Von Lochs und Highlands
In unserer zweiten Woche in Alford fuhren wir an einem Tag mit einem Minizug zu einem nahegelegenen Park. Dort hatte es einen tollen Spiel- und Campingplatz. Den Rückweg


Veröffentlicht: 15.09.2025













Die Zeit in Helensburgh war schnell vorbei. Am Samstag (6.9.) fuhren wir weiter. Auf unserem Weg nach Ashgill besuchten wir das William Wallace Monument. Dabei handelt es sich um einen Turm in Stirling, ein Denkmal für William Wallace. Er war der erste, der Schottland vereinte (Braveheart!). Er führte die Schotten bei der Schlacht an der Stirling Bridge an und gewann gegen die Engländer. Er kämpfte für die Unabhängigkeit der Schotten und ist bis heute ein grosser Held. 1305 wurde er leider hingerichtet und man baute einen grossen Turm als Denkmal für ihn und seine Taten.
Da unser Hund nicht mit hineindurfte, warteten ich und Mama draussen, während Ida und Papa den Turm betraten. In der Zwischenzeit hörten wir uns eine Vorführung von einem Mann an, der uns alles über William Wallace und das Denkmal erzählte.
Danach konnten wir auch in den Turm. Man gelangte über eine Treppe immer weiter nach oben und in jedem Stock gab es eine kleine Ausstellung mit Infos über William Wallace.
Nach einem Besuch im Giftshop und Café, fuhren wir weiter und erreichten Ashgill, das ganz in der Nähe von Glasgow liegt. Der Vermieter führte uns durch das Haus- es war wirklich riesig! Es gab zwei Badezimmer, jeweils mit Dusche und Badewanne! Es hatte fünf Schlafzimmer, zwei Wohnzimmer und einen Wintergarten. Sogar ein Gamingzimmer mit einem Snookertisch war vorhanden. Draussen befanden sich ein kleiner mittelalterlicher Brunnen, ein „Vier gewinnt!“-Spiel in Gross und ein Gartenschach. Nebenan hatte es einen grossen Hunde-Trainingsplatz mit tollen Hindernissen. Uns gefiel das Grundstück sehr gut!
Am Montag waren wir in Glasgow, der grössten Stadt Schottlands. Von Ashgill hat man nur zwanzig Minuten mit dem Auto, also nutzten wir die Gelegenheit. Zuerst besuchten wir die St. Mungo Cathedral, eine riesige Kathedrale, die im 12. Jahrhundert gebaut wurde. Sie ist wunderschön- von innen und von aussen. Das Gebäude ist 69 Meter hoch und wurde im gotischen Stil gebaut. Wir konnten sogar eine Treppe nach unten nehmen, die zu einer Krypta führte. Insgesamt war die Kathedrale extrem beeindruckend!
Später assen wir in einem italienischen Restaurant zu Mittag- es war richtig lecker! Ausserdem shoppten wir natürlich eine Menge, denn Glasgow ist dafür sehr gut geeignet. Die Zeit verging wie im Fluge!
An einem anderen Tag besuchten wir das Weltkulturerbe New Lanark. Früher war es eine Fabrik für Baumwollverabeitung, doch mit den Wohnungen für die Mitarbeiter, der Schule für die Kinder und einem Laden, bildete es eine kleine Stadt für bis zu 2500 Bewohnerinnen und Bewohner am Fluss Clyde. Robert Owen war der Besitzer der Fabrik. Für seine Zeit (1771-1858) war er sehr fortschrittlich, denn er wollte keine Kinderarbeit und baute für den Nachwuchs extra eine Schule, die alle Kinder bis zwölf Jahre besuchten. Auch die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner war ihm wichtig. Alle Arbeiter:innen zahlten einen Sechzigstel ihres Lohnes in eine Art Krankenkasse für medizinische Untersuchungen. Dies war für diese Zeit extrem innovativ.
In der ehemaligen Fabrik befindet sich heute ein grosses Museum, wo wir die Maschinen bestaunen konnten. Mit einem Wagen fuhren wir durch einen Teil der Fabrik. Dabei erfuhren wir Dinge über den Alltag der Bewohner. Ausserdem besuchten wir die Schule der Kinder damals und das alte Haus von Robert Owen. Dazu gab es eine nachgestellte Wohnung der Mitarbeiter. Insgesamt war es sehr interessant!
Bevor wir am Samstag Schottland endgültig den Rücken zukehrten, fuhren wir noch einmal nordwärts nach Stirling, um dort das Bannockburn Battle Visitor Center zu besuchen. In einer einstündigen Führung wurden uns die Ereignisse rund um Robert the Bruce und dem „Battle of Bannockburn“ 1314 anschaulich näher gebracht. Nach dieser gewonnenen Schlacht war Schottland mehrere Jahrhunderte lang von England unabhängig. Robert the Bruce wird seitdem als Volksheld verehrt.
Anschliessen verliessen wir Schottland endgültig und reisten weiter nach Carlisle (England), um den berühmten Hadrianswall zu besuchen. Hier bleiben wir bis am Mittwoch. Schottland hat uns allen sehr gut gefallen und wir sind traurig, dass wir nicht mehr dort sind.
(Von Matilda)
