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Äußere Hebriden - Barra

Veröffentlicht: 29.07.2025

Nach einer ruhigen Nacht auf einem Parkplatz am Loch Lomond  fuhren wir zum Fährhafen in Oban um nach Barra, der größten der südlichen Insel der äußeren Hebriden, überzusetzen.

Die Fahrt war nicht ruhig und einige Speibsackerl waren nach den 5 Stunden gut gefüllt. Auch uns war ein wenig mulmig - vielleicht hätten wir auch beim Mittagessen weniger reinhauen sollen?

Wir verbrachten daher einige Zeit an Deck wo wir zufällig Schweinswale direkt neben dem Schiff beobachten konnten. Konstantin sah ein weniger später sogar noch die Rückenflosse eines Minkwals.

Pünktlich mit unserer Ankunft lockerte auch das Wetter auf und nun verstanden wir die Lobeshymnen auf die äußeren Hebriden. Sanfte grüne Hügel, weiße Sandstrände, steinige Kliffs, kristallklares Wasser - da ist für jeden etwas dabei.

Wir wählten einen schönen Campingplatz ganz im Norden mit großer Wiese und Zugang zum Sandstrand. Der Betreiber, ein redseliger schottischer Kauz, zeigte uns den Platz und erzählte allerhand, was wir aber nur zur Hälfte verstanden. Der schottische Dialekt ist schon recht gewöhnungsbedürftig.

Die Kinder waren nicht mehr zu halten und der restliche Abend wurde am Strand mit Spaziergängen und Sandburgenbau verbracht.

Barra ist nicht besonders groß und die Straßen sehr, sehr eng. Meistens sind die Fahrspuren nur so breit, dass gerade ein Fahrzeug Platz hat. Alle paar Meter gibt es daher Ausweichbuchten und strenge Regeln wie diese zu benutzen sind. Da es nur wenig Verkehr gibt, funktioniert das System gut und jeder bedankt sich freundlich, wenn gewartet wird.

Wir beschlossen daher zuerst mit den Fahrrädern die Insel zu erkunden. Gleich nach wenigen Kilometern erwischte uns ein peitschender Regen und wir machten schnell im Mini-Flughafen von Barra eine Regenpause. Das traf sich sehr gut, da wenig später eines der 2 Flugzeuge, die pro Tag landen, ankam. Die Flugzeuge können nur bei Ebbe landen, da die Landebahn ein wunderschöner Sandstrand ist.

Der Flughafen wird regelmäßig zu den weltweit schönsten Landebahnen mit Linienverkehr gewählt. Wirklich ein tolles Erlebnis direkt am Strand zu sitzen und der Wasser-/Sandlandung zuzusehen.

Während bei uns die Politik über "Lifestyle-Teilzeit" philosophiert, wird in Bara der Flughafen in Teilzeit betrieben 😉. Allgemein, gehen die Uhren hier auf der Insel sehr gemächlich und man kann wundervoll entschleunigen. 

Nach unserer Radtour am nördlichen Teil der Insel, fuhren wir den Rest mit dem Auto ab - auch um nochmal einzukaufen und am Abend etwas zu Essen.

Barra ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert für alle jene, die Natur, Radfahren, Wandern und Entschleunigung suchen.

Für uns geht es heute weiter nach Norden zur Insel Uist.

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