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23. Big Island -Hilo & Mauna Kea

Veröffentlicht: 21.07.2026

Unterkunft
Apartment in Hilo
Ferienwohnung · Hilo · Airbnb
Spaziergang
Apartment in Hilo → Hilo Farmers Market
Hilo, USA
Fahrt
Apartment in Hilo → … → Mauna Kea Visitor Center
Saddle Road
Attraktion
Akaka Falls
Hilo, USA
Strand
Honoliʻi Beach Park
Hilo, USA
Attraktion
Mauna Kea Visitor Center
Hilo, USA
Tour
Sonnenuntergang und Sternenbeobachtung am Mauna Kea Visitor Center
Tour

Wir wachen in unserem gemütlichen Apartment in Hilo auf. Die tropische Morgenluft zieht durch das Fenster, und nach den anstrengenden Vulkanwanderungen tut es gut, den Tag ohne festen Zeitplan zu beginnen. Heute erkunden wir zunächst die Stadt zu Fuß. Unser erster Weg führt uns zum bekannten Hilo Farmers Market. Doch die Enttäuschung folgt schnell: Entgegen der typischen Reiseführer-Beschreibungen sind heute kaum Stände vorhanden. Der Markt wirkt leer und fast ein bisschen verlassen. Auch das typische Durchprobieren fällt komplett weg – probieren kann man hier leider gar nichts. Trotzdem halten wir Ausschau und erwerben zumindest ein paar der angebotenen lokalen Früchte . Als wir danach weiter durch die Straßen schlendern, verstärkt sich der triste Eindruck. Hilo zeigt uns heute sein ungeschminktes, echtes Gesicht – und das ist ein scharfer Kontrast zu den typischen Postkartenmotiven. Wir sehen viel Armut. An vielen Straßenecken und in den Parks fallen uns Obdachlose auf. Auch das Stadtbild selbst spricht Bände: Viele der historischen Häuser sind sichtlich verfallen, die Fassaden bröckeln und die Substanz leidet. Es ist ein erschreckender Anblick und dieser Spaziergang stimmt uns zutiefst nachdenklich. Er zeigt uns ganz deutlich, dass Hawaii mit harten Alltagsproblemen zu kämpfen hat. Wir kehren  schon zum Mittag zurück in unser Apartment. Dort kochen wir uns ein entspanntes Mittagessen.
Nach der Pause zieht es uns wieder nach draußen. Wir setzen uns ins Auto und machen uns auf den Weg zu den berühmten Akaka Falls, die ein Stück nördlich von Hilo liegen. Vor Ort bezahlen wir den Eintritt am Parkeingang und starten direkt auf den asphaltierten Rundweg. Der kurze Trail entpuppt sich als echter Traum: Er führt uns mitten durch einen dichten, saftig grünen Regenwald voller riesiger Bambushaine, wilder Orchideen und exotischer Pflanzen. Schon nach kurzer Zeit hören wir das laute Rauschen. Dann stehen wir vor ihnen: Die Akaka Falls stürzen weit über 130 Meter tief in eine bewachsene Schlucht. Ein absolut beeindruckender Anblick.
Der Tag ist aber noch nicht vorbei, denn die Kids wollen unbedingt noch baden! Im Apartment liegen zwei Boogie-Boards bereit, die jetzt endlich ausprobiert werden müssen. Also fahren zum nahen Honoliʻi Beach Park. Wir laufen hinunter zum schwarzen Sandstrand und stürzen uns voller Vorfreude in die Brandung. Doch der Pazifik zeigt hier sofort seine Zähne: Die Wellen sind gigantische Walzen und brechen mit einer Wucht herein, die viel stärker ist als alles, was wir auf dieser Reise bisher erlebt haben. Es ist ein extrem wilder Ritt! Die Kraft des Ozeans ist hier nicht zu unterschätzen. Nach nur kurzer Zeit ertönt auch schon ein lauter Pfiff über den Strand: Der aufmerksame Lifeguard pfeift uns und einige andere Schwimmer wegen der gefährlichen Strömung rigoros aus dem Wasser. Sicherheit geht vor! Die Enttäuschung währt jedoch nur kurz, denn direkt am Strand mündet der Honoliʻi-Fluss in den Ozean. Wir wechseln einfach das Revier und gehen stattdessen im ruhigen, kühlen Flusswasser baden. Hier lässt es sich wunderbar planschen, während wir den Profi-Surfern draußen auf den Riesenwellen zuschauen.
Am Nachmittag wartet dann das absolute Kontrastprogramm auf uns. Unser Ziel ist der Mauna Kea. Er ist ein 4.205 Meter hoher ruhender Vulkan und gilt vom Meeresboden bis zum Gipfel mit 10.203 Metern als der höchste Berg der Erde.
