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Unser Reiseblog für Freunde, Familie oder auch einfach Interessierte an unseren Eindrücken. Thailand, Laos, Vietnam, Marokko und bald hoffentlich noch viel mehr ... - Franzi + Jonas
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Mehlwürmer, Grashüpfer und noch eine ereignisreiche Weiterreise

Einblick in die Straßen Chiang Mai`sKanal, der die Altstadt von Chiang Mai eingrenztAlte Stadtmauern Chiang Mai`sFrische KokosnussTempeldächerKleine Seitengasse in der AltstadtFranzi läuft durch die Straßen Chiang Mai`sFritierte InsektenFrische KrebseFritierte WürmerGegrillte WachtelnGekühlte MeeresbewohnerGetränkebarGekühlte Krebse und FischeFranzi vor der alten StadtmauerTempeldächerBogen über Straße mit Bild von KönigTempeldächerErdbeersmoothie und frische Kokosnussgegrillte FleischspießeFood MarketTuk Tuk Ansammlung vor einem sehr großen und bekannten Tempel

[von Franzi] Und schon wieder sind ein paar Tage vergangen und es ist einiges passiert. Ich fange am besten Mal direkt nach unserem Ausflug in den Dschungel an.

Bereits im letzten Blog haben wir erwähnt, dass uns noch zwei Nächte und somit auch zwei Tage in Chiang Mai bevorstanden. Wir haben beide Tage damit verbracht, durch Chiang Mai zu laufen und die Stadt zu erkunden.Wir sind an Ecken angekommen, die wir uns sonst nie vorgenommen hätten und sind durch die verschiedensten Seitenstraßen und Gassen geschlendert. An so ziemlich jeder Straßenecke haben wir einen Tempel vorgefunden, mal alt mal neu, mal mehr touristisch und mal weniger. Am zweiten Tag sind wir sogar bis zum Fluss „Mae Nam Ping“ gelaufen. Wir haben dadurch sowohl die Altstadt und ihre großen, alten Stadttore und – mauern gesehen, als auch die etwas neuere Stadt mit einem recht großen Einkaufszentrum und beleuchteten Anzeigetafeln. 


Kanal, der die Altstadt von Chiang Mai eingrenzt
Kanal, der die Altstadt von Chiang Mai eingrenzt


Franzi vor der alten Stadtmauer
Franzi vor der alten Stadtmauer

Kleine Seitengasse in der Altstadt
Kleine Seitengasse in der Altstadt


Tempeldächer
Tempeldächer


Highlight war für uns der Besuch auf dem „Night Bazaar“, einer der Hauptattraktionen in Chiang Mai, am Mittwoch Abend. Es reihten sich die Verkaufsstände an den Straßenseiten, es gab riesen Zelte in denen alles mögliche angeboten wurde – Hosen, Röcke, Shirts, Kleider, Schmuck, Schuhe, Rucksäcke, Tassen, Tücher, Souvenirs, … Immer wieder gab es eine kleine Ansammlung von Essensständen oder auch kleinen Restaurants. Es wurden aber auch getrocknete Früchte, Seegras, Nüsse, frische Früchte, Smoothies und vieles mehr verkauft.
Nachdem wir ein wenig über den viel zu großen Bazaar gebummelt sind, haben wir uns dazu entschieden, zu einem der sogenannten „Food Markets“ zu gehen, Abteile des Marktes wo nur essen angeboten wird. Dafür die verschiedensten und exotischsten Dinge. Wir haben eine kleine Runde über den Markt gedreht um zu sehen, was es gibt und uns danach zu entscheiden. Es gab viel! Fisch, Krebs, Hummer, Muscheln, Hühnchen, Schwein, Wachteln, .. Die ganzen Meeresbewohner lagen noch unverarbeitet auf etwas Eis um sie kalt zu halten, es sah alles etwas kurios aus und so hätte man das wohl nie in Deutschland irgendwo vorgefunden. Die Wachteln wurden im Ganzen aufgespießt und gegrillt, nicht schön anzusehen und gegessen hätte ich das vermutlich nie. Was mir dann aber doch recht schnell ins Auge gefallen ist, waren fritierte Mehlwürmer, Bambuswürmer, Heuschrecken, Grashüpfer und Skorpione. Ich wusste, dass es sowas hier ab und zu mal gibt, aber sie dann hier vorzufinden, war dann doch irgendwie nochmal so eine Sache für sich. 


