Flair der Chinatown in Saigon und Ankommen in Hue
Den letzten Tag in Saigon wollte ich ruhig angehen. Sehr viel der städtischen Sehenswürdigkeiten hatte ich ja schon abgelaufen, lediglich China-Town wollte ich noch einen...


Veröffentlicht: 04.03.2025































































































Da ich in Hue nur einen vollen Tag eingeplant habe, entschied ich mich - etwas schweren Herzens - beim Versuch des Planens die vielen Sehenswürdigkeiten allein abzugrasen, dann doch für eine geführte Tour; auch wenn ich da immer im Rhythmus der Gruppe mitschwimmen muss. Also wurde ich früh um 8.00 Uhr von "Hi" mit einem größeren Bus in meiner Herberge abgeholt und war der erste im Bus, das hieß dann natürlich, dass ich dabei sein durfte, wie danach sich der Bus einzeln mit illustrer bunter Mischung füllte ...
Von 1802 bis 1945 residierten in Hue die 13 vietnamesischen Kaiser/Könige der Nguyen-Dynastie und machten den Ort zur Hauptstadt Vietnams. Seit 1993 zählt die alte Kaiserstadt Hue zum Weltkulturerbe der UNESCO... und das definitiv nicht zu Unrecht ... Es ging also zunächst auf dieses Areal der alten Kaiserstadt in das Gelände der Zitadelle... Sehr viel innerhalb des Geländes wurde durch die zahlreichen Kriege - insbesondere durch die amerikanische Bombardierung im Vietnam-Krieg im Jahr 1968 - zerstört, aber zum großen Teil danach wieder aufgebaut ... Das Anwesen mit seiner farbenfrohen Gartengestaltung und den vielen verzierten und detailreichen Gebäuden ist sehr beeindruckend. Wir schlenderten also ca. 2,5 Stunden durch das Areal und Hi erzählte uns viel über die Herrscher mit ihren zahlreichen Frauen und Konkubinen, die geschichtliche Einordnung - insbesondere auch zur französischen Kolonialzeit - dem feudalen System aus Königen, Mandarinen und Soldaten etc. ...
Danach ging es in das "Ancient Hue Garden House", eine Gartenanlage eines hohen Beamten mit der Beachtung der Gestaltung der Architektur durch das Feng Shui. Dann ging es zur Thien Mu Pagode neben dem Parfüm-Fluss, d.h. einem buddhistischen Kloster. Mit dem siebenstöckigen Turm, dessen Namen ich schon vergessen habe und ohnehin nicht aussprechen kann, ist diese Pagode die höchste Vietnams. Das Areal mit den kleinen Tempeln und vielen stark verästelten Bäumen, die mich an die alten Bonsai-Bäume in den japanischen Filmen erinnerten, neben dem malerischen Flusslauf ist sehr beeindruckend und ich hätte durchaus länger verweilen können. Aber der Tisch war schon reich gedeckt auf unserem Drachenboot und so gab es auf der Fahrt auf dem Parfümfluss leckere einheimische Köstlichkeiten - für mich natürlich ohne Fisch ...
Nach der Mittagsboottour ging es wieder in den Bus und wir steuerten zunächst das etwas außerhalb gelegene Tu Duc Grabmal an, dann den Foto-Spot auf dem Vong Cahn-Hill und zuletzt ging es zum beeindruckenden Khai-Dihn Grabmahl, wo es noch einmal viele Stufen zu überwinden gab; aber die Aussicht entschädigte ...
Die Sonne brasselte wieder an dem Tag und die Hitze war wieder ganz ordentlich, sodass ich nach der Tour erstmal ganz gut durch war ... Ich habe mir auch wieder einen schönen Sonnenbrand im Nacken zugezogen, der war ja bis vor Kurzem noch haarbedeckt geschützt und somit nicht vorgebräunt. In diese Falle bin ich ohne Sonnenschutz wieder einmal schön getappt ...
Nach zwei Stündchen Relaxen habe ich mich dann noch einmal auf Futtersuche begeben und mich etwas in das feierfreudig-bunte Nachtleben der Stadt gestürzt ...
