Lønstrup
Am Samstag fuhren wir weiter nach Lønstrup. Die Fahrt hätte eigentlich nur viereinhalb Stunden dauern sollen, aber in den letzten fünf Minuten bekamen wir einen Platten!


Veröffentlicht: 25.07.2025
Am Samstag (19.7.) war der Aufenthalt in Lønstrup vorbei und wir reisten nach Asnæs auf Seeland. Die ersten zwei Stunden fuhren wir mit dem Auto und schliesslich ging es auf eine Fähre, die uns auf die Insel Seeland brachte. Es war ungewohnt, auf so einer grossen Fähre zu sein, vor allem weil es enorm viele Leute hatte und man eng beieinander sass. Nach ca. zwei Stunden fuhren wir von der Fähre runter und erreichten nach einer halben Stunde unser Ziel Asnæs.
Das Haus hier ist das grösste, das wir bis jetzt hatten. Es gibt drei Schlafzimmer, einen riesigen Ess- und Wohnbereich und zwei Bäder. Aber am meisten überzeugt uns der Garten. Dort stehen wunderschöne Bäume und Sträucher. An zwei Bäumen hängt eine Schaukel, die wir gerne benutzen. Ausserdem kann man draussen in einer Aussendusche duschen. Liegestühle, zwei Tische und ein Sportgerät sind auf einer Terrasse, die ums halbe Haus herumführt. Von dort aus hat man eine wunderschöne Aussicht über ganz Asnæs. Wir können das Meer und einen riesigen Wald sehen. Hier nutzen wir die Zeit vor allem um uns eine Pause zu gönnen, da wir an den anderen Orten schon vieles erlebt haben und es uns in diesem Haus sehr gefällt. Es nervt uns aber, dass das Haus sich sehr schnell aufheizt. Die Landschaft in Asnæs ist im Vergleich zur Nordseeküste hügeliger (nicht zu verwechseln mit hyggelig). Ausserdem ist der Strand weiter entfernt, sodass man zu Fuss sicher zwanzig Minuten braucht.
An einem Abend assen wir in einem Restaurant namens „Emilios Pizza“. Die Pizza hatte einen leckeren Belag und luftigen Teig. Gleich neben dem Restaurant gibt es die Eisdiele „Ida‘s Is“. Natürlich hat meine Schwester (die auch Ida heisst) sich sehr gefreut. Dort probierten wir an einem anderen Tag ein Eis.
Unser grösster Ausflug führte uns ins Sagnlandet Lejre (Land der Legenden), ein Freiluftmuseum, das etwa vierzig Minuten von Asnæs entfernt ist. In Lejre hat man Überreste von Schiffen und Bauten der Wikinger gefunden. Aus der Zeit der Wikinger, der Steinzeit und der Eisenzeit wurden Gebäude nachgebaut, um zu zeigen, wie die Menschen damals gelebt haben könnten. Mitarbeiter waren als Bewohner verkleidet und erzählten uns interessante Dinge. Insgesamt ist das Museum dreiundvierzig Hektar gross und damit sehr weitläufig. Besonders cool fand ich die sechzig Meter lange Königshalle aus der Wikingerzeit. Noch mehr dazu erfahrt ihr unter folgendem Link: https://sagnlandet.dk/.
Heute waren wir Minigolf spielen. Das wollten wir schon länger mal machen; leider kam bisher immer etwas dazwischen. Dänisches Minigolf ist ziemlich anders als das Minigolf in der Schweiz. Die Anlagen sind viel kleiner, die Bahnen schmaler und die Hindernisse nicht standardisiert. Trotzdem (oder gerade deshalb) ist Minigolf spielen hier eine spassige Angelegenheit. Die Hindernisse präsentieren sich einem in Form von Kühen, Würfeln, Löwen, Elefanten und Raketen. Wie bei unserer Familie üblich, entwickelten alle ihren eigenen Ehrgeiz, was bei einigen unweigerlich zu schlechter Laune führte. Jä nu - wir haben sicher nicht das letzte Mal in Dänemark Minigolf gespielt; solche Anlagen gibt es hier wie Sand am Meer.
Da heute schon wieder Freitag ist, fahren wir bereits morgen weiter nach Marielyst, das sich im Süden von Seeland befindet.
Am liebsten würden wir hier bleiben, weil uns das Haus so gut gefällt. Dennoch sind wir gespannt auf das nächste Reiseziel!
(von Matilda und Olivia)
