Deutschland-Kaukasus 2022 mit dem VW T3
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Tag 02 Fahrt von Ungarn über Serbien nach Nordmazedonien - Strumica

Nach einer Übernachtung im Transporter und einem guten Frühstück ging es weiter in Richtung Serbien. Kurz vor der Grenze hab ich nochmal vollgetankt. Für Fahrzeuge mit ungarischem Kennzeichen kostet der Liter Diesel 480FT, für alle anderen 662FT. Offensichtlich stützt der Staat den Kraftstoff für Einheimische...Dem Tankwart schien es auch nicht recht, dass ich, obwohl ich den vollen Preis bezahlt habe, bei ihm tanke. Warum auch immer...

Die Überfahrt nach Serbien verlief problemlos, der Zöllner hatte offensichtlich keinen Bock zum Wochenende den Inhalt meines Fahrzeugs zu kontrollieren. Er legte mir förmlich in den Mund, dass es sich bei allem nur um gebrauchte Dinge handelt...

Kaum in der Grenzkontrolle, steigt die Kühlwassertemp. ggü. seinem sonstig üblichen Stand von etwa 1/3 auf über 1/2, irgendwas scheint nicht zu stimmen...Da schalte ich doch lieber mal die Heizung zu und nutze meinen extra dafür eingebauten Zusatzlüfterschalter...Damit steigt die Temperatur zumindest nicht weiter und bleibt auch im erträglichen Bereich...Der Kühlwasserstand ist ok, ein Leck ist nicht erkennbar. Ich entscheide mich dafür weiterzufahren und zu beobachten.

Zwei Stunden und 150km später normalisiert sich die Temperatur wieder auf 1/3...Wer weiß...Vielleicht hat das Thermostat gehangen? Beobachten und Weiterfahren...

Später fängt der eh schon nervig zappelnde Tacho an, seine Anzeige auf gute 160 zu stellen und dort sein Leben auszuhauchen...Was sollˋs, hab ja noch den digitalen Tacho und kann im Notfall immer noch nach Gehör fahren...

Beim Tanken stelle ich dann fest, dass ein Schlauch vom Tank zum Ausgleichsbehälter am oberen Ende undicht geworden ist. Gut, wird einfach nicht mehr ganz voll getankt.

Die Landschaft in Serbien war sehr abwechslungsreich, vom platten weiten Land bis hin zu schönen Gebirgswelten...Aber auch viel Regen, teils starke Gewitter heute...

Gegen 20 Uhr erreiche ich die Grenze nach Nordmazedonien, auch dort komme ich problemlos rüber...Geschafft, hatte wirklich Sorge, dass ich auf Grund der vielen Hilfsgüter Probleme mit dem Zoll bekomme...

Eigentlich wollte ich mir jetzt eine Raststätte mit WLAN suchen, um mal wieder mit der Welt verbunden zu sein und dort zu übernachten. Eine hab ich klassisch verpasst, die anderen angefahrenen Stellen hatten kein WiFi...Naja, und so bin ich eben gleich bis zu meinem eigentlich für den nächsten Tag vorgesehenen Ziel Strumica mal wieder bei strömenden Regen durchgefahren. Irgendwas fing bei Bodenwellen an der Vorderachse an zu knarren. Das Geräusch erinnert mich verdächtig an die Reise in die Ukraine 2019, da ging auf Grund schlechter Straßen ein Querlenkerlager flöten. Komisch nur, dass diesmal keine wesentliche schlechte Fahrbahn bisher dabei war. Egal, Beobachten...

In Strumica angekommen ging plötzlich der Motor aus und auch immer mal nur kurz an. 300m bis zu einem Restaurant hab ich noch geschafft, dann war Ruhe. Was ist denn nun wieder? Dieselmangel? Aber warum? Der neue Filter zu? Oder die Leitung dicht? Oder zieht die Pumpe nicht mehr? Egal, morgen ist auch noch ein Tag. Jetzt noch in dem Restaurant lecker gegessen und getrunken (ein Thunfischsalat und zwei Bier für insgesamt 7,- Euro, da sucht man die versteckte Kamera). Das Personal war gut drauf, echt ne gute Truppe...Und dann ab in die Heia, mal wieder im Transporter...

865 Kilometer sind es heute geworden...

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