16. Tarquinia und das UNESCO Weltkulturerbe
Welch schöner Zufall, dass ich zum Ende meiner Reise noch diesen wunderschönen, kulturhistorisch bedeutsamen Ort gefunden habe: Tarquinia und die Nekropole von Monterozzi, ein...


Veröffentlicht: 01.05.2025











Heute ist der letzte Tag meiner Wanderreise und ich habe mich zum Abschluss ganz und gar dem Meer gewidmet. Auch wenn die Reise eine andere Wendung genommen hat, als geplant. Ich konnte in den letzten Tagen noch wunderschöne Dinge entdecken.
Meine Unterkunft in Civitavecchia ist perfekt gelegen, 2 Minuten zum Bahnhof, 1 Minute zum Strand. Nichts für Wanderfreunde, aber es finden sich doch immer das eine oder andere nette Plätzchen In der Stadt und tolle Ziele ins Hinterland.
Civitavecchia wurde vor 1945 fast dem Erdboden gleich gemacht. Und was der Krieg nicht zerstören konnte, hat der Städtebau in den folgenden Jahrzehnten erledigt. Heute ist der Hauptwirtschaftszweig der Hafen, insbedondere die Luxusliner die hier täglich anlegen.
In erster Reihe, die Strandprommenade, mit dem sehr sauberen Wasser und eleganten Wegen und Bänken aus weißem Travertin (und das sichtbare Bemühen, die Reste der historischen Stadt zu kultivieren). In zweiter Reihe folgen die Geschäfte mit allerelei Nutzlosem. In dritter Reihe findet man die typischen Straßenzüge italienischer Städte, reizvoll aber leider reichlich heruntergekommen. Die Hälfte der Läden, so sieht es aus, haben sich lange schon von ihrer einstigen Bestimmung verabschiedet. Geschlossene, ramponierte Rollos ist alles, was davon geblieben ist.
Noch weiter vom Stadtzentrum entfernt wird es richtig trist. Hier sind viele Gebäude aus den 1950er bis 1970er Jahren, die von Anfang an nicht ansprechend waren und heute der Verelendung preisgegeben sind.
Noch etwas weiter den Berg hinauf, hat man Neubaugebiete geschaffen, mit mehreren Riegeln aus 4- und 5-stöckigen Wohnhäusern. Eine seltsame Art der Städteplanung.
Tagsüber fluten Menschen aus den Luxusliner die Stadt. Es sind Menschen aus der ganzen Welt, wie ich festgestellt habe. Klingt nach viel Trubel, aber irgendwie verteilen sich die Leute. Abends um 19.00 Uhr müssen die Reisenden an Board. Danach gehört die Stadt wieder den Einheimischen, und sie bekommt gleich eine ganz andere Note.
Morgen geht es sehr früh mit dem Zug nach Rom. Ich werde mich hier noch ein bisschen umschauen und dann hoffen, dass mein Liegewagen mich zuverlässig nach Hause bringt.