Wir wollen dort oben den Sonnenuntergang über den Wolken erleben – ein Abenteuer, das mitten im tropischen Hawaii dicke Winterkleidung erfordert. Wir fahren die spektakuläre Saddle Road hinauf. Die Landschaft verändert sich mit jedem Kilometer rasant: Aus dem dichten, grünen Dschungel rund um Hilo wird schnell eine karge, fast mondähnliche Kulisse aus rötlicher und tiefschwarzer Vulkanerde. Die dichte Wolkenwand lassen wir auf der Fahrt nach oben schrittweise unter uns. Schließlich erreichen wir das Visitor Center auf knapp 2.800 Metern Höhe und legen einen obligatorischen Stopp ein. Die Luft ist hier oben bereits spürbar dünner, und wir müssen unseren Körpern erst einmal Zeit geben, sich an die veränderten Bedingungen zu gewöhnen. Bevor wir die restlichen Höhenmeter zum Gipfel in Angriff nehmen, suchen wir das Gespräch mit einem der Park Ranger und fragen nach, ob die Weiterfahrt mit Kindern sicher ist. Die Antwort ist eindeutig: Uns wird dringend empfohlen, mit Kindern unter 13 Jahren nicht weiterzufahren. Das Risiko, auf über 4.000 Metern an der gefährlichen Höhenkrankheit zu erkranken, ist für die Kinder einfach zu hoch. Sicherheit geht bei uns absolut vor, weshalb wir den Gipfel schweren Herzens sausen lassen. Stattdessen wählen wir einen schönen Aussichtspunkt direkt auf der Höhe des Visitor Centers aus, um von hier aus den Sonnenuntergang zu beobachten. Auch hier ist die Kulisse absolut gigantisch. Die Luft ist kalt, aber der Ausblick entschädigt für alles. Wir kuscheln uns in unsere warmen Jacken und beobachten, wie die Sonne langsam in ein endloses, strahlend weißes Wolkenmeer eintaucht. Der Himmel färbt sich in den wildesten Tönen von flammendem Orange über tiefes Rosa bis hin zu einem sanften Violett. Es ist ein unfassbar magischer Moment, den wir als Familie völlig sicher und entspannt genießen. Nachdem die Sonne hinter dem Wolkenmeer versinkt, bricht die Dunkelheit herein. Es wird noch kälter, aber wir bleiben am Visitor Center, um an einer Sternenbeobachtung teilzunehmen. Die Erklärungen der Experten sind wirklich gut, leicht verständlich und absolut faszinierend. Wir erfahren eine Menge über die Sternbilder am klaren Nachthimmel von Hawaii. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Da dieser Ort ein absoluter Magnet für Besucher ist, stehen hier unzählige Autos. Durch die Scheinwerfer der ständig ankommenden und abfahrenden Fahrzeuge wird die Dunkelheit immer wieder durchbrochen. Man wird regelmäßig gestört, was die magische Atmosphäre leider ein wenig trübt. Dennoch treten wir im Anschluss die Rückfahrt an und kommen mit fantastischen Bildern im Kopf wieder glücklich in unserem warmen Apartment in Hilo an.
Es erwartet uns die tropische Wärme in Hilo und einen Pfeifkonzert. Als wir in die Wohnung kommen, machen wir noch eine ganz besondere Entdeckung und lösen endgültig ein mehrtägiges Rätsel. Ein winziger Frosch macht hier nämlich ordentlich Krach! Es handelt sich um den berühmten
Coqui-Frosch, eine eingeschleppte Art auf Big Island, die für ihre lautstarken Konzerte bekannt ist. Vor einigen Tagen im Nationalpark denken wir beim ersten Hören noch, es handelt sich um einen exotischen Vogel, der da aus den dichten Farnwäldern pfeift. Gestern Abend können wir das akustische Rätsel endlich theoretisch lösen, und heute bekommen wir den lautstarken Minikerl im Scheinwerferlicht sogar leibhaftig zu sehen. Er ist kaum größer als ein Daumennagel, aber sein durchdringendes Pfeifen beschallt die ganze tropische Nacht

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
Begleitung
Mit Familie
AbenteuerlichKulturellFamilienfreundlichEntspannend
  • Hilo Farmers Market
  • Akaka Falls
  • Honoliʻi Beach Park
  • Sonnenuntergang über den Wolken am Mauna Kea
  • Sternenbeobachtung am Visitor Center
Boogie-Boardswarme Jacken
StadtNaturStrandBergeKulturEssenGeschichteArchitekturAbenteuer
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Antworten (2)

vor 16 Tagen
Guten Tag, nach dem gestrigen Tag heitert mich Dein Bericht wieder sehr auf, dass auf Hawaii der höchste Berg der Welt steht, habe ich auch erst mitbekommen, als wir auf dem Pico del Teide in Teneriffa waren. Der ist nämlich der drittgrößte Inselvulkan der Erde. Lustig fand ich die Geschichte mit dem Frosch, ich dachte auch zuerst an einen Pirol, aber den gibt es auf Hawaii ja gar nicht. Also ein Frosch. Habe mir gleich einmal einige Bilder angesehen. klein und niedlich. Genießt die Zeit. Liebe herzliche Grüße senden Frank und OMaRe

Claudiavor 16 Tagen
Echt toll😘

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