San Cristóbal - Galápagos
Nach einem kurzen Flug kamen wir auf der Insel San Cristóbal an, auf der die Hauptstadt der Galápagosinseln liegt. Der Flughafen war schnuckelig klein, unser Gepäck wurde...

Veröffentlicht: 11.08.2023





























Nach der zweistündigen Fahrt, auf der wir dank der Reisetablette mal wieder tief und fest gepennt haben, kamen wir im leider wolkenverhangenen Puerto Ayora der Insel Santa Cruz an. Es gibt insgesamt 4 bewohnte Inseln, wovon Santa Cruz die bevölkerungsreichste ist. Und das merkten wir direkt anhand der vielen Schiffe im Hafen und an der deutlich größeren Promenade. Die Seelöwen waren hier nicht so zahlreich wie auf San Cristóbal, trotzdem sieht man sie auch hier an einigen Ecken. Aber vor allem entdeckten wir unheimlich viele Iguanas, die kreuz und quer auf den Wegen lagen und uns aus ihren kleinen dunklen Augen anschauten - sie sehen wirklich aus wie weise, alte, kleine Drachen. Diesmal hatten wir ein Apartment mit Küche gebucht, das ganz neu inseriert wurde und noch keine Bewertungen hatte. Es stellte sich als absoluter Glücksgriff heraus, denn es war super schön. Nachdem wir die Rucksäcke abgestellt hatten, klapperten wir die Tauchcenter ab, denn auch auf dieser Insel wollten wir die Unterwasserwelt erkunden. Anschließend gingen wir in das „Darwin Research Center“, wo wir etwas über die Arbeit von Charles Darwin erfuhren und auch wieder alte und junge Schildkröten sahen. Charles Darwin verbrachte tatsächlich nur wenige Wochen auf den Galápagosinseln, aber sammelte viele Proben und Tiere und entwickelte daraus dann die berühmte Evolutionstheorie. Anhand der besonderen Spezies dieser Inseln stellte er die Theorie auf, dass diejenigen überleben, die sich außerordentlich gut an ihre Umgebung anpassen können. Nachdem wir die Gruppentour mit einem sehr kuriosen Guide überstanden hatten, schlenderten wir selber noch durch die Anlage und beobachten Iguanas am Strand, die wie eine kleine Gang nebeneinander saßen und uns anstarrten. Anschließend buchten wir für den nächsten Tag einen der begehrten Plätze auf einem Tauchboot zu den „Gordon Rocks“.
Dieser Tauchspot liegt weit draußen im Meer und ist dafür bekannt, dass es zu starken Strömungen kommen kann, weshalb er eigentlich nur erfahrenen Tauchern empfohlen wird. Wir würden uns jetzt eher noch als unerfahren bezeichnen, aber die Tauchschule war ganz entspannt und meinte, wir dürfen trotzdem mit. Gordon Rocks soll nämlich ein Paradies für große Meerestiere sein und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Auf unserem Boot waren neben uns noch andere eher unerfahrene Taucher und wir lernten zwei nette Mädels kennen, Lauren aus Kalifornien und Inés aus Spanien, die gerade in Chile lebt. Im Verlauf der Fahrt wurde der Wellengang immer stärker und angekommen schwankte das Boot ordentlich. Wir hatten Gottseidank schon einmal in Australien mit noch höheren Wellen zu kämpfen gehabt, also waren wir relativ entspannt und einfach froh, als wir ins Wasser konnten. Der Wellengang war wirklich stark, wir merkten ihn sogar in der Tiefe und zusammen mit den teilweise stärkeren Strömungen wurden wir hin- und hergespült. Leider hatten wir mit den Tiersichtungen anfangs kein Glück und so war es eher ein technisch anspruchsvoller Tauchgang, der für uns eine weitere Erfahrung war und den wir super gemeistert haben. Beim zweiten Tauchgang hatten wir etwas mehr Glück und sahen zwei Hammerhaie sowie in der Ferne einen Teufelsrochen, der zur gleichen Familie wie die Mantarochen gehört! Wir jubelten unter Wasser, denn diese Rochen suchen wir schon seit Indonesien vergeblich. Jetzt fehlen nur noch die Riesenmantas 😉. Nach der welligen Rückfahrt ging es noch in ein kleines Restaurant und wir quatschten mit Inés und Lauren. Nachmittags spazierten wir zu der Tortuga Bay, ein wunderschöner langer weißer Sandstrand. Hier sahen wir viele Iguanas und über uns Pelikane. Abends trafen wir uns mit den Mädels vom Tauchen in einer Bar, wo wir dann noch Jasmin aus der Schweiz kennenlernten. Nach dem ein oder anderen Bierchen bei richtig guter Livemusik, kochten wir mit ihr zu dritt in unserem Apartment und fielen danach müde in unser Bettchen.
Am nächsten Tag liehen wir uns zwei rappelige Mountainbikes aus und strampelten den langen Weg zu der „El Chato Ranch“, leider wider Erwarten hauptsächlich bergauf 😅. Diese Ranch beherbergt Landschildkröten, die hier ganz frei herumlaufen und uns schon auf dem Weg ein paar mal begegnet waren. Wir bekamen eine Führung mit interessanten Infos zu den Tieren. Der älteste Kamerad dort ist ca. 130 Jahre alt und wir haben ein Foto mit ihm! Generell können diese Schildkröten bis zu 200 Jahre alt und 300kg schwer werden! Nach der Führung liefen wir noch durch verschiedene Lavatunnel, die hier vor langer Zeit nach Festwerden der Lava entstanden sind. Die Anlage war richtig schön und wir tranken noch einen Tee mit Blick auf die Schildis. Der Rückweg war dann bergab und wir rollten entspannt zurück in den Ort. Danach setzten wir uns noch kurz an den Strand und ließen den Tag gemütlich ausklingen.
Am nächsten Tag geht es für uns weiter auf die dritte und letzte Insel unserer Galápagosreise, nämlich die mit Abstand größte der dreien, Isla Isabela.
