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#4 BALKANREISE 2019 - BUCHT VON KOTOR | PERLE DER ADRIA IST UNTERTRIEBEN

Veröffentlicht: 08.05.2023

Los ging es also in Richtung Bucht von Kotor. Über die Bucht von Kotor haben wir bisher nicht viel gehört. Als wir es Freunden erzählten, wohin uns unsere Reise verschlägt, fragten sie: „Wohin, Wo liegt denn Montenegro?“

Das kleine Land an der Adriaküste, das kleiner als Schleswig-Holstein ist, hat aber einiges zu bieten. Vom schroffen Dinarischen-Gebirge, dem Skadar-See bis hin zur Bucht von Kotor. Die fjordartige Bucht, die sich in einer Länge von 30 Kilometer zwischen die steilen Berge fügt, ist Montenegros Nationalstolz. Kein Wunder also, dass täglich bis zu drei Kreuzfahrtbomber anlegen, um 10.000 Touristen auf die malerische Altstadt des gleichnamigen Ortes loszulassen.

INFORMATIVES ZUM LAND

Montenegro ist ein kleines, aber faszinierendes Land im Südosten Europas, das an der Adriaküste liegt. Es ist bekannt für seine beeindruckende Natur, von majestätischen Bergen bis hin zu kristallklaren Gewässern und malerischen Küstenstädten. Die Hauptstadt des Landes ist Podgorica, doch eine der bekanntesten Städte ist Kotor, eine historische Stadt an der Bucht von Kotor, die für ihre mittelalterliche Architektur und atemberaubende Landschaft berühmt ist.

Montenegro hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Das Land war im 1. Jahrhundert v. Chr. Teil des Römischen Reiches und später der Byzantinischen Empire. Im Mittelalter war es ein bedeutendes Zentrum des Christentums und spielte eine Schlüsselrolle in der Verteidigung gegen osmanische Expansion. Im 15. Jahrhundert wurde Montenegro ein unabhängiges Fürstentum und konnte weitgehend seine Autonomie bewahren, obwohl es mehrfach von den Osmanen bedroht wurde. Im 19. Jahrhundert erlangte Montenegro nach mehreren Kriegen gegen das Osmanische Reich und das Habsburgerreich seine Unabhängigkeit und wurde zu einem Königreich. Montenegro trat 1918 dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (später Jugoslawien) bei und blieb nach dem Zweiten Weltkrieg Teil des sozialistischen Jugoslawien. Nach dem Zerfall Jugoslawiens erklärte Montenegro 2006 seine Unabhängigkeit und ist seitdem eine souveräne Nation.

Kotor ist eine der ältesten Städte Montenegros und liegt am südlichen Ende der Bucht von Kotor, die oft als „fiord“ bezeichnet wird, da sie eine der tiefsten natürlichen Buchten des Mittelmeers ist. Kotor war im Mittelalter ein wichtiger Handelspunkt und war ein Teil der venezianischen Republik, was auch noch heute in der Architektur und Kultur der Stadt spürbar ist. Die venezianische Herrschaft endete im Jahr 1797, als die Stadt unter österreichische Kontrolle kam. Kotor war von Bedeutung für die Verteidigung Montenegros gegen osmanische und andere fremde Mächte. Es hat viele historische Denkmäler, darunter die Stadtmauern von Kotor, die im 9. Jahrhundert erbaut wurden und als UNESCO-Weltkulturerbe gelten. Die Stadt ist auch für ihre gut erhaltenen mittelalterlichen Gebäude bekannt, darunter die St. Tryphon Kathedrale, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde.

Im 20. Jahrhundert, während der Zeit Jugoslawiens, erlebte Kotor eine Phase des Wiederaufbaus und der Modernisierung. Heute ist es ein beliebtes Touristenziel und ein wichtiger Hafen, sowohl für Kreuzfahrtschiffe als auch für die lokale Fischerei.

