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Polen.. die letzten Tage... ab in die Slovakei

Nach zwei Tagen schwerer Kost mit Konzentrations- und Vernichtungslager, steht uns der Sinn nach etwas Spaß. Und wir finden ihn im Internet. Bei Mielec (Nähe ukrainische Grenze) soll ein alternatives Festival im Freien stattfinden. Na nichts wie hin!!. Dort angekommen, lernen wir gleich die Organisatoren der "New-Moon-Party" kennen. Sie weisen uns den Weg zu dem tollen Platz an mehreren Seeen und freuen sich tierisch, dass Leute aus Deutschland ihre Party besuchen kommen (na und wir erst ). Wir parken traumhaft. Direkt am See mit eigenen kleinen Sandstrand. Wir sind einen Tag zu früh und gehen früh schlafen. Am Samstag treffen nach und nach die Partygäste ein.Man könnte meinen jeder Waldörfler aus Polen ist hier. Fast alle halten an unserem Knut an. What?? Really?? People from Germany?? Sie können es nicht fassen und so lernen wir schon vor der Party eine Menge der Gäste kennen. Als es dann losgeht abends (der Partyplatz ist ca 200 m entfernt), laufen wir ein und hören schon von allen Seiten: Hey our Friends from Germany :)!! Was ein Start!! Das kann nur eine tolle Nacht werden... und das wird es dann auch . Die Musik ist nach unserem Geschmack.. die Gäste auch... die Dekoration auch.... wir trinken ein Bier (für 1 Euro) und dann gehts ab auf die Tanzfläche. Ich kann nur sagen: Danke an our Friends from Polen :) für dieses tolle Wochenende (das werden wir nicht mehr vergessen). Wir sind mittendrin statt nur dabei :) und hatten eine tolle Zeit mit den alternativen Freaks aus Polen. Am Montag helfen wir noch ein wenig aufräumen und am Dienstag zieht es uns dann weiter.

Unser Ziel: Die Hohe Tatra .... das Gebirge, dass sich Polen mit der Slowakei teilt. Nach fünf Monaten (fast) immer Küste, freuen wir uns tierisch auf die Berge. Wir machen uns auf den Weg nach Zakopane!! (Das liegt am Fuße der Hohen Tatra) Wir brauchen dahin ca. 4 Stunden. Schon lange vor der Hohen Tatra fährt man durch eine Art Voralpenland. Unser Knut schnauft die Berge hoch mit 40km/h. Die Schlange hinter uns wird immer länger... Tja Leute!! Wo wir sind.... ist VORNE :)...Nicht nur die Landschaft ändert sich, sondern auch die Häuser (und wie). Hier oben haben sie einen ganz eigenen Baustil, den wir bisher noch nirgends gesehen haben. Super-süsse Holz-Häuser, zwei-drei-Stöckig, verwinkelt, mit Giebeln, Terrassen, Balkönchen und Türmchen. Wunderschön anzusehen.. ich kann mich gar nicht satt sehen daran. (Sie erinnern einem ein bisschen an Russland). Wir kommen in Zakopane an, und es trifft uns fast der Schlag. Der Touri-Ort schlechthin. Wer in Polen nicht an die Küste fährt, fährt wohl in die Berge nach Zakopane. Es gibt Pferdekutschen, Souvenirstände, Fressbuden durch die ganze Stadt und Hotels, Hotels, Hotels. Wow!! Im Citycamping eingecheckt für zwei Tage (wir wollen morgen auf den Hohen Tatra), erfahren wir, dass Hunde am Berg, auf dem Berg und im kompletten Nationalpark um den Berg verboten sind!! Da fällt mir doch glatt mal die Kinnlade runter. Was ist das denn für ein Scheiß??... Aber es hilft nix.... wir können hier mit Hund rein gar nichts unternehmen. Dafür haben wir (wieder mal) total nette Nachbarn aus Feldkirch, die mit ihren zwei Buben auch für ein Jahr im Camper unterwegs sind. Wir lernen Marcel, Ivonne, Vinencent und Loris kennen. Was für eine süsse Familie. Der Kleinste, Loris, ist gleich ganz angetan von Fellnase Amy. Diese, schüchtern wie sie ist, ist am Anfang gar nicht begeistert. Aber Loris (der kleine Hundeflüsterer) gibt nicht auf und gegen Abend macht Amy auf sein Kommando Sitz, Platz, gib Pfötchen und lässt sich streicheln. Gewusst wie :). Marcel und Ivonne haben ihren Vincent (den Größeren), für ein Jahr aus der Schule genommen. In Österreich ist das nicht so ein Problem wie in Deutschland. Er wird von Mama und Papa unterrichtet und muss nächstes Jahr eine Prüfung ablegen, dann wird entschieden, ob er versetzt wird, oder eventl. die verpasste Runde nachholt. Das ist doch toll!! Reisen bildet sagt man oder? Wieso macht Deutschland da so ein Theater draus? Ausserdem erfahren wir von den beiden, dass oben auf dem Berg wohl die Hölle los sein soll. Quasi Massenwandern!! Das besänftigt mich dann ein wenig. Da haben wir auch wirklich gar keinen Bock drauf. Wir schnacken mit den Zweien noch in den Abend hinein und gehen dann schlafen. Lieber Marcel, liebe Ivonne: Hat uns sehr gefreut Euch kennenzulernen... gute Reise euch vieren... und wer weiß?? Vielleicht trifft man sich nochmal Wir gehen schlafen und am nächsten Tag checke ich das mit dem Campingplatz ab. Wir haben für zwei Tage bezahlt, aber wir wollen nur noch weg. Die Besitzerin willigt ein und gibt uns unser Geld zurück. Da das mit den Hunden wohl im kompletten polnischen Gebierge so ist, beschließen wir, doch in die Slovakei einzufahren. Geplant war eigentlich die komplette polnische Gebirgskette rüber bis zur Schneekoppe an der tschechischen Grenze zu fahren.... aber wir sind ja flexibel. Und so sagen wir doch früher als gedacht (wir waren jetzt 4-5Wochen in Polen) tschüß du tolles tolles Polen. Wir waren (ein wenig) unerwartet, total begeistert. Die Menschen sind offen, freundlich, sympathisch.... wir hatten so viele nette Begegungen. Auch die Preise in Polen sind der Hammer. So billig haben wir noch nirgends eingekauft. Das einzige Manko dass wir mit Polen hatten, war, dass man sich schwer tut, freie Stellplätze zu finden. Viele Plätze sind abgesperrt mit Schranken. Wir waren oft auf Campingplätzen bei polnischen Familien im Garten. Das war o.k. (es kostet nicht viel)... aber wirklich frei gestanden, sind wir in Polen nur wenige male. Und das Hundeverbot in den Bergen, hat mich auch geärgert. Aber ansonsten: Leute besucht Polen!!! So herzliche Menschen haben wir bisher nur in unserem geliebten Schweden erlebt. Polen ist JEDE Reise wert!!

