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Tag 6 - Kyoto

Veröffentlicht: 09.06.2025

Sehenswert
Life
Kyoto, Japan
Attraktion
Fushimi Inari Shrine
Kyoto, Japan
Attraktion
Gion
Kyoto, Japan
Attraktion
Hōkan-ji Temple (Yasaka Pagoda)
Kyoto, Japan
Attraktion
Kiyomizu-dera
Kyoto, Japan
Essen
551 HORAI
$ · Mittagessen
Essen
Momoyama
ramen · $ · Mittagessen

Hallo liebe Reise-Fans,

Irgendwie war heute so ein klassischer Touri-Tag, weil wir eine Sehenswürdigkeit nach der anderen besichtigt haben. 

Der Tag begann früh. Obwohl ich meinen Wecker ausgestellt habe, wurden wir trotzdem geweckt – denn Ramona hat ihren Wecker nicht ausgestellt. Sie behauptet steif und fest, wir hätten das gemeinsam so abgesprochen. Daran kann ich mich nicht erinnern! Also waren wir am Pfingstmontag ziemlich unchristlich früh wach – so gegen halb neun. Ist aber okay, denn: Erstmal gemütlich zum Supermarkt. Der Laden heißt 'Life' und war richtig gut sortiert – und wir haben uns mit Thunfisch-Mayo-Onigiris eingedeckt. Für alle, die’s nicht kennen: Das sind prismenförmige Reisbälle mit Füllung, umwickelt von einem Streifen Seetang – und ja, klingt wild, ist es auch. Vor allem zum Frühstück. Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass selbst Japaner das frühstücken. 😅

Onigiri verpackt
Onigiri unverpackt, mussten wir selbst wickeln
Onigiri Füllung Mayo-Thunfisch
Der Supermarkt unseres Vertrauens - es war teilweise eine ziemliche Reizüberflutung da zu shoppen. So viele uns neue Produkte und man merkt wie viel Wert auf Frische gelegt wird - als wir drin waren wurden z.B. gerade die Sepien in die Theke gelegt. Siehe nächstes Bild
Frische Sepien

Im direkten Anschluss sind wir zum Inari Shrine im Stadtteil Fushimi gefahren - einen der wichtigsten und ikonischsten Shinto-Schreine in ganz Japan. Bekannt für seine tausenden von Torii-Tore, was ein unglaublich fotogenes und spirituelles Erlebnis bietet, wären da nicht zugleich die tausend anderen Touristen 😃 Ein Torii zeigt an, dass man nun einen Ort betritt, an dem die Kami (Götter/Geister im Shintoismus) gegenwärtig sind. Der Durchgang durch ein Torii soll die Menschen geistig reinigen und sie darauf vorbereiten, einem Gott mit Respekt zu begegnen. Wie auch immer, die Torii-Tore wurden größtenteils von Spendern (meist Unternehmen oder Einzelpersonen) gestiftet, um Glück und Erfolg zu erbitten. Und die Farbe rot steht für Schutz vor bösen Geistern und Reinigung. Das Datum der Aufstellung sowie oftmals der Name des Spenders oder Unternehmens stehen übrigens vertikal auf der Rückseite jedes Torii-Tors drauf.

Der Anfangsbereich vom Shrein, den man direkt von der U-Bahn-Station anläuft

Spender des rechten Torii-Tors ist ein Ramen-Restaurant namens „Momoyama“ aus der Präfaktur Kanagawa in Japan - falls ich einrn Lieblingstorbogen wählen müsste, wäre es dieser hier 😃

Und nein, wir sind nicht bis ganz nach oben gewandert 😅

Wie es sich für einen typischen Touri-Tag gehört, sind wir direkt im Anschluss zur nächsten Touri-Attraktion weitergezogen – in unserem Fall nach Gion, eines der bekanntesten Geisha-Viertel Japans. Berühmt ist es für seine gut erhaltenen Machiya – das sind traditionelle Stadthäuser. "Wahre" Geishas haben wir heute allerdings kaum  gesehen – stattdessen eine Menge Touristen in Kimonos. Und ganz ehrlich: Der Vergleich ist wahrscheinlich schräg, aber mich hat das irgendwie an München erinnert, wo Touristen in Dirndl und Lederhose durch die Gegend laufen 😄 Traditionel gesehen sind Geishas professionelle Künstler, die sich auf traditionelle japanische Künste wie Tanz, Musik, Konversation und Teezeremonie spezialisiert haben. Die einzelnen Ecken und Spots im Viertel waren definitiv ziemlich sehenswert.

