Marielyst und Fazit Dänemark
Seit letzten Samstag (26.7.) sind wir in Marielyst, im Süden der Insel Seeland. Marielyst ist ein bekannter dänischer Ferienort an der Ostseeküste. Viele Dänen und Däninnen...


Veröffentlicht: 07.08.2025
Am Samstag (2.8.) brachen wir auf in Richtung Deutschland. Wir nahmen die Fähre von Rødby nach Puttgarden. Von dort aus brauchten wir etwa vier Stunden. Unser Ziel war Wardenburg, eine Ortschaft in der Nähe von Oldenburg, im Bundesland Niedersachsen. Unsere Unterkunft war eine modern eingerichtete, kleine Wohnung am Waldrand. Wir übernachteten hier zweimal. Wir (Ida und Matilda) schliefen zusammen in einem Raum und Mama und Papa auf einem Schlafsofa im Wohnzimmer. Zum Spazieren mit dem Hund ist die Landschaft sehr gut geeignet. Es gibt den Tillysee, einen grossen Wald und weitläufige Wiesen mit Schafen und Ziegen.
Am Montagmorgen machten wir uns auf den Weg nach Amsterdam. Dort wartete die Fähre auf uns. Sie würde uns von dort in sechzehn Stunden nach Newcastle Upon Tyne in England bringen. Als erstes suchten wir unsere Schlafkabine auf. Drinnen war es sehr eng und warm, da das Fenster sich logischerweise nicht öffnen lässt. Nach kurzem Einrichten erkundeten wir das Hundedeck mit Gina. Hier können die Hunde sich an der frischen Luft bewegen, da man sie sonst nirgendwo mitnehmen darf. Ausserdem können die Vierbeiner auf einer kleinen Fläche mit künstlichem Rasen und Busch ihr Geschäft erledigen. Da es dort sehr stank, wollten Gina und die anderen Hunde mit diesem Ort nichts zu tun haben. Wir blieben auf dem Hundedeck und schauten zu, wie das Schiff um halb sechs ablegte. Leider war das Wetter nicht gut; es regnete, windete und war kalt. Der Seegang war enorm stark, das spürte man vor allem beim Abendbuffet. Wir mussten sehr aufpassen, dass wir nicht entweder vom Stuhl fielen oder beim Essen holen in einen Nachbartisch stolperten. Aber wir hatten Glück im Unglück: wegen eines starken Sturms in Schottland wurden viele Fährverbindungen gestrichen. Ein Glück wussten wir das zu diesem Zeitpunkt alle nicht (ausser Mama), sonst wären wir wahrscheinlich vor Angst durchgedreht. Später am Abend wurde das Wetter besser und die Wellen legten sich. Mama und ich (Matilda) waren auf dem obersten Deck, von wo aus wir eine atemberaubende Aussicht hatten. Der Sonnenuntergang war wunderschön und sogar ein Regenbogen ist entstanden!
Am nächsten Morgen weckte uns eine Lautsprecherdurchsage, die uns bekannt gab, dass wir bald in England sind. Es gab ein englisches Frühstücksbuffet mit Baked Beans, Sausages, Hash Brown, Rührei, Porridge und anderem leckeren Essen. Nachdem wir satt waren, gingen wir kurz raus aufs Deck, aber der Wind blies uns fast weg, weil er so stark war!
In Newcastle angekommen stand uns nun eine weitere vierstündige Autofahrt bevor. Dieses Mal ging es nach Dollar, das ist ein Dorf in Schottland in der Nähe von Stirling. Das Fahren war ungewohnt, da in ganz Grossbritannien Linksverkehr herrscht. Nach einer Stunde machten wir bei einem Café Rast. Wir waren alle zusammen drinnen, bis uns eine Mitarbeiterin darauf hinwies, dass man mit Hunden nicht ins Café darf, sondern in einen speziellen Bereich für Hunde sitzen soll. Dieser „spezielle Bereich“, stellte sich als eine kleine Holzhütte heraus, die von einem Zaun umgeben war. Wir kamen uns ein bisschen doof vor, da wir ganz alleine dort sassen und alle hereinstarrten. Nach einem leckeren Jacket Potatoe erreichten wir nach zwei weiteren Stunden Fahrt Dollar.
Unser Haus steht zwischen vielen anderen Ferienhäuschen. An jedem Häuschen hängt ein kleines Schild mit einem Namen. Unser Haus heisst zum Beispiel „Squirell Lodge“ (Eichhörnchen Hütte). Im Innern ist es sehr modern. Es ist in hellen Tönen gehalten. Uns gefällt vor allem das Wohnzimmer mit dem elektrischen Kamin und dem farbigen Ambilight. Wir (Ida und Matilda) teilen uns ein ziemlich kleines Zimmer mit zwei schmalen Betten. Leider sind die Matratzen sehr unbequem. Aber was soll's - drei Nächte kann man aushalten.
Bis jetzt gefällt uns Schottland sehr gut, vor allem wegen dem Klima und der schönen Landschaft. Wir freuen uns, das Land und die Kultur besser kennenzulernen!
(Von Matilda und Ida)
