Famous Sights - von Tempeln, Reisterrassen & Wasserfällen
Heute stand für uns der erste Locationwechsel an. Das neue Basislager liegt für die kommenden 5 Tage in der Spirituellenhochburg Ubud, im Zentrum der Insel gelegen. Unsere Fahrt...

Veröffentlicht: 06.07.2024





























Unser Aufenthalt in Ubud hält in den kommenden Tagen einige Ausflüge bereit. Im Osten der Insel liegt Padang Bai, das kleine Fischerdorf ist zum einem die Ablegestelle der Speedboote zu den Gilis und Lombok und zum anderen ein beliebter Schnorchel- Tauchspott.
Findet Nemo war unsere Devise. Nachdem wir ein kleines Boot gechartert hatten, wurden wir zu den Spotts Christal Bay und Blue Lagoon gefahren. Mit Brille, Schnorchel und GoPro ausgestattet ging's ins Wasser. Die Unterwasserwelt ist bunt und vielfältig. Mit etwas Fischfutter haben wir die bunten Tierchen auch passend vor die Unterwasserkamera gelotst. Die Clownfische, welche man spätestens seit dem Film "Findet Nemo" kennt, konnten wir durch leichtes durchstreichen der Seeanemonen zur touristenfreundlichen Parade bewegen.
Laut Aussage unseres Guides hat die Corallenwelt in den letzten Jahren stark gelitten. Insbesondere der aufkommende Massentourismus ist hierfür verantwortlich. Der Tourismus ist für Bali Fluch und Segen zugleich, was sich in vielerlei Hinsicht zeigt. Die negativen Auswirkungen: verstopfte Straßen, Müll neben den Straßen und leider deutlich sichtbar im Meer. Wobei teilweise der Eindruck entsteht, dass der Inselbewohner selbst, die Vermeidung von Müll nicht als oberste Priorität sieht. Die Umsätze, welche die Touristen nach Bali bringen, sind allerdings unverzichtbar... Die 3 Jahre Covid-Pandemie mit dem dortigen vollständigen Lockdown haben in Bali wirtschaftliche Spuren hinterlassen.
Der Tirta Gangga Wasser Palast und ein traditionelles, balinesisches Dorf waren die weiteren Stopps auf unserem Ausflug. Die Bilder sprechen hier sicherlich für sich.
Geplant war im Anschluss der Besuch an Balis Tor zum Himmel, dem Lempuyang Tempel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Tempel auf der Bucketlist eines jeden Bali-Touristen steht. Als wir allerdings hörten, dass man dort gut und gerne zwei Stunden und mehr für ein Foto anstehen kann, haben wir die Einnahmen aus der Influencerkarriere mit dem Zeit- und Nervenaufwand und besonders den zu erwartenden Protesten der Kinder abgewogen und uns dagegen entschieden.
Die vielen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten machen Bali zu einem tollen Reiseziel. Die Menschen, die wir bisher getroffen haben machen es noch zu etwas ganz Besonderem. Unseren heutigen Mittagsimbiss nahmen wir in einem kleinen Warung bei Ubud ein. Als ich unserem Fahrer sagte, dass wir kein klimatisiertes Restaurant besuchen möchten und lieber wie die Locals auf Bali essen würden, schaute er mich etwas verwirrt an. Offensichtlich kommt das eher selten vor. Der Inhaber des Straßenimbiss, seine Mitarbeiter und die Gäste waren ebenso über unseren Besuch erstaunt. Wir waren tatsächlich die ersten westlichen Touristen, die ihren Fuss in seinen Imbiss gesetzt hatten - entsprechend groß war seine Freude. Der Aufenthalt gipfelte in einem fantastischen, authentischen Lunch mit witzigem Austausch und jeder Menge Fotos zu Werbezwecken und Erinnerungen. Das sind tatsächlich die Erlebnisse, die wir uns vor unserer Reise erhofft haben.
Auf der Luwak Coffee Plantation wurde uns auf dem "Lehrpfad" zunächst der allgemeine Werdegang erklärt. Vom Verfüttern der Frucht der Kaffeepflanze an die Fleckenmusangs, das "poo-seeking" danach und den weiteren Verarbeitungsvorgang. Dass die ausgeschiedenen Bohnen erst gewaschen werden, dachten wir uns, dass diese dann aber nach dem ersten leichten Rösten bzw. Trocknen geschält werden und dann "nur" der Kern weiter verarbeitet wird, war uns neu. Der Geschmack war für uns weniger intensiv als gedacht. Interessant war die Erfahrung aber in jedem Fall.
Zum Abschluss des Tages ging es in die örtliche Badeanstalt, welche mit dem Tegenungang Wasserfall garniert ist. Der Wasserfall ist von Dschungel umgeben und bietet jede Menge tolle Fotomotive. Auch dies ist touristisch entsprechend "aufgearbeitet". Daraus resultierend waren uns hier wieder zu viele Menschen. Man wird im Alter eben doch irgendwie komisch... Es blieb daher bei einem kurzen Aufenthalt.
Morgen wird's dann wild. Rafting steht an!