Das historische Viertel
Hōkan-ji Temple (Yasaka Pagoda) Auf dem Weg Richtung Kiyomizu-Dera
Japanischer Arbeitsschutz - oben ein Thermometer, unten eine Tafel die die Temperatur einordnet
Kiyomizu-Dera
Blick auf Kyoto vom Kiyomizu-Dera
Eine glückliche Ramona
Die Legende besagt: wenn man diesen Matcha-Brunnen komplett trinkt, mutiert man zum Hulk

Und wenn Ramona ein Matcha-Eis bekommt, kann ich natürlich nicht einfach danebenstehen und sabbernd zusehen. Also hab ich die Gelegenheit genutzt und mir einen fucking original Kobe-Beef-Spieß gegönnt. Bam! Saftig wie sonst was – und dieser Fleischgeschmack? Phänomenal! 

Die Bronze-Statue als eine Art Zertifikat
Wir waren Zeugen des göttlichen Wertschöpfungsprozesses
Und hier das saftige Stück Glück von der Hochrippe des hochverehrten Rindes

Nach all den Appetizern – und natürlich den vielen gelaufenen Kilometern – hatten wir erst recht Hunger. Also ab zum Osaka Bahnhof, direkt zu 551 HORAI, einer legendären Kette aus der Kansai-Region. Die werben damit, ihren Dumpling-Teig täglich frisch zu kneten und in der Füllung – neben unmenschlich viel Schweinefleisch – satte vier Tonnen Zwiebeln täglich zu verarbeiten. Kein Witz. Ramona und ich haben den Knetprozess der Dumpling-Meister leicht sabbernd durchs Schaufenster beobachtet und können feierlich bezeugen: Diese Dumplings stammen aus 100 % Menschenhand – und schmecken ausgezeichnet!

Hier die knetenden Götter
Unsere beiden Bestellungen wurden in edlen Pralinenschachteln übergeben

Nikuman (Pork Buns)
Ein saftiger Traum - so heiß, dass man fast schon pusten musste
Da wir schon am Bahnhof waren sind wir gleich zum Skywalk über dem Bahnhof hochgegangen
Blick vom Skywald auf Kyoto

Gesättigt und glücklich sind wir direkt im Anschluss noch shoppen gegangen. Oder besser gesagt: Ramona ist shoppen gegangen und ich wurde zwei volle Stunden lang heldenhaft durch die Läden geschleift. Angeblich soll Shopping ja auch Kalorien verbrennen. Als Belohnung gab's dann noch Abendessen – und danach sind wir glücklich, platt und mit zwei Tüten neuer Klamotten und Kosmetik zurück ins Hotel.

Sind im Durchschnitt geblieben - die Treppen waren heute erneut die Hölle


Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Begleitung
Zu zweit (2)
KulturellKulinarisch
  • Fushimi Inari Shrine
  • Gion
  • Kiyomizu-dera
  • 551 HORAI
  • Kobe-Beef-Spieß
StadtKulturEssenGeschichteArchitektur
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Antworten (3)

vor etwa 1 Jahr
Hallöchen, lieber Vali! Nachdem Mama so begeistert von deinen Japan-Blogs geschwärmt hat, musste ich natürlich selbst einmal reinschauen – und was soll ich sagen: Ich bin völlig begeistert! 🌻✨ Auch wenn ich nicht unter jedem einzelnen Beitrag etwas kommentiert habe, kannst du dir sicher sein, dass ich wirklich jeden gelesen habe – und das mit großer Freude, haha~! Deine Art zu schreiben ist einfach wunderbar lebendig – man spürt in jedem Wort, wie sehr dich all die kleinen und großen Eindrücke berühren. Diese Fähigkeit, sich für die Schönheit des Lebens zu begeistern, ist etwas ganz Besonderes. Und es ist wirklich etwas Schönes, durch deinen Blog die Welt ein Stück weit mit deinen Augen sehen zu dürfen. Oder um es mit Thoreau zu sagen: „Es kommt nicht darauf an, was du siehst, sondern wie du es siehst.“ Und du siehst die Welt mit einem Blick, der andere mitnimmt und inspiriert. Ich freue mich schon sehr darauf, eure Reise weiterhin durch deine Texte mitverfolgen zu dürfen und danke dir von Herzen, dass du uns so liebevoll daran teilhaben lässt. Ganz liebe Grüße Layn

Usagileinvor etwa 1 Jahr
Schöner hätte das meine Tochter nicht schreiben können. Kann ich zu 100 % so bestätigen 💕. Aber Vali der München Vergleich ~ ich kann nicht mehr 🤣!!! Und die Nikuman von Horai, ich bin so neidisch 😍!

Valeriusvor etwa 1 Jahr
Danke liebe Layn für deinen Blumenstrauß an lieben Worten. Und danke Usagilein für den japanischen Namen der Pork Buns - hab das gleich eingefügt

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