Bambus-Auszeit
Der Tag startet früh, denn bevor wir heute nach Nara weiter reisen, liegt noch der berühmte Arashiyama Bambuswald an.


Veröffentlicht: 26.07.2025






















































Der frühe Vogel fängt den Wurm oder ist vor den ganzen Reisegruppen an den Sehenswürdigkeiten. Dieses frühe aufstehen ist fast schlimmer, als würde man arbeiten gehen. Da braucht man nach dem Urlaub noch Urlaub.
Heute steht Historie, Besuch einer Sake-Brauerei, die berühmten Mochi und Shopping auf dem Plan.
Aber erstmal zum Einstimmen für euch ein paar Fakten:
Nara, die im 8. Jahrhundert einstige Hauptstadt Japans, ist heute eine Großstadt mir ca. 370.000 Einwohnern und liegt im Süden der Hauptinsel Honshū. Die Stadt ist vor allem durch seine historischen Tempel und die frechen Sika Hirsche bekannt. Die niedlichen Tiere, die sich vor ihren Besuchern verbeugen, sind eine beliebte Attraktion im Japan Urlaub. Sie gelten als heilig, dürfen sich frei in Nara bewegen und prägen seit Jahrhunderten das Stadtbild.
Nach einem typischen japanischen Hotelfrühstück starten wir mit dem Bus zum Tôdai-ji, mit der Halle des Großen Buddhas.
Sie war bis vor kurzem mit 57 m Breite, 47 m Höhe und 50 m Länge das größte Holzgebäude der Welt. Flächenmässig ist aktuell der Holzring in Osaka auf der Expo größer. Die Halle beherbergt eine riesige Bronzestatue des Buddha, die 14,98 m hoch und 452 t schwer ist und auf einem 18 m hohen Sockel steht.
Bemerkenswert ist auch das Eingangstor (Nandaimon) aus dem Jahr 1199 mit den beiden rund 8,5 m hohen Wächterstatuen (Niô).
Die Anlage des Tōdai-ji zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Ist schon witzig hier laufen überall die Sika Hirsche rum,
sie wollen was zu fressen und wenn du nichts hast trotten sie weiter.
Die Anlage ist riesig und Japaner