussicht vom Berg aus reicht völlig. Wir haben auf den Besuch der eigentlichen Aussichtsplattform verzichtet (auch wenn der Tower natürlich ein Wahrzeichen Seouls ist) – Geld gespart, Fotos trotzdem gemacht. Win-win 😄 Danach ging es für uns weiter ins weltbekannte Itaewon-Viertel, das wir zwar auf dem Schirm hatten, das uns dann aber doch positiv überrascht hat. So lebendig und international! Überall Bars, Clubs, Restaurants, Cafés – und Menschen aus aller Welt. Vor allem junge Leute, die das Leben feiern. In der einen Ecke gab’s Crêpes, in der anderen Philly Cheesesteaks, ein DJ hat in einer Bar live aufgelegt, und die Stimmung war einfach genial. Wer in Seoul ausgehen will, darf Itaewon auf keinen Fall verpassen – genauso wenig wie das Korean Fried Chicken bei Puradak Chicken. Ich hatte noch nie so gutes Fried Chicken: Knusprige Panade, saftiges Hähnchen – einfach nur 🤤🤤!
