Tag 5 in Südkorea - Busan
Liebe Reise-Fans, Unser zweiter Tag in Busan begann ziemlich früh – das Zimmer lässt sich leider nicht abdunkeln und ist zudem recht hellhörig. Spoiler vorweg: Morgen geht es...


Veröffentlicht: 20.06.2025











Liebe Kimchi-Fans,
Heute Morgen hatten wir nur ein Ziel: zurück nach Seoul! Dafür sind wir um 6 Uhr aufgestanden und saßen bereits um 8 Uhr im Zug. Gefühlt haben wir um 08:05 Uhr schon gepennt – also quasi nach Seoul gebeamt 😎 Und was soll ich sagen: Trotz Regen waren wir bei der Ankunft richtig happy. Kurz ins Hotel, Sachen ablegen, Handy aufladen, umziehen – und direkt wieder rein ins Stadtgetümmel. Allerdings wurde der Regen so heftig, dass wir sogar Warnmeldungen von der südkoreanischen Regierung aufs Handy bekamen. Als wir losliefen, waren wir noch naiv genug zu glauben, dass es bald aufhört – also keinen Schirm mitgenommen.
Großer Fehler.
Am Ende standen wir klitschnass an der Bushaltestelle, als plötzlich ein Koreaner Erbarmen hatte und uns einfach einen Regenschirm schenkte. Ramona war total gerührt – und fühlte sich darin bestätigt, dass die Rückkehr nach Seoul genau die richtige Entscheidung war.
Wie auch immer – auf der Flucht vor dem Regen sind wir kurzerhand ins Kimchi-Museum geflüchtet! Und ganz ehrlich: Ich fand’s richtig gut. Interessant zu erfahren, wie sehr die Zubereitung von der Jahreszeit abhing. Im Sommer etwa wurde wegen der Wärme schneller fermentiert, während im Winter eher lagerfähiges Kimchi zubereitet wurde – je nach Saison eben mit unterschiedlichem Gemüse. Das wohl bekannteste: Baechu-Kimchi mit Chinakohl, das traditionell im Winter gemacht wird. Besonders beeindruckt hat mich das Thema "Gimjang" – das ist eine traditionelle Praxis, bei der im Spätherbst große Mengen Kimchi zubereitet werden, um die Familie über den Winter zu versorgen. Diese Tradition ist so bedeutend, dass sie sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde – offiziell unter dem Titel "Kimjang: Making and Sharing Kimchi". Unterm Strich: Wir waren total happy mit dem Museumsbesuch – auch wenn wir leider nicht am Kimchi-Kurs teilnehmen konnten (der nächste findet leider erst nach unserer Abreise statt).
Im Anschluss sind wir erneut zum Gwangjang Market gepilgert – nach dem Besuch im Kimchi-Museum verspürten wir irgendwie den Drang, Kimchi nicht nur zu studieren, sondern auch zu essen 😄 Gesagt, getan! Und zwar nicht irgendwo, sondern direkt am Stand von Gohyang Kalguksu – besser bekannt als der „Netflix-Lady“-Stand aus der Serie Street Food: Asia. Dort haben wir nicht nur fantastisches Kimchi bekommen, sondern auch Mandu (Dumplings) und Kalguksu, handgeschnittene Weizennudeln in einer herzhaften Brühe. Insgesamt ein absolut gelungener Besuch.
Über eine Sache wollte uch noch schreiben, das viele vielleicht schon mal gehört haben: In Südkorea gibt es tatsächlich ein Gericht mit lebendigem Oktopus, oder besser gesagt, mit frisch zerschnittenem Oktopus, der sich beim Servieren noch bewegt. Das Ganze nennt sich San-Nakji: „san“ bedeutet „lebendig/frisch“, „nakji“ ist der Begriff für kleinen Oktopus. Dabei wird der Oktopus direkt vor dem Servieren kleingeschnitten – so frisch, dass sich die Tentakel durch Restnervenbewegung weiter zucken. Serviert wird er mit Sesamöl, geröstetem Sesam und einer Essig-Chili-Soße. Wir selbst haben es nicht gegessen, aber ein paar Touris dabei beobachtet, die sich getraut haben. Es wird lediglich darauf hingewiesen, die Tentakel lange zu kauen, bevor man sie runterschluckt – sonst besteht die Gefahr, dass sie sich im Rachen festsaugen. Ein Grund mehr San-Nakji nicht zu essen 😅