Slovakei: Wir fahren durchs Hohe Tatragebirge in die Slovakei ein. Am Orvara See übernachten wir auf einem Autocamp. Ein süsser kleiner See mit Alpenpanorama. Ausgeschlafen und frisch geduscht, gehts los: Die Slovakei will entdeckt werden. Hier gibt es wieder Euro und am vorbeifahren sehen wir gleich schon: Diesel 1,35 Euro!! Wow... das ist ein Unteschied zu Polens 1,10Euro. Wir müssen Einkaufen. Auch da ist die Freude gleich nicht mehr so groß. Man merkt den Euro. Hier kostet es nur minimal weniger wie in Deutschland. Hilft aber alles nix... wir brauchen ein paar Sachen. Dann gehts weiter Richtung tschechische Grenze. Mitten durch die Berge. Es ist einfach nur wunderschön hier und wir sind glücklich, endlich mal wieder Berge vor der Nase zu haben. Die Straßen sind eine Katastrophe, die Gegend dafür wunderschön:) Wir kommen durch kleine Bergdörfer. Der Baustil ändert sich schon wieder. Manchmal könnte man meinen, man fährt durch Norditalien... manchmal sieht es aus wie in Österreich. Hier sind die Stromkabel absolut aufregend überirdisch verlegt, und so ziehen sich in den Dörfern hunderte wild und bunt durcheinander verlegte Stromkabel von Haus zu Haus... quer über die Strasse.... einfach nur wild Durcheinander.... Wow!!

Unser Knut kämpft sich wieder die Berge hoch... der Himmel ist wolkenlos... das Thermometer zeigt 28Grad (Mitte September)!!... was will man mehr?

Wir übernachten (ziemlich unromantisch - aber kostenlos) auf einem Skiliftparkplatz in den Bergen und beschließen am nächsten Tag ab nach Tschechien zu fahren (die Grenze ist nur 20km entfernt). Die Slowakei ist danach nochmal dran, wenn wir weiter nach Ungarn fahren. Wir geniessen den Spätsommertag in den Bergen... es ist warm... und es ist ein waaaahnsinns-tolles Licht hier... Mitte September... in den slowakischen Bergen :



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