Tag 3: Paris
Um 6:30 Uhr klingelt unserer Wecker. Wir frühstücken und dann starten wir eine Stunde später. Zuerst nehmen wir den Bus nach Marne de Ville, um dort in den Zug zu steigen. Nach...


Veröffentlicht: 18.08.2021
Wieder beginnt unserer Tag am frühen Morgen. Wir werden immer schneller und effektiver beim Packen und Beladen des Busses und so rollen wir pünktlich halb 9 vom Campingplatz. Unser erstes Ziel ist das Schloss Versailles, welches wir nach einer Stunde Fahrzeit erreichen. Das berühmte Schloss war von 1682 bis 1789 die Residenz der französischen Könige. Der Ausbau des Schlosses vom kleinen Jagdschloss zum Palast brachte den Staat fast an den Rand des Ruins. 36000 Menschen und 6000 Pferde arbeiteten gleichzeitig am Bau. Vor den Toren steht die Statue des Bauherrns vom Sonnenkönig Ludwig XIV. Wir laufen durch das Tor und warten auf den Einlass um 11:00 Uhr, mit uns stehen viele Touristen in der gleichen Schlange. Pünktlich dürfen wir rein und durch gute Organisation strömen wir im Fluss der Massen durch die Räume. Die Wände sind meist vergoldet oder mit teuren Wandbehängen gestaltet. Viele Deckenmalereien mit göttlichen oder königlichen Motiven sind zu sehen. Im Zentrum des gesamten Komplexes liegt das Schlafzimmer des Sonnenkönigs. Hier brachten enge Vertraute die neuesten Nachrichten, während der König aufstand, vom Hofarzt untersucht, dann rasiert und gepudert wurde. In den Gemächern des Königs steht ein großes Bett, die Farbe rot dominiert den Raum. Im großen weltberühmten Spiegelsaal der 73 m lang ist, sind über 300 Spiegel verbaut. Anschließend gelangen wir in die Gemächer der Königin, wobei überwiegend goldene Töne verwendet wurden. Drei Königinnen und zwei Thronfolgerinnen Frankreichs bewohnten die Räumlichkeiten und gebaren hier 19 Prinzen und Prinzessinnen.
Anschließend sehen wir das Museum der französischen Geschichte mit vielen Gemälden und Statuen.
Nach ca. 1 ½ Stunden beenden wir die Besichtigung des Schlosses und wandern durch die Gärten von Versailles. Der Park ist das vollendete Beispiel für die französische Gartenbaukunst des 17. Jahrhunderts. Symmetrie und auf geometrische Formen zugestutzte Natur werden perfekt angewandt. Die vielen Wasserbecken und Statuen sind im ursprünglichen Zustand erhalten. 2 der Becken haben Wasserspiele. Leider sind die vielen anderen Fontänen heute aus. Wir laufen eine Rundgang durch den 815ha großen Park und schließen nach 2 Stunden unsere Tour ab.
Nach einer Kaffeepause sitzen wir im Auto und fahren Richtung Norden.
Direkt an der Saine liegt das Château Gaillard. Die Burg ist eine Ende des 12. Jahrhunderts von Richard Löwenherz, dem König von England und Herzog der Normandie, erbaute, aber bereits im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit zerstörte Burganlage. Wir machen ein Pause und blicken auf die tolle Ruine. Ich laufe alleine hinunter, während Rene und die Kinder am Aussichtspunkt bleiben.
Gegen 19 Uhr erreichen wir endlich unseren Campingplatz beenden unseren Tag.
