unterwegs!
Bangkok, Thailand

Update #3

Mittwoch bin ich dann mit dem Bus nach Moshi gefahren, um das Wochenende mit Anna, einer andere Freiwilligen aus Hamburg, in Bagamoyo an der Küste verbringen wollte. Dort fand nämlich das Karibu Music Festival statt und wir hatten eine Mitfahrgelegenheit aus Moshi. Da es 8-10 Stunden Fahrt sind, wollten wir Donnerstag morgen los. Mittwoch Abend hat uns dann leider die Fahrerin abgesagt und es hat sich alles zerschlagen. Ich habe dann aber noch einen schönen Abend und Donnerstag in Moshi verbracht. Unter anderem waren wir auf einem Markt, der gefühlt ein ganzes Viertel groß ist! Obst und vor allem Gemüse sind überdacht und wenn man einen Weg in das Labyrinth hineingefunden hat, ist alles so dunkel, verwinkelt und eng, dass einen eine irgendwie ruhige und magische Atmosphäre empfängt. Fotos folgen hoffentlich nochmal. Am späten Nachmittag bin ich dann zurück nach Sanya und war gerade vor Einbruch der Dunkelheit zu Hause.

Freitag war ich bis zum Mittag im Heim und beschäftige mich jetzt relativ viel mit dem kleinen Akram, eines der neuen Kinder. Sieht aus wie ein Engel, ist aber ein richtiger Troublemaker. Wenn ihm langweilig wird, ist immer ordentlich was los. Mir folgt er nun aber auf Schritt und Tritt.

Zu Hause war schon fast alles an Vorbereitung für die Feier abgeschlossen, Baba Hope's Schwester, der Chor und noch andere Leute sollten zwischen 14 und 15 Uhr aus Moshi ankommen.

Wie das hier so ist kamen sie am Ende um 16:45. Die bereits anwesenden Gäste sind zur Straße gegangen, die Frauen mit Blättern und Blumen in der Hand und haben die Schwester empfangen. Sie hat seit Juli in Moshi gewohnt und ihre Studies nun abgeschlossen und ist also wieder zurück nach Hause gekommen. Mit Gesang und anderen nicht nachmachbaren Geräuschen wurde sie zum Haus begleitet. Alle haben sich hingesetzt und zwei Lieder gesungen. Danach hat der Pastor mehrere Gebete gesprochen und auch sie selbst (weiß leider den Namen noch nicht 🙈) hat eine kurze Rede gehalten. Im Anschluss wurden Geschenke überreicht (Geld, Kleidung, Haushaltsgeräte?!) und es gab Essen: Reis mit Rind, frittierte Bananen mit Huhn, Nudeln, Krautsalat, Gurken und Tomaten, Wassermelone und Cola & Co. Man isst natürlich alles. Manche mit den Fingern, aber es gab zum Glück auch Löffel 😅.

Nach dem Essen sind viele schon gegangen, und mit Einbruch der Dämmerung waren eigentlich nur noch die direkten Nachbarn da. Das war eigentlich anders geplant, aber durch die späte Ankunft hat sich alles sehr verzögert. Ich wurde noch ins Haus eingeladen und saß da dann ziemlich komisch rum und habe nichts verstanden. Aber für die ist das wichtig und ja auch total lieb. Irgendwann habe ich dann Nimechoka sana gesagt und bin rüber zu uns. Auch dieses Fest hat mir gut gefallen, denn immer lerne ich andere Bräuche der Chaggas kennen. So heißt der Tribe meiner Familie. Schade, dass die eigentliche Feier im Endeffekt nur so kurz war. Aber es folgen sicherlich noch weitere. Spätestens an Weihnachten!

Samstag morgen bin ich zurück nach Moshi und habe den Nachmittag bei Pamoja's verbracht, einem local Café/Bar mit Wifi. Dort habe ich es mit Maja's Hilfe auch endlich geschafft, die Fundraising Website zu starten!

Außerdem habe ich Trev, einen Engländer aus Newcastle, der seit 10 Jahren nach Tansania kommt und einen Kindergarten aufgebaut hat, und seinen Freund Enoch, einen Massai kennengelernt, der Träger für Kili-Touren ist. Trev hat das alles mit Aktionen (Bike Marathon im Massai-Outfit, 24 Stunden Singen in einem Pub) zu Hause und eigenen Spenden gemacht und kommt zwei Mal im Jahr her. Witziger und cooler Typ!

Nachmittags bin ich dann noch auf den Markt und habe Obst und Gemüse gekauft, um heute Abend im Soweto Haus zu kochen. Morgen werde ich wieder ein bisschen die Stadt erkunden und ein zwei Dinge shoppen. Alles ganz entspannt und am Nachmittag dann wieder nach Hause zurück!

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