Tag 4 in Südkorea - Busan
Liebe Kimchi-Fans, Heute stand sie endlich an: unsere langersehnte Reise nach Busan! Inzwischen sind wir richtig in Korea angekommen, daher war die Aufregung diesmal erstaunlich...


Veröffentlicht: 19.06.2025





















Liebe Reise-Fans,
Unser zweiter Tag in Busan begann ziemlich früh – das Zimmer lässt sich leider nicht abdunkeln und ist zudem recht hellhörig. Spoiler vorweg: Morgen geht es für uns schon wieder zurück nach Seoul, weil es uns dort einfach besser gefallen hat und wir die letzten Urlaubstage möglichst entspannt genießen möchten.
Aber natürlich wollten wir Busan nicht einfach so abhaken – also nutzten wir den frühen Morgen, um noch möglichst viel von der Stadt zu sehen. Erster Stopp: der Jagalchi-Markt, der größte und wohl bekannteste Fischmarkt Südkoreas. Hier bekommt man wirklich alles, was das Meer hergibt – ob roh, gegrillt, fermentiert, getrocknet oder sogar noch lebendig. Es gibt zahlreiche Restaurants, in denen man sich den frisch gekauften Fisch direkt zubereiten lassen kann. Aber ganz ehrlich – so früh am Morgen war uns dann doch nicht nach gegrilltem Oktopus oder rohem Seeigel 😄
Nach dem kleinen Abenteuer auf dem Markt ging’s weiter zum Gamcheon Culture Village, dem sogenannten Kulturdorf von Busan. Das Viertel liegt auf einem Hügel – glücklicherweise fährt ein Bus dorthin, was Ramona ziemlich erleichtert hat 😄 Oben angekommen wurden wir direkt mit einem fantastischen Ausblick auf das bunte Viertel belohnt. Ursprünglich wurde das Gamcheon-Viertel in den 1920er Jahren als Wohnsiedlung für Arbeiter erbaut – Tourismus war hier lange Zeit kein Thema. Doch 2009 entschied sich das südkoreanische Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus, das Viertel im Rahmen eines Stadterneuerungsprojekts in ein Kunst- und Kulturviertel zu verwandeln. Künstler und Anwohner machten mit – sie bemalten Hauswände, gestalteten Gassen, errichteten Skulpturen und kreative Installationen. Das Ziel: die Lebensqualität für die Bewohner steigern und gleichzeitig Kultur und Tourismus fördern. Und das Konzept ist voll aufgegangen - Wir (und gefühlt hunderte andere Tourist:innen) schlenderten begeistert durch die bunten, verwinkelten Gassen. So viele Farben, so viele Fotospots und Ausblicke – wir hatten schnell eine ganz andere Meinung über Busan!
Nach dem vielen Herumlaufen machte sich dann doch der Hunger bemerkbar – und wie es der Zufall wollte, entdeckten wir ein kleines, charmantes Lokal im Viertel. Dort haben wir die Gelegenheit genutzt, um endlich mal Gimbap zu probieren. Für alle, die es nicht kennen: Gimbap sieht zwar auf den ersten Blick aus wie Sushi, schmeckt aber deutlich anders. Zum einen ist es häufig vegetarisch, manchmal mit Fleisch, aber nur selten mit rohem Fisch. Zum anderen isst man Gimbap ohne Sojasauce oder Wasabi, da die Zutaten in der Regel bereits gut gewürzt sind und der Reis oft mit Sesamöl verfeinert wird. Unser Fazit: Wir würdens wieder essen! 😊
Der Tag war damit aber noch lange nicht vorbei. Wir sind zunächst wieder hinunter ins Viertel gefahren, genauer gesagt zum Songdo Beach, um dort einen weiteren schönen Ausblick auf Busan zu genießen – diesmal aus der Gondel. Vor Ort mussten wir dann aber feststellen: Hmm... für eine fünfminütige Fahrt war uns der Preis doch etwas zu happig 😅. Also haben wir kurzerhand umdisponiert, uns stattdessen mit einem kühlen Getränk an den Strand gesetzt und die Aussicht von unten genossen. Und ja – wir haben wieder gegessen. Diesmal gab’s japanische Ramen, ganz nostalgisch, zur Erinnerung an unsere Zeit in Japan 🤭
Und irgendwann waren auch wir mal satt – also ab ins Museum! Unsere Wahl fiel auf das ARTE Museum, ein digitales Museum, das ganz auf immersive Erlebnisse setzt. Und was sollen wir sagen? Es hat sich absolut gelohnt! Die Kombination aus Licht, Klang und digitaler Kunst schafft eine richtig besondere Atmosphäre – aber seht am besten selbst. 👇