15. Es geht kein Weg nach Marinella
Für heute steht eine Wanderung nach Marinella auf dem Programm. Einen Fußweg abseits der Via Aurelia, des Bahngleises und der Autobahn zu suchen, das ist meine Aufgabe an diesem...


Veröffentlicht: 30.04.2025








Welch schöner Zufall, dass ich zum Ende meiner Reise noch diesen wunderschönen, kulturhistorisch bedeutsamen Ort gefunden habe: Tarquinia und die Nekropole von Monterozzi, ein UNESCO Weltkulturerbe.
Ich habe es nun endlich aufgegeben, hier nach Wanderwegen zu suchen, es gibt einfach keine, nur stark befahrene Straßen. Also habe ich mich mit dem Bus auf den Weg nach Tarquinia gemacht. Mit wieder neuen Erkenntnissen zu Bustarifen. Dazu komme ich später. Viel wichtiger sind die Eindrücke aus dieser interessanten Stadt.
1827 wurde auf einer Anhöhe nahe Tarquinia ein Baronengrab mit etruskischer Malerei entdeckt. Mittlerweile sind 25 bedeutsame Grabstätten freigelegt und für Besucher zugänglich gemacht worden. Die altesten Gräber werden auf die Zeit um das 6. Jhr. v. Chr. datiert.
Die Gräber wurden in den Fels gehauen und wie kleine Häuschen ausgestattet. Sie enthalten zum großen Teil noch gut erhaltene Fresken auf dünnem Putz. Man sagt, diese Gräber seien das größte Zeugnis antiker Malerei vor der Römerzeit.
Sarkophage aus Kalkstein mit der Darstellung der bestatteten Personen und andere Artefakte kann man im Archäologischen Museum in Tarquinia besichtigen.
Darunter sind auch zwei aus Terrakotta gefertigte geflügelte Pferde aus dem 4. Jhr. v. Chr. Die Darstellung war Teil des "Altars der Königin" in einem Tempel, dessen Fundamente im Bereich der antiken Besiedelung stehen.
Auch ein Spaziergang durch die mittelalterliche Stadt ist eine Bereicherung. Die Liste der historischen Bezüge und die Sehenswürdigkeien ist lang.
Wer in die Gegend kommt, sollte diesen kunsthistorische bedeutsamen Ort unbedingt mit ins Programm nehmen.
Meine Recherchen zu den Geheimnissen des Bustransfers haben mich nur ein kleines Stück weitergebracht
Regel Nr. 1: Gibt es einen Tabacchi, unbedingt nach Bustickets fragen.
Regel Nr. 2: Nicht mehr alle Tabacchis führen Bustickets.
Regel Nr. 3: im Tabacchi kostet ein Busticket für eine Strecke bis 20 Kilometer 1,30 Euro.
Regel Nr 4: Muss man im Bus bezahlen, (weil es im Tabacchi keine Tickets gibt oder weil man nicht gefragt hat), kostet dasselbe Ticket 7,00 Euro.
Regel Nr. 5: Wechselgeld gibt es im Bus keins zurück.
Regel Nr. 6: In manchen Bussen kann man (in der Theorie) mit der Visakarte oder der Girokarte bezahlen. Die Erfolgsquote ist dabei sehr gering, wie ich festgestellt habe.
Mein Tipp für alle, die auf ihrer Italienreise immer wieder einmal den Bus benutzen wollen: daheim schon mal einen Account bei omio erstellen. Zuverlässige Buspläne gibt es bei rom2rio.
Oder noch besser: bucht, wenns geht, einen Zug mit DE-trenitalia. Das kostet immer gleich wenig und klappt prima (wenn man mal vom Bahnsteigwechsel in Santa Marinella absieht).
