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07.11. Gold im Überfluss

Veröffentlicht: 07.11.2018

Wie angekündigt widmeten wir uns heute ein wenig der kulturellen Seite Ninh Binhs, da wir gestern schon die umwerfende Natur dieses Gebietes bewundern konnten.

Wir machten uns also für eine dreiviertel Stunde mit den Fahrrädern auf den Weg und besuchten den Bai Dinh Tempelkomplex.

Die Pagode der Anlage ist bereits sichtbar

Ursprünglich gab es dort nur einen sehr kleinen „Old Temple“ in einer Höhle, die damit sehr mysteriös und behaglich wirkte. Neben zwei Anordnungen von Buddha-Statuen gab es einen kleinen von Drachen bewachten Höhlensee über dem viele Fledermäuse kopfüber von der Decke schliefen.

The Old Temple

Anfang des jetzigen Jahrhunderts wurde zudem vor dem Berg mit dem „Old Temple“ die größte Tempelanlage Vietnams gebaut, die sich über 700 Hectar erstreckt und auf der sich mehrere prunkvolle Tempel hintereinander mit Blick auf den dortigen See anreihen. In jedem dieser Tempel wurde man von dem gesamten Gold erschlagen, denn es gab immer mindestens eine riesige goldene Statue, die auf einen hinunter schaute. 

Tiere flakieren hier stets die Eingänge


Die Statuen der drei Haupttempel

An allen Wänden der großen Tempel und an einer Mauer, die das gesamte Hauptareal eingrenzte, zogen sich mehrere Reihen von Buddhas übereinander entlang. Bei der schieren Größe der Anlage will man sich die Anzahl dieser kleineren Stauen gar nicht ausmalen...

Pro Nische ein Buddha

Neben den drei großen neuen Tempeln gab es außerdem einen Glockenturm in der Mitte des Komplexes mit einer 36 Tonnen schweren Glocke, folglich das Gewicht eines LKWs. Außerdem stand eine große Pagode, die wohl höchste in Südostasien, auf der Anlage, die mit ihrer unfassbaren Größe schon bereits von weitem sichtbar war. Auch konnte man von weitem eine große Statue auf einem hohen Podest sehen, die die gesamte Anlage und die umliegende Region des Sees überblicken und überwachen konnte.

Glocke mir Glockenturm

Das Innere der Pagode
Die hohe Statue

An der bereits angesprochenen Mauer mit den vielen eingelassenen Buddhas standen darüber hinaus unzählige weitere steinerne Statuen, die alle verschieden waren, sodass es schon beeindruckend genug war nur diesen langen Gang um das Gelände herum zu gehen und sich die Statuen im Vorbeigehen anzuschauen. Alle diese matten Statuen hatten dabei übrigens poliert glänzende Bäuche, Hände und beziehungsweise oder Füße, da es nach dem buddhistischen Glauben Glück bringen soll diese Körperteile zu berühren und somit jeder, der an den Statuen vorüber kommt, darüber streicht.


Die glänzend polierten Körperpartien

Da das Gelände so groß war verbrachten wir gut dreieinhalb Stunden zu Fuß bei diesen Bai Dinh Tempeln. Als wir dann weiterfahren wollten, spielte das Wetter das erste Mal auf der Reise (seit heute sind wir genau einen Monat weg) nicht mit und es goss ungefähr zwei Stunden aus vollen Eimern. Eigentich wollten wir uns noch die Ancient Capital anschauen, die einstige zwischenzeitliche Hauptstadt Vietnams von der noch ein paar vereinzelte Tempel und Häuser stehen. Allerdings war es nach dem Regen, den wir in einem Restaurant abwarteten, schon recht spät und wir wussten auch nicht wie lange der Ort geöffnet bleibt, denn das meiste schließt hier schon um 17 Uhr. Da wir auch kein Licht am Fahrrad hatten, es ab halb 6 hier schnell sehr dunkel wird und es sich dieser Zeit bereits näherte, beschlossen wir den Weg zurück zum Hostel anzutreten, um dort in Ruhe den letzten Tag in Ninh Binh ausklingen zu lassen. Morgen geht es dann früh weiter auf die Insel Cat Ba von der aus es zu der berühmten Halong Bay als Ausflug gehen soll. 

Wiedereinmal herzlichen Dank für nun einen Monat Bloglesen, es ist immer schön zu merken, dass meine Zeit hier immernoch jemanden interessiert und sich für das Lesen Zeit genommen wird.

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