Loch Lomond
Loch Lomond ist ein beliebtes Ausflugsziel der Glasgower und Menschen aus der Umgebung. Ein schöner See und ein großer Nationalpark laden zum Sporteln am und um das Wasser ein....

Veröffentlicht: 25.07.2025
Geprägt von der Hitzewelle im Juni, geht es dieses Jahr wieder einmal in den Norden.
Wir machten schon vor langer, langer Zeit einmal eine Interrail-Tour durch GB und Irland, damals noch ohne Kinder. Ähnlich wie das Wetter sind auch unsere Erinnerungen an Schottland schon recht grau und daher war es an der Zeit sich die Gegend genauer anzusehen.
Üblicherweise startet unsere Campingreise nicht ohne Probleme. Kaputte Wasserpumpe, verlorenes Dachfenster oder ein Loch im Reifen. Da ist schon einiger Stress in den letzten Jahren zusammen gekommen.
Aber man lernt ja (manchmal) aus den Fehlern. Die wenigen Herausforderungen dieses Jahr waren eine fehlende Matratze und Verdunkelung für das Dachfenster sowie ein kaputter Deckel des Außenstromsteckers.
Daher war ein Abstecher nach Graz und Gratkorn notwendig um die Dinge zu besorgen. Und natürlich mussten wir auch noch Anita einsammeln, die es sich nicht nehmen ließ noch eine Runde zu arbeiten.
Achtung Spoiler: Auf dem 1600 km langen Weg zwischen Zuhause und Schottland standen wir in Graz länger im Stau als auf der gesamten restlichen Strecke. Mehr als eine Stunde für die Triesterstraße war kein guter Anfang 😕.
Reisen starten bei uns sehr gemächlich und es braucht einige Zeit bis wir in Fahrt kommen. Drei Stunden nach unserem Start waren wir erst in Gratkorn, sahen aber dafür wohl den schönsten Regenbogen unseres Lebens beim Stift Rein.
Nach dem Abendessen um ca. 21:00 wurde das Etappenziel für heute stark reduziert und der Plan war die erste Nacht zumindest außerhalb der Steiermark zu schlafen. Das schafften wir knapp mit der der Autobahnraststätte Nationalpark Kalkalpen.
Am 2. Tag nahmen wir aber an Fahrt auf. Vorbei an Passau, Regensburg, Nürnberg, Würzburg, Frankfurt und Koblenz war unser nächster Stop in Andernach. Wir hatten davor noch nie davon gehört, aber aus verlässlicher Quelle lernten wir, dass sich dort der höchste Kaltwassergeysir der Welt befindet. Da mussten wir unbedingt hin.
Am nördlichen Zipferl von Rheinland-Pfalz direkt am Rhein gelegen ist Andernach ein verschlafenes Städtchen mit über 2000-jähriger Geschichte. Vom Wohnmobilstellplatz direkt am Rhein sind es keine 300 Meter in die recht schöne Innenstadt und zum toll aufbereiteten Geysir-Museum. Mit dem Schiff ging es zum Geysir, der pünktlich während unseres Besuchs eine gut 20-30 Meter hohe Fontäne ausblies. Kurzweilig aber spektakulär. Wenn man in der Nähe ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Weiter ging es durch das Ruhrgebiet in die Niederlande wo die Fähre in Rotterdam schon wartete.
Der Abend/die Nacht auf der Fähre vergingen wie im Flug und wir vertrieben uns die Zeit mit Bier, Frauenfußball und Entertainment inkl. einer tollen Live-Band.
Um 7:00 Ortszeit erreichten wir Hull in Mittelengland. Beim Aussteigen lernten wir ein nettes trinkfestes schottisches Paar kennen, das laut lachte als wir erzählten unseren Sommerurlaub in Schottland verbringen zu wollen. Die Dame meinte sie flüchten vor dem schottischen Wetter in den Süden während wir hinauf fahren. Unser Lächeln war eher ein wenig eingefroren als wir das graue Nieselwetter draußen sahen.
Aber wie die grauen Wolken lockerten sich auch unsere Gedanken auf dem Weg in den Norden. Zufällig trafen wir auch noch einmal das schottische Pärchen auf einer Raststätte gut 300 km von Hull entfernt.
Unser Ziel war Balloch am südlichen Ende von Loch Lomond und ca. 25 Meilen nördlich von Glasgow. Ein schönes Städtchen mit nettem Campingplatz und viel Angebot für Wandern, Radfahren und Bootsausflüge.
Fortsetzung folgt ...