Food Market
Food Market


Gekühlte Meeresbewohner
Gekühlte Meeresbewohner


Fritierte Insekten
Fritierte Insekten


Gegrillte Wachteln
Gegrillte Wachteln


Natürlich waren wir neugierig, ob und wenn ja, wie so etwas schmeckt. Also haben wir uns ein kleines gemischtes Schälchen (50Baht = 1,29€) mit Mehlwürmern, Bambuswürmern und Grashüpfer geholt. Doch bevor wir diese probieren wollten, musste etwas anderes zu Essen her, nur zur Sicherheit falls es nicht schmeckt. Also haben wir uns ein frisch zubereitetes Padthai mit Hühnchen (60Baht = 1,55€) an einem der Essensstände geholt.
Jetzt hatten wir ja noch etwas anderes sehr leckeres zu essen, also konnten wir das Gemisch aus Würmern und Grashüpfern probieren. Wir haben mit den Mehlwürmern angefangen, diese schmeckten absolut nicht schlimm, wohl eher nach kaum etwas außer Mehl und waren kross fritiert. Die Bambuswürmer, im Vergleich zu den Mehlwürmern kleiner, dicker und dunkler, waren weniger gut. Diese waren noch sehr weich in der Mitte und haben sehr bitter und eklig geschmeckt. Zum Schluss also die Grashüpfer: Sie waren so ein Zwischending, auch wenn ich mich da mehr angestellt habe als bei den Würmer und sie nach etwas zögern nur ohne Kopf gegessen habe. Das Komische bei den Grashüpfern war nur, dass man im Mund die Beinchen gespürt hat, geschmacklich kann man so etwas kaum einordnen, aber es war schon ok. Leckerer als es aussieht allemal! Doch trotzdem waren wir froh, noch unser Padthai zu haben, was ausgesprochen gut geschmeckt hat.

Es war ein sehr ereignisreicher und interessanter Abend für uns!


[von Jonas] Bevor es dann am nächsten Abend in Richtung Busbahnhof ging, haben wir, wie oben schon erwähnt, einen weiteren Tag damit verbracht, sowohl durch Alt- als auch durch die „Neu“-Stadt zu bummeln. Das Highlight war hier eine frische Kokosnuss in einem Café zum Mittagessen. Auch ihren Geschmack kann man schwer in Worte fassen. Er war, wie so vieles hier, deutlich intensiver als gewöhnliche Kokosmilch in Deutschland, hat dadurch aber schon fast einen eigenen Geschmack entwickelt, der uns beiden nicht besonders zugesagt hat.


Franzi läuft durch die Straßen Chiang Mai`s
Franzi läuft durch die Straßen Chiang Mai`s


Frische Kokosnuss
Frische Kokosnuss


Noch eben was kleines zu Essen im 7-eleven geholt (ca. 100 Baht = 2,59€) und schon sind wir auch schon wieder zu unserem Hostel zurück.
Die nette Frau aus dem sonst nicht so guten Hostel hatte uns ein Tuk Tuk zum Busbahnhof für 19 Uhr organisiert, auch für 100 Baht (2,59€). Die Fahrt hat ca. 15 Minuten gedauert und der Fahrer hat uns währenddessen mit Fragen bezüglich unserer Weiterreise gelöchert. Auch wenn die Kommunikation stellenweise ausgesprochen schwer war, war das Gespräch amüsant.

Den Bus für unsere Weiterreise nach Udon Thani hatten wir diesmal das erste Mal selber übers Internet, genauer die Seite www.12go.asia, gebucht. Das hat äußerst gut funktioniert und auch mit dem Preis (875 Baht pro Person = 22,65€) für die 613km waren wir zufrieden. Wir waren frühzeitig da und konnten ganz einfach mit dem Handy-Ticket einchecken. Nach etwas Wartezeit sind wir in den Bus gestiegen. Es war ein geräumiger Nachtbus und wir hatten die Plätze in der ersten Reihe gebucht, sodass wir (selbst für mich) genug Beinfreiheit hatten. Der Bus ist überpünktlich los gefahren, hielt aber zu unserem Erstaunen nach ca. einer Stunde an einer anderen Busstation an und hier füllte sich der zuvor nur spärlich besetzte Bus. Nach einem weiteren Stopp des Fahrers an einem Markt und einem 7-eleven konnte es dann los gehen: Wir waren auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel!