Montenegro hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem beliebten Touristenziel entwickelt, bekannt für seine atemberaubenden Küstenlandschaften, historische Städte und unberührte Natur. Die Bucht von Kotor und die umliegenden Berge bieten fantastische Wander- und Freizeitmöglichkeiten. Montenegro ist heute ein Mitglied der NATO und hat 2017 den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten. Das Land bleibt ein faszinierendes Reiseziel für Kulturliebhaber, Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte.

WÄHRUNG

Die offizielle Währung von Montenegro ist der Euro (EUR). Obwohl Montenegro kein Mitglied der Eurozone ist, verwendet es den Euro als de facto Währung, ohne Teil des Währungsmechanismus zu sein. Das bedeutet, dass Montenegro den Euro als offizielle Währung akzeptiert und in seinem täglichen Wirtschaftsgeschehen verwendet, obwohl es nicht an die EU gebunden ist.

WIE BISTE HINGEKOMMEN?

Von Bar aus ging es also mit dem Bus in die Bucht von Kotor. Über den Preis von 6 € konnten wir uns nicht beschweren für eine 2-stündige Fahrt entlang der malerischen Adriaküste. Um etwa 15 Uhr trafen wir also am Busbahnhof ein und kauften uns schon mal die Tickets für die Weiterfahrt zu unserer nächsten Destination. Der Busbahnhof Kotors liegt unweit des Stadtzentrums und ist zu Fuß schnell erreichbar. Bevor wir uns aber das UNESCO-Weltkulturerbe näher anschauten, fuhren wir mit einem Taxi zu unserer Unterkunft.

WO HAST DU GENÄCHTIGT?

Nach einer 10-minütigen Taxifahrt kamen wir in unserer Unterkunft an, dass 4 km außerhalb von Kotor im benachbarten Ort „Dobrota“. Die Besitzerin der Unterkunft empfang uns sehr herzlich und half uns direkt beim Gepäck. Roxana zeigte uns dann unsere kleine Wohnung mit Blick auf die schöne Bergkulisse. Da die Preise für Taxis durch den Tourismus gab uns Roxana einen sehr hilfreichen Tipp. Wenn ihr in Kotor mit dem Taxi unterwegs sein wollt, dann ruft euch am besten ein Taxi von Red Taxi. Den Taxidienst erreicht ihr einfach per WhatsApp Nachricht und sendet dem Taxi Unternehmen euren Standort.

Die Nummer von Red Taxi: +382 67 019 719

WAS HASTE GESEHEN?

Die Bucht von Kotor hat für seine Besucher sehr viel zu bieten. Das berühmte Städtchen am Ende der Bucht war dabei unsere erste Station. Mit dem Taxi fuhren wir für 4 € in die Innenstadt. Vorab muss ich aber 2 Fakten mitteilen. Wir hatten kein Wasser mitgenommen und wir haben keine festen Schuhe angezogen, da wir nur ein wenig durch die engen Gassen schlendern wollten. Zu diesem Zeitpunkt sind die Gassen in Kotor sehr überfüllt und wir entschließen uns dazu, uns in Nebengassen aufzuhalten. Nach einem kleinen Spaziergang wundern wir uns plötzlich, als wir auf dem ersten Plateau der historischen Stadtmauer ankommen.

Blick auf die Bucht von Kotor auf halber Strecke

Insgesamt gibt es 2 bekannte Wege zum „Castle of San Giovanni“. Der erste Weg (Punkt B), wahrscheinlich auch der bekannteste, verläuft über einen touristenfreundlichen Weg und ist sehr einfach. Dieser Weg kostet aber 8 €. Der zweite Weg (Punkt A) startet an der Stadtmauer und ist ebenfalls kostenlos. Wir probierten uns aber unbewusst am schweren Weg aus. Entlang der schmalen Schneise zwischen Berg und Abgrund wanderten wir in Flip-Flops (!!!) etwa 1 Stunde zur Festung. Der Ausblick von hier oben lässt einen aber schnell die Mühen vergessen.

nass geschwitzt, aber wir haben es am Ende geschafft!

 Der Abstieg war um einiges entspannter, da wir den normalen Weg benutzten. Zum Abschluss des Tages besichtigten wir die Kirchen Kotors.

