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Zuletzt in Port Elizabeth

2./3. Woche - High Tea, Wanderung und Spring Day

Veröffentlicht: 06.09.2017

Wir sind jetzt seit 3 Wochen in Alexandria und erfahren mit der Zeit  immer mehr über das Land und die Einwohner und erleben auch ein paar Überraschungen.

Als wir zum Beispiel am Montag unserer 2. Woche in die Schule liefen, standen wir plötzlich Kühen gegenüber, die auf dem Straßenrand grasten.

Morgens auf dem Weg zur Schule


Donnerstags wurde in der Schule ein High Tea veranstaltet, damit wir unsere Nachbarn und ein paar der Einwohner kennen lernen. Gleichzeitig diente das aber auch einem guten Image der Schule, denn immer wenn wir von unseren Mentoren oder der Schulleiterin vorgestellt werden, sagen sie: "They are our volunteers from Germany." wodrauf stets mit "Wow, from so far over the sea!" geantwortet wird. Aber auch die Leute, die wir bei dem High Tea kennen gelernt haben sind sehr nett und man kommt sehr gut mit ihnen ins Gespräch. Man wird, wie meistens beim kennen lernen, auch nach Hobbies und Sportarten gefragt, die man betreibt und wenn man dann mit "Reiten" antwortet, kennen die meisten der Leute jemanden, der ein eigenes Pferd hat, auf dem ich mal reiten könnte oder haben sogar ein eigenes.

High Tea in der Schule


Am nächsten Tag war kein Unterricht sondern "Athletics", der wie die Bundesjugendspiele in Deutschland ablief. Die Schüler mussten sich in Leichtathletikdisziplinen messen und es wurden Süßigkeiten und Hotdogs verkauft. Nachmittags sind wir dann zum "Youth Service", einem Gottesdienst mit Jugendlichen. Wir dachten, dass dort eher Spiele gespielt und sich unterhalten wird, es lief letztendlich aber wie die Gottesdienste sonntags ab. Jedoch konnte dieses Mal, wie auch eine Woche später sonntags in der Kirche, wer wollte nach vorne gehen, der Pastor hat dann zu jedem einzelnen etwas gesagt, sodass die Leute teilweise in Tränen ausgebrochen oder auf der Stelle umgekippt sind. Als wir dann gefragt haben, was gerade passiert ist, bekamen wir die Antwort, dass der Heilige Geist durch sie gefahren sei.

Samstags hatten wir eigentlich einen Ausflug nach Port Elizabeth geplant, um uns mit anderen Freiwilligen dort zu treffen. Wir haben einen Taxifahrer nach dem Preis für die Fahrt gefragt, für die er dann 2.500R (ca. 175€) haben wollte, was uns zu teuer war. Um hier aber günstig reisen zu können, muss man den Fahrern einen Preis nennen für den man an einem bestimmten Tag irgendwohin gefahren werden möchte und dass es ein anderer Anbieter günstiger machen würde.

Am Sonntag wurden wir in der Kirche von einem Pärchen eingeladen, ein Wochenende auf deren Game Reserve zu verbringen. Nach der Kirche sind wir dann 4h in Richtung Addo National Park gewandert, an wunderschönen Landschaften und vielen Kuhweiden vorbei.

Wanderung in Richtung Addo

Die Woche danach verlief relativ normal, wir waren den Tag über in der Schule und haben zuhause zusammen Karten gespielt. Am 1.September war dann "Spring Day", die Schüler durften für diesen Tag ihre eigene Kleidung anziehen anstatt der Schuluniform, wenn sie vorher 5R gezahlt hatten. Als wir an dem Tag nach Hause liefen, waren viel mehr Menschen auf den Straßen zu sehen, Straßenstände waren aufgebaut, alle Geschäfte waren geöffnet, die Leute kamen mit mehreren 10kg Säcken Kartoffeln, Reis und Mais aus den Supermärkten und standen vor den Geldautomaten bis zur Straße Schlange und das alles nur, weil Monatsanfang ist und die Arbeiter ihr Gehalt bekommen. Am selben Tag wurden wir auf der Straße plötzlich mit "Guten Tag" begrüßt, das Bild von dem "High Tea" ist anscheinend in der örtlichen Zeitung gelandet und die meisten kennen uns als "die Deutschen".

Braai


Unser Wochenende war leider nicht so ereignisreich, wir hatten Besuch von einer Schülerin und haben gegrillt und hatten noch nach der Kirche ein ziemlich langes Gespräch mit einem  Einheimischen, der uns ziemlich nützliche Tipps gegeben hat.

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