Trotz der Beinfreiheit und den an sich echt gemütlichen Sitzen konnten wir beide leider nicht besonders gut schlafen, wahrscheinlich weil der Busfahrer seinen Job verfehlt hatte und eigentlich Rennfahrer werden wollte. Trotzdem, oder vielleicht genau deswegen, vergingen die 10 Stunden Fahrt angenehm schnell. Der Bus hielt zwischendurch ein paar Mal an, wahrscheinlich Fahrerwechsel oder Pausen oder sonstiges. Geplante Ankunft war 8:15 am nächsten Tag, doch als ich gegen 7 Uhr aus dem Fenster guckte, sehe ich einige Minivans mit der Beschriftung „Udonthani – Nong Khai“. Das kam mir äußerst komisch vor. Deswegen öffnete ich Google Maps und stelle fest, dass wir schon in Udon Thani sind, jedoch nicht in der Innenstadt, sondern an einer Busstation außerhalb. Da es keine Durchsage oder sonstiges gab, wir bis zu einer Station in der Innenstadt gebucht hatten und sonst keiner aus dem oberen Deck ausgestiegen war vermutete ich, dass wir jetzt noch weiter in die Innenstadt fahren würden. Trotzdem weckte ich Franzi, die es endlich geschafft hatte einzuschlafen, damit wir schon mal unsere Sachen packen konnten.
Als wir weiter fuhren kam ein Busmitarbeiter durch die Reihen und fragte jeden wo er hin wolle. Die meisten antworteten mit „Nong Khai“, doch ich sagte natürlich „Udon Thani“. Und plötzlich war die Aufregung groß! Der Bus fuhr an den Straßenrand einer großen, viel befahrenen Straße und wir wurden in einem harten Ton gebeten bitte sofort den Bus zu verlassen. Draußen versuchten wir dem Buspersonal die Situation, dass wir bis zu einer Haltestelle in der Innenstadt gebucht hatten, zu erklären. Doch das war zwecklos. Kein Wort Englisch und nur Hektik. Wir bekamen unser Gepäck, welchen anscheinend im Laderaum des Busses hin und her gerutscht war, da beide Gepäckstücke nicht da lagen, wo man sie zu Anfang platziert hatte.
Ein Mitarbeiter des Busses machte uns erkenntlich, dass er ein Tuk Tuk gerufen hatten und wir hatten keine andere Wahl als dort einzusteigen, denn bevor wir uns versahen war der Bus schon weiter gefahren.
Also setzten wir uns in das Tuk-Tuk. Erstaunlich ist übrigens, dass die Dinger überall anders aussehen. In die hier in Udon Thani steigt man von hinten ein, das war bisher sowohl in Bangkok, als auch in Chiang Mai nicht der Fall gewesen.
Auf der Fahrt merkten wir schnell, dass wir endlich an einem Ort angekommen waren, der nicht touristisch ausgerichtet ist. Es gibt hier kaum Schilder in lateinischen Buchstaben und auch Hostels oder Hotels sieht man hier eher selten. Also auch weniger westliche Touristen.
Angekommen am richtigen Busterminal stiegen wir aus. Doch zu unserem erstaunen verlangte der Tuk Tuk Fahrer 100 Baht (2,59€). Das sahen wir zunächst nicht ein, da wir ja extra einen Bus direkt bis in die Innenstadt in fußläufiger Umgebung unseres Hotels gebucht hatten. Nach einer kleinen Auseinandersetzung gaben wir uns geschlagen und gaben dem Fahrer die 100 Baht. Er kann da ja auch nichts für... Trotzdem haben wir uns mittlerweile auf der Internetseite über diese Umgangsweise und das Anfahren der falschen Haltestelle beschwert. Es war also wieder eine Busfahrt, die es in sich hatte. Bei dem was wir noch an Stecke vor uns haben werden wir also sicherlich noch so einiges erleben!

Aber jetzt sind wir erst mal in unserem Hotel angekommen. Bisher sind wir sehr zufrieden und wir werden uns die nächsten Tage etwas entspannen, bevor es dann im Laufe der nächsten Woche schon ins nächste Land geht.

Bleibt also dran!


Franzi und Jonas

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