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Im Rekordschneckentempo

Weihnachten in Badehose

Von Gjirokastra geht es diesmal etwas leichter nach Ksamil. Ksamil befindet sich in Südalbanien am Meer mit Blick auf die gegenüberliegende griechische Insel Korfu und ist wunderschön. Es ist ein kleines Dorf, welches im Dezember sehr verschlafen wirkt. Die Restaurants und Hotels für die Touristen sind geschlossen und nur die Supermärkte und einzelne Kaffees haben offen. Wir stolpern aus dem Bus und fühlen uns genau richtig hier - es ist das, was wir gesucht haben und jetzt brauchen um uns zu erholen. Mit unserem Appartement haben wir ebenfalls Glück: es ist eine moderne 2-Zimmerwohnung mit zwei sonnigen Balkonen, einer warmen Klimaanlage und einem zusätzlichen Heizlüfter, das Frieren ist somit fürs erste vorbei. Dazu scheint jeden Tag die Sonne und es hat um die 16 Grad. Weil wir gemütliche Weihnachten verbringen wollen, bleiben wir eine Woche hier.

An Jakobs Geburtstag brunchen wir auf dem Balkon, schlendern am Strand entlang und laufen über zwei Hügel auf die andere Seite der Halbinsel. Wir begegnen fünf kleinen Hundewelpen, die sehr zutraulich sind und wenn man sie streichelt umkippen, um am Bauch gekrault zu werden. Eine schöne Überraschung erreignet sich danach als wir von einem älteren Mann am Strand gefragt werden, ob wir Kaffee trinken wollen. Wir denken warum nicht, setzten wir uns in sein Cafe. Doch es stellt sich heraus, dass der Mann uns zu sich nach Hause einlädt, wo wir auf seiner Terrasse Platz nehmen, uns seine Frau Kaffee und Mandarinen bringt und wir mit Wortbrocken und Gesten ein unterhaltsames Gespräch mit dem älteren Ehepaar führen, in dem das ein oder andere Missverständnis uns zum Lachen brachte.

Wir schlafen aus, frühstücken auf unserem Balkon und lassen die Seele baumeln. Jeden Tag gehen wir ans Meer und schwimmen eine Runde. Das Wasser ist zwar kalt, doch es ist glasklar und türkis bis dunkelblau, so dass wir einfach hinein müssen. Es wird auch jeden Tag einfacher und wir können länger im Wasser bleiben, danach fühlen wir uns immer so als wären wir in der Sauna gewesen. Weihnachten nicht bei unserer Familie zu sein ist komisch und wir vermissen die jährliche Tradition und die Weihnachtsstimmung. An Heiligabend versuchen wir Raclette ohne Raclettegerät hinzubekommen: wir werfen alles in einen Topf und einen Haufen Käse dazu. Es schmeckt und der Rotwein aus Albanien auch.

Die Strände und das Meer in Ksamil sind ein kleines Paradies. Wir durchwandern den Nationalpark Butrint und schauen uns die archäologische Städte an. Es tut gut das Haus zu verlassen und sofort in der Natur zu sein, ohne viele Autos und Menschenmassen. Auch genießen wir die Stille und unsere Zweisamkeit, denn so schön neue menschliche Begegnungen sind, so schön ist es auch mal wieder seine Ruhe zu haben.

Eine Nacht verbringen wir noch in Saranda, wo wir an der Strandpromenade bummeln und ins Wasser springen und sind froh, dass wir so lange in Ksamil geblieben sind: Saranda ist zugebaut mit Hotels, viel größer, voller und hektischer. Jetzt geht es für uns weiter in die Hafenstadt Durres, wo wir am 27.12. abends auf die Fähre gehen, die uns über Nacht rüber nach Bari, in Italien, bringt. Dort wollen wir noch Couchsurfen, fahren dann am Samstag weiter nach Rom, wo wir am Sonntag auf unsere Familien treffen werden. Wir freuen uns schon sehr alle wieder zu sehen und sind gespannt auf die Tage zu zwölft in unserem Haus in Rom. 

#ksamil#albanien#weihnachten#meer#baden#wandern#saranda

Kommentare

Sabine
Ich freue mich auch sehr, euch in Rom zu sehen!

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