Tag 12 Osaka -> Tag 1 Seoul
Liebe Reise-Fans, Während ich das hier schreibe, sitzen wir schon im Flieger nach Seoul/Incheon. Heißt: Heute Morgen lief alles glatt – und ich muss sagen, so eine Übernachtung...


Veröffentlicht: 16.06.2025






















Hallo liebe Kimchi-Fans,
Die erste Nacht in Seoul verlief geschmeidig – wir haben super geschlafen und wurden morgens direkt mit einer Wahnsinns-Aussicht auf die langsam erwachende Stadt belohnt. Der Blick aus dem 17. Stock ist atemberaubend. Wir haben uns morgens ordentlich Zeit gelassen und sind gegen 10 Uhr raus – natürlich mit dem Ziel, etwas zum Frühstück zu finden. Schon vor der Reise haben wir öfter gehört, dass das Thema Frühstück in Südkorea… sagen wir mal… speziell ist. Und ja, das stimmt: Klassische Frühstücksgerichte wie Müsli, Croissant oder Brötchen mit Marmelade gibt’s in der koreanischen Esskultur eigentlich nicht. Stattdessen gibt’s morgens oft genau das, was es auch mittags oder abends gibt – Kimchi, Reis, Suppe. Aber: Die westlichen Frühstücksgewohnheiten haben in Seoul inzwischen gut Fuß gefasst. Cafés und Bäckereien gibt es mittlerweile einige – und genau so eins haben wir auch gefunden. Es gab Scones, Croissants, Madeleines und Baguette-Brötchen.
Im Anschluss ging’s direkt weiter zum Namdaemun-Markt – einem der traditionellsten und ältesten Märkte in ganz Seoul. Und hier gibt es: Kleidung, Taschen, Schuhe, Haushaltswaren, Spielzeug – praktisch alles. Und natürlich darf das bekannte koreanische Streetfood nicht fehlen: Kalguksu, Hotteok, Mandu, Gimbap, Tteokbokki, Sundae... (aber dazu später mehr – wir haben uns heute auf jeden Fall ordentlich gegönnt 😄, nur waren wir beim Marktbesuch noch ziemlich satt vom Frühstück).
Auf dem Namdaemun-Markt haben wir uns übrigens auch noch einen kleinen Koffer zugelegt - natürlich für Produkte mit denen wir uns im Anschluss eingedeckt haben, bzw. Ramona. In Südkorea gibt es eine extrem beliebte Drogerie- und Beauty-Kette namens Olive Young. Und dank diverser Netflix K-Dramas hatte Ramona schon lange den Plan, dort sämtliches Beauty-Kram zu kaufen. Aber wir sind natürlich nicht einfach in irgendeine Filiale gegangen – nein, wir sind direkt zum Olive Young Flagship Store gepilgert. Ganze eineinhalb Stunden haben wir dort verbracht und sind 100€ ärmer wieder raus. Für mich persönlich war das eher ein Albtraum, für Ramona hingegen das reinste Paradies und ein Ort purer Euphorie.
Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel, um unsere Einkäufe loszuwerden, stand wieder ein wenig Kultur auf dem Plan. Ziel war das Kimchi-Museum – nur leider hatte das montags geschlossen. Irgendwie bekomme ich das mit den Öffnungszeiten immer noch nicht ganz auf die Kette 😅 Zum Glück liegt das Museum nicht weit vom Gyeongbokgung entfernt – dem „Palast der strahlenden Glückseligkeit“ und einem der bedeutendsten historischen Orte Südkoreas. Der Palast gilt als eines der zentralen Wahrzeichen Seouls. Und obwohl er so symbolträchtig ist, zählt er nicht zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Grund ist simpel: Der Palast wurde im Laufe der Geschichte mehrfach zerstört und wiederaufgebaut – dabei ging ein Großteil der historischen Authentizität verloren. Der Eintritt aufs Palastgelände kostet umgerechnet 2 Euro – und wer in traditioneller Hanbok-Kleidung erscheint, kommt kostenlos rein. Und tatsächlich sieht man dort viele Menschen in diesen farbenfrohen Gewändern – nicht nur Einheimische, sondern auch zahlreiche Touristinnen und Touristen, die sich Hanboks vor Ort ausleihen. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es nur am freien Eintritt liegt – die Outfits sehen sehr feierlich aus und manche erinnern mich irgendwie an Hochzeitskleidung 😅
Nach all den Erlebnissen meldete sich schließlich auch unser treuester Reisebegleiter: der Hunger. Und wo stillt man den besser als auf dem legendären Gwangjang Market? Ein Paradies für Streetfood-Fans – nicht umsonst wurde dieser Ort schon in Netflix-Dokus gefeiert (u. a. bei Street Food Asia) und auh Deliziös war hier (auf den Spuren von Deliziös III). Also nichts wie hin – und was soll ich sagen? Wir sind komplett eskaliert. Ein Stand nach dem anderen, eine Köstlichkeit jagte die nächste. Wir haben uns einmal quer über den Markt gefuttert – seht selbst! 😄
