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10.-17. Woche - Im Township geht es allen Leuten schlecht

Wenn man an die Kriminalität in Südafrika denkt, dann ist bekannt, dass diese höher sein muss, als zum Beispiel in europäischen Ländern. 

Als die Schüler am Montag in der großen Halle der Schule standen, wusste plötzlich niemand, wo die Box und der Beamer für das morgentliche Singen waren. Es stellte sich heraus, dass am Freitag eingebrochen wurde. Über den Tag verteilt war also die Polizei in der Schule, um die Tat aufzunehmen. Dies war war jedoch nicht der einzige Diebstahl, den wir in letzter Zeit mitbekommen haben, es wurde zum Beispiel mitten am Tag bei unseren Mentoren eingebrochen oder bei einer Lehrerin die Wäsche aus dem Garten geklaut, auf ein weiteres Ereigniss komme ich aber später noch zurück. (Auch wenn ich schon ein bisschen etwas von der Kriminalität hier mitbekommen habe, ist bisher niemandem etwas passiert und es ist auch nicht alltägich, dass man von Straftaten hört. Solange man mit gesundem Menschenverstand durch die Gegend läuft und sich nachts nicht in dunklen Gassen aufhält, dürfte einem nichts passieren, außerdem gibt es auch in Deutschland Orte an denen man sich nicht aufhalten sollte.)

Die übrige Woche war glücklicherweise ruhig und am Wochenende sind wir nach der Kirche mit zwei Schülern in die Location (eine Location ist ein Township, wobei die Häuser aber nicht aus Wellblech, sondern aus festen Wänden bestehen), dort haben wir dann auch sehr viele von unseren Schülern getroffen. Wir sind nur ein paar Straßen entlang gelaufen, aber die Menschen leben dort relativ normal und man sieht es den meisten Leuten auch nicht an, ob sie aus einem Township oder der gehobeneren Wohngegend kommen. Die Atmosphäre dort ist familiär und hat an das Dorfleben in Deutschland erinnert, die Leute saßen draußen und die Kinder haben auf der Straße miteinander gespielt und sind mit Smartphone und Tablet herumgelaufen, wohingegen in dem Ortsteil, in dem wir leben, jeder am Wochenende für sich bleibt und sich selten auf der Straße blicken lässt. Die Leute in der Location haben uns begrüßt und sich gefreut, wenn man sein neu erlerntes Xhosa ausprobiert 


In der nächsten Woche gab es einen Pizza, Musik und Spieleabend für die älteren Schüler in der Schule. 
Oktoberfest in Port Elizabeth

Am Freitag sind wir direkt nach der Schule mit dem Taxi nach PE zu anderen Freiwilligen gefahren, von wo es aufs Oktoberfest ging. Es waren Bierbänke aufgebaut, es gab Bier und nach so langer Zeit, haben wir uns alle wieder auuf eine Brezel und ein Leberkäsbrötchen gefreut. Der wahrscheinlich größte Unterschied aber zum deutschen Oktoberfest waren die Kostüme, die meist aus knapper Shorts, Hosenträgern und Kniestrümpfen zusammengestellt wurden. Jedoch gab es eine Band aus Deutschland, die auch deutsche Lieder spielten, bei denen wir lautstark mitsingen konnten.

Bootsfahrt

Das Wochenende danach sind wir mit den Freiwlligen aus PE nach Kenton-On-Sea gefahren, wo wir mit einem Boot in unser Häuschen für die nächsten zwei Nächte gebracht wurden. Auf der anderen Seite des Flusses war ein Nature Reserve, auf dem wir abends noch eine Nashornfamilie beobachten konnten. 

Nashornfamilie

Am folgenden Tag waren wir im Fluss schwimmen und nachdem 3 Leute duschen waren, war leider der Strom aufgebraucht, wodurch wir den restichen Abend weder Strom, noch Wasser zum kochen hatten, da die Wasserpumpe auch nicht funktionierte. 

Abend ohne Strom
Zurück nach Alexandria 

Als wir die letzte Nacht noch gut überstanden hatten, wurden wir am Morgen wieder mit einem Boot abgeholt und zurück nach Alexandria gefahren.

Clemens und Fabienne hinten auf dem Pickup

Am 12. November nahm uns Freunde aus der Kirche mit ihrem Pickup mit auf zwei Game Reserves. Bei dem ersten konnten wir Giraffen, Impalas, Njalas, Wasserböcke, Buschböcke, schwarze Nashörner und eine weiße Antilope sehen. 

Giraffe

Im zweiten Reserve haben wir nach einem der Leoparden Ausschau gehalten, konnten jedoch keinen finden, da sie sich in den Bäumen verstecken. 

Aussicht auf der Hunting-Lodge

An einer Hunting-Lodge haben wir im Garten einen zutraulichen Buschbock gefunden, der sich sogar streicheln ließ. Der Ausflug hat sich aber schon wegen der Aussicht an der Hunting-Lodge gelohnt.

An einem Mittwoch, als wir mal wieder Afrikaansstunde hatten, stand plötzlich eine Frau in der Küche und fragte, ob hier ein paar Jungs hier waren, denen unsere Lehrerin eine Keksdose, Brandwein, ein Radio und einen Geldbeutel geschenkt habe. Es stellte sich heraus, dass 3 Jungs eingebrochen sind, während wir im Haus waren. Das erschreckendste daran war, dass keiner von uns etwas gehört oder auf andere Weise bemerkt hat.

Letzter Schultag, 1. Klasse

Am 6. Dezember war dann auch schon der letzte Schultag für die Schüler. Der Tag wurde wie in Deutschland als "Spaßtag" genutzt, bei dem viele Süßigkeiten gegessen und gespielt wurde. Abends haben wir mit den älteren Schülern noch in der Schule gegrillt, einen Film geschaut und dort übernachtet. 

Am Samstag, als es dann auch für die Lehrer und uns Ferien gab, sind wir mit dem Kollegium in einen Farmstall zum Frühstücken gegangen und haben gewichtelt und saßen zum reden gemütlich zusammen, bevor es für 5 Wochen in die Ferien ging.

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