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Live Nätra distrikt

Nationalpark Skoleskogens

Veröffentlicht: 25.06.2026

Attraktion
Skuleskogens Nationalpark
Örnsköldsvik, Schweden
Attraktion
Slåttdalsskrevan
Skuleskogen Nationalpark, Schweden
Berg
Slåttdalsberget
Skuleskogen Nationalpark, Schweden
Sehenswert
See im Nationalpark
Skuleskogen Nationalpark, Schweden
Unterkunft
Parkplatz am nördlichen Eingang des Skuleskogen-Nationalparks
1 Nacht · Wohnmobil · Skuleskogen Nationalpark
Unterkunft
Campingplatz in Rödviken
Zelt · Rödviken
Fahrt
Südlicher Eingang des Skuleskogen-Nationalparks → … → Rödviken
Schweden

Der Wetterbericht bescheinigt uns trockene Tage und wir können endlich in den Skoleskogens Nationalpark und die Felsspalte "Slåttdalsskrevan" entdecken. Da wir die nördliche Hälfte von Schweden erreicht haben gibt es ab sofort wieder Höhenmeter zu erklimmen! Der Nationalpark halt was er versprochen hat und nach einer schönen Waldlandschaft kommt ein kontinuierlicher Anstieg über Stock und Stein. Wir genießen die gleichzeitige Forderung von Kopf und Körper und folgen abwechselnd der roten und blauen Strecke, so wie Komoot es vorgibt. Nach dem Aufstieg überlege ich wegen Schmerzen im Unterbauch umzudrehen, aber die ständig wechselnde Natur treibt mich an und der schwerste Teil ist geschafft. Ich möchte das hier auf keinen Fall verpassen! Wir lassen die Familien mit kleinen Kindern hinter uns und gelangen auf ein Plateau (den Slåttsdalsberget). Oben angekommen genießt Henry die Weite auf die er sich gefreut hat und ich erfreue daran, dass der Weg über Stein führt. (Stellt sich raus, dass es spezifischer roter Granit ist, aber für mich hätte es jeder Stein getan.) Wir können unter uns am Abgrund schon die versprochene Felsspalte sehen, nur wie wir auf die andere Seite kommen sollen erschließt sich mir nicht. Henry navigiert uns zu einem steilen Abhang an dem man halb kletternd runter gehen kann - der Wahnsinn! Am Aussichtspunkt zur Schlucht treffen wir die Familie von unten wieder. In die Schlucht darf man an der Stelle wegen Steinschlaggefahr nicht, aber unsere Wanderung ist ja noch lange nicht vorbei. 

Eine einsame Bank mit fantastischem Ausblick lad zur Rast ein und wir stärken uns mit ein paar Broten. Ein Rentner Pärchen gesellt sich zu uns und verrät uns, dass uns auf dem weiteren Weg ein See erwartet. Der Weg ist zwar auch zwischendurch herausfordernd, aber der Herr sagt, er habe es schließlich auch geschafft, und sei eigentlich gehbehindert. Diese Worte werden mir den gesamten Weg über im Ohr bleiben. 

Auf dem weiteren Weg finden wir zuerst einen kleinen Umweg, der in das andere Ende der Schlucht führt. Zwischen den Felswänden ist ein großer Findling verkeilt, mit dem wir, von den ägyptischen Touristen Guides an den Pyramiden inspiriert, alberne Foto Illusionen machen. Die Felsspalte ist echt beeindruckend, aber wenn ich ehrlich bin hab ich immernoch nicht verstanden wie sie entstanden ist. Ich weiß nur, dass die Högakusten weiterhin wachsen und das mit 6mm pro Jahr ziemlich schnell. Dass wir in einem Menschen leben eine klare Veränderung sehen, und Fischerhütten nach einer Generation schon nicht mehr am Rand des Wassers stehen an dem sie gebaut wurden, ist selten, faszinierend und für mich nicht richtig greifbar. 

Schließlich kommen wir auch am versprochenen See vorbei, der eigentlich zum Schwimmen einlädt... Es fühlt sich am Ufer mit dem obligatorischen roten Häuschen nicht so an, als wären wir hier schon fast zwei Stunden hingelaufen. Wir entscheiden uns vernünftigerweise dagegen in den See zu gehen, beschließen aber morgen wieder herzukommen. 

Um uns herum verwandelt sich in die Umgebung ständig. Von kargen Steinboden, zu Stränden und schließlich in einen dichten, nassen Wald in dem die Wege schwerer zugänglich sind. Wie wir später herausfinden werden ist die blau markierten Route die für Fortgeschrittene, weshalb sie weniger gut Instand gehalten wird. Wir finden immer einen kreativen Umweg, schließlich ist umkehren keine Option, und werden zwischendurch mit kleinen Buchten belohnt. 

Man darf ungewöhnlicher Weise auf den Parkplätzen des Nationalparks übernachten. Da wir am nächsten Tag eine weitere Tour zum See planen, wollen wir strategisch günstig am nördlichen Eingang übernachten. Wir sind Grade vom südlichen Eingang losgefahren, als uns ein Pärchen mittleren Alters von Straßenrand aus hektisch zu winkt. Die beiden sind in Westen gestartet, sind dann irgendwie von ihrer Route angekommen und müssten jetzt etwa 2 Std an der Straße entlang zurück zu ihrem Auto laufen. Gut, dass wir eine freie Rückbank haben. Wir freuen uns sehr helfen zu können und der West Eingang liegt logischerweise genau auf unserem Weg. Man merkt den beiden die Erleichterung an nach ihrer Wanderung nicht noch weitere Stunden laufen zu müssen. Wir kommen ins Gespräch und lernen, dass die beiden aus der Schweiz kommen und entgegengesetzt zu uns von Norden nach Süden unterwegs und schon wieder auf dem Rückweg sind. Sie sind mit dem Auto gefahren und haben dann immer spontan Airbnbs gebucht - zur Not hatten sie auch ein Zelt dabei, das aber nie zum Einsatz gekommen ist. Sie schätzen an Schweden die Weite und wollten Mal eine andere Natur sehen, als die vor ihrer Haustür.  Eine nette Begegnung :) 

Auf dem Parkplatz ist es schön ruhig, so können wir gut schlafen und am nächsten Morgen direkt nach dem Frühstück in den Park aufbrechen. Wir erweitern die Runde zum See noch um Abstecher zu einer Höhle und einer Insel. Das Wetter ist leider nicht ganz so gut, es ist bewölkt und kühl. Wir schaffen es nicht in den See. Dafür erblicken wir auf dem Rückweg ein bekanntes Gesicht, es ist 'Andreas'. Da es nur eine Straße Gen Norden gibt, ist es eigentlich keine Überraschung sich wieder zu begegnen. Während unserer weiteren Reise treffen wir zwar nicht nochmal auf Andreas, erkennen aber einige Vans wieder. 

Nach den Wandertagen brauchen wir dringend eine Dusche, also suchen wir einen Campingplatz und landen in Rödviken auf einem familiär wirkenden Platz. 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
3 Tage
Wetter
Sommer
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichEntspannend
  • Skuleskogens Nationalpark
  • Slåttdalsskrevan
  • Slåttdalsberget
  • See im Nationalpark
  • Übernachtung am Nationalpark-Parkplatz
  • Campingplatz in Rödviken
WanderschuheRegenjacke
NaturAbenteuerRoadtrip
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Antworten (1)

Carmenvor etwa 1 Monat
Sieht nach einer richtig schönen Wanderung aus!

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