Von Marielyst nach Dollar
Am Samstag (2.8.) brachen wir auf in Richtung Deutschland. Wir nahmen die Fähre von Rødby nach Puttgarden. Von dort aus brauchten


Veröffentlicht: 17.08.2025




























Vom fünften bis zum achten August waren wir in Dollar. In diesen drei Tagen kochten wir nie zu Hause, da wir einen Gasherd hatten und der sehr schwierig zu bedienen ist. Am ersten Tag assen wir zu Mittag in einem kleinen Café im Dorf. Wir bestellten Schwarztee, Mama und Ida Paninis, Papa einen Jacket Potato und ich einen Bagel mit Käse und Ananas. Am Schluss nahmen wir vier Scones mit, die wir zu Hause probierten.
Am zweiten Tag assen wir wieder auswärts in einem Pub. Wir sind allgemein sehr begeistert vom Essen in Schottland, da es viel gesündere Auswahl hat für Vegetarier, als zum Beispiel in Dänemark, wo wir meistens einfach eine Pizza Margherita assen.
Am nächsten Tag mussten wir schon wieder gehen, aber vorher besuchten wir das Schloss in Dollar, das sogenannte Castle Campbell. Früher lebte dort die Familie Campbell, aber jetzt ist es zum grössten Teil eine Ruine. Dafür ist der Turm noch erhalten, von dem aus man eine wunderschöne Aussicht hat. Später fuhren wir etwa zweieinhalb Stunden nach Montrose in ein Hotel für eine Nacht. Ich und Ida und Mama und Papa teilten sich ein Zimmer. Dort ruhten wir uns ein paar Stunden aus und assen nachher zu Abend im zum Hotel dazugehörigen Restaurant. Unsere Kellnerin war extrem nett und spendierte meiner Schwester sogar ein Eis zum Nachtisch!
Am Morgen fuhren wir weiter zu unserem nächsten Ziel, nämlich Alford. Eine Stunde nach der Abfahrt besichtigten wir das schöne Dunnottar Castle als Zwischenziel. Die Ruine steht auf einer Klippe, die man nur zu Fuss erreicht, durch eine lange Treppe, die sehr anstrengend ist. Trotzdem lohnt es sich: Die Ruine ist sehr gross und die Aussicht ist mega! Das Meer sieht ganz unberührt aus und hat einen schönen, türkisen Farbton. Nach der Besichtigung assen wir etwas bei einem Imbissstand. Kurz bevor wir gingen wurde Ida aber von einer Wespe gestochen! Ihr Finger schwoll total an, aber zum Glück hatten wir die Apotheke im Auto. Später sind wir weitergefahren und erreichten nach nicht all zu langer Zeit unser Ziel.
Alford liegt in der Nähe von Aberdeen, nördlich von Edinburgh. Unser Haus ist ausnahmsweise zweistöckig und man hat kein Internet. Wir bleiben hier zwei Wochen. Wir sind jetzt schon eine Woche hier.
Es gibt tolle Ausflugsziele. Einmal gingen wir zum Steinkreis Cothiemuir, der schon über 5000 Jahre alt ist! Es ist krass sich vorzustellen, wie viele Leute die Steine schon berührt haben und wie lange sie schon dort sind!
An einem anderen Tag besuchten wir das Castle Fraser, das noch komplett erhalten ist. Zuerst waren wir auf dem riesigen Grundstück unterwegs. Es gab hohe Bäume, verschiedene Gärten und grosse Wiesen, die wir uns anschauten. Anschliessend besichtigten wir das Schloss von innen. Es gibt sehr viele Räume! Wir konnten sogar einen Turm hinaufsteigen, von dem aus wir das weitläufige Anwesen von oben betrachten konnten.
Am Donnerstag waren dann die Highland Games in Ballater! Meine Mutter hatte schon vor der Reise Tickets gekauft und wir freuten uns riesig! Highland Games gibt es nur in Schottland - das ist ein grosses Fest. Es treten Leute in verschiedenen Kategorien gegeneinander an. Es gibt zum Beispiel das Hammerwerfen, das Hillrace oder den 100-Meter-Lauf. Für den Tag war ein Gewitter angesagt, deswegen packten wir unsere Regenjacken ein. In Ballater angekommen, war der Festplatz leider so voll, dass wir fast gar nichts sahen. Wir hatten eigentlich Hunger, aber an den Essenständen gab es sehr lange Schlangen. Deshalb und wegen des drohenden Gewitters beschlossen wir, erstmal ein Café in der Nähe aufzusuchen. Das Café war echt toll, da sie es extra so gebaut haben, dass wir dachten, wir wären auf einem alten Bahnhof gelandet! Es gab sogar Tische, die aussahen wie Zugabteile und einen nachgebauten Ticketautomaten. Während wir dort waren, tobte das Gewitter draussen. Es war ganz in der Nähe und der Donner war sehr laut. Zum Glück waren wir in dem Café, da alle Leute später in die Cafés gingen, um Schutz zu suchen. Aber wir waren früher da und hatten einen Tisch ergattert. Als das Gewitter nachliess, beschlossen wir zurück zum Platz zu gehen. Jetzt war plötzlich gar nichts mehr los und ganz viele Leute verliessen den Platz. Die Highland Games waren abgebrochen worden, da das Gewitter einfach zu gefährlich war. Natürlich waren wir mega enttäuscht, weil wir vorher schon fast nichts gesehen haben und jetzt würden wir gar nichts mehr sehen. Schliesslich blieb uns nichts anderes übrig, als traurig nach Hause zu fahren. Das war wirklich der totale Reinfall!
Am Freitag sind wir zum Craigievar Castle gefahren. Es ist nicht irgendein Schloss, nein, es ist pink! Der Architekt liess es pink anmalen, da es zum Granit passen sollte, in dem rosa Farbpartikel enthalten sind. Es sieht aus, als wohnte eine Disneyprinzessin dort! Wir waren zwar nicht drinnen, bestaunten es aber gerne von aussen. Ausserdem spazierten wir durch den Schlossgarten und den Schlosswald. Anschliessend assen wir in einem Restaurant etwas und fuhren dann nach Hause.
Hier in Alford gefällt es uns sehr gut. Das Haus ist schön gross und abgelegen von der Aussenwelt. Neben ihm befindet sich sogar eine Schafsweide! Dass es zweistöckig ist, finden wir super, da wir uns so besser aus dem Weg gehen können. Hier haben wir noch ein paar Dinge vor, bevor wir dann weiterreisen.
(Von Matilda)