Die neobyzantinische Kirche Sveti Nikola mit ihren beiden hübschen Kuppeltürmen, wurde erst im Jahr 1909 fertiggestellt und ist dem Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer geweiht. Sveti Luka ist die kleinere direkt nebenan. Das einschiffige Gotteshaus stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde zwischenzeitlich orthodox, behielt jedoch seinen katholischen Altar bis ins 19. Jahrhundert.

Mitten in der Altstadt...

Die nächste Straße führt zum Trg Ustanka mornara, der von der Kathedrale des Heiligen Tryphon dominiert wird. Der Bischofssitz Kotors stammt aus dem Jahr 1166, ist das eindrucksvollste mittelalterliche Gebäude von Kotor.

Ebenfalls sehr zu empfehlen ist eine Bootstour durch die Bucht von Kotor. Zwar ist sie mit 30 € pro Person nicht billig, aber ihr durchfährt in etwa 3 Stunden die riesige Bucht und macht Halt an Sehenswürdigkeiten wie der Lady of Rock, U-Boot Verstecken im Berg und der „Blue Cave“.

Blaue Lagune

Der erste Stopp wird bei den U-Boot Bunkern eingelegt, die am Ufer der Bucht liegen. Die versteckten Bunker wurden durch die Jugoslawische Marine im Zweiten Weltkrieg erbaut, um U-Boote und Marineschiffe in der Bucht zu verstecken. Bei Gefahr wurden Netze mit Geröll vor die Höhlen gespannt, um die Höhle so unkenntlich wie möglich darzustellen.

Der nächste Stopp wird in der Blue Cave unternommen. Die Blaue Grotte in Montenegro ist etwa 300 Quadratmeter groß. Die Bögen erreichen eine Höhe von bis zu 25 Metern. Die Tiefe beläuft sich auf drei bis vier Meter. Es ist empfehlenswert, die Blaue Höhle mit ihren zwei Eingängen aufgrund der eindrucksvollen Farbgebung vormittags zu besuchen. Mittlerweile ist die Blaue Grotte zur Touristenattraktion avanciert, die viele Urlauber aus nächster Nähe bewundern möchten.

Der dritte und letzte Stopp ist auf der künstlichen Insel „Lady oft he Rocks“, die der Legende nach durch zwei Fischerbrüder aus Perast aufgeschüttet wurden, um die Ikone der Jungfrau zu huldigen. Von dieser kleinen Insel hat türmen sich vor einem die alles überragenden Gebirgsketten hervor und im Schatten dieser befinden sich die kleinen Fischerstädte in der Bucht.

Lady oft he Rocks

Noch ein kleiner Tipp zum Abschluss:

Die Altstadt von Kotor ist in der frühen Morgenstunden wie leergefegt. Da die Kreuzfahrtschiffe erst gegen 10 Uhr anlegen, habt ihr morgens die alten Gassen für euch alleine und es gelangen euch tolle Fotos. 

Berpanorama in Kotor

WAS HASTE DIR EINVERLEIBT?

Wenn schon am Meer, dann muss auch zum Abendessen natürlich der frisch gefangene Fisch probiert werden. So trauten wir uns ran, eine frisch gefangene Dorade zu probieren und sie schmeckte umwerfend. Umwerfend war aber am Ende auch der Preis, als ich für meinen Fisch 40 € zahlen musste.

Konoba Scala Santa

frischer Fisch aus der Auslage ~ 40,00 € AUA

WIE WAR ES?

Kotor hat uns überwältigt. Dieses Bergpanorama in Zusammenhang mit dem adriatischen Meer. Wow. Montenegro war vorher überhaupt nicht auf unserer Liste. Aber wir sind verliebt. Die Menschen sind nett, das Essen ist lecker. Hier gibt es so viel schönes zu erleben. Wenn ihr auf die Burg wandert, packt euch genug Wasser und festes Schuhwerk ein!

RATING FÜR KOTOR: 9,1/ 10

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WAS KOSTET DER SPAß?

Unterkunft Kotor: 21,00 € pro Person / Nacht

Bus Kotor - Dubrovnik: 18,00 € pro Person


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