Aufbruch
Geprägt von der Hitzewelle im Juni, geht es dieses Jahr wieder einmal in den Norden. Wir machten schon vor langer, langer Zeit einmal eine Interrail-Tour durch GB und Ireland,...

Veröffentlicht: 27.07.2025






























Loch Lomond ist ein beliebtes Ausflugsziel. Ein schöner See und ein großer Nationalpark laden zum Sporteln am und um das Wasser ein. Daher packten auch wir unsere Radl und Wanderschuhe aus.
Zuerst ging es dem Fluss Leven entlang am Fahrradweg bis nach Dumbarton, einer kleinen Stadt im Süden von Balloch.
Die Fahrt war schön, jedoch waren wir ein wenig überrascht über den Zustand so mancher Häuser, der Infrastruktur und vor allem der sichtbaren Armut einiger Einwohner, die in der Stadt Verwertbares aus dem Mistkübel sammelten.
Wenige Meter weiter auf der anderen Seite des Flusses war es gegensätzlich. Ein wunderschöner, gepflegter Park lud zum Verweilen ein und es wurde fleißig für einen Dudelsackwettbewerb aufgebaut. Gestärkt ging es anschließend wieder zurück nach Balloch zum Abendessen.
Apropos Essen. Wir konnten uns von früher noch erinnern, dass die Preise in GB doch deutlich über jenen in Österreich lagen. Das stimmt jetzt nicht mehr. Der Einkauf im Supermarkt ist maximal gleich teuer wenn nicht sogar günstiger. Ein Restaurantbesuch ist vergleichbar. Lediglich Benzin/Diesel kosten ca. 20 Cent mehr. Campingplätze sind eher günstiger als bei uns mit ca. 40-50 Euro pro Nacht zu viert.
Die Speisekarten sind aber immer noch abenteuerlich. Da gibt es schon mal indisches Curry neben mexikanischen Tacos, dazu Traditionelles wie Fish&Chips oder auch eine Pizza. Aber bis jetzt haben wir gut, wenn auch viel Frittiertes, gegessen.
Tags darauf fuhren wir weiter nach Balmaha, dem Ausgangspunkt für nette Wanderungen auf die umliegenden Inseln und Hügel.
Nachdem wir bisher kaum Touristen sahen, wussten wir nun wo sie sich alle versteckt hatten. Na gut, es war auch Samstag. Auf jeden Fall war hier für schottische Verhältnisse die Hölle los und wir mussten einige Runden drehen für einen Parkplatz.
Die anschließende kurze Bootsfahrt und die Inselwanderung waren es aber auf jeden Fall wert.
Heute geht es mit der Fähre von Oban weiter auf die äußeren Hebriden. Wir starten ganz im Süden auf der Insel Barra.
PS: Die kleine Maus auf dem Bild war wohl die Mutigste (oder Tollwütigste), die wir je gesehen hatten. Nicht nur, dass sie absolut keine Angst vor Menschen hatte, fürchtete sie sich auch nicht vor hungrigen Enten, die auf sie Jagd machten. Sie stellte sich auf die Hinterbeine und verscheuchte sie einfach.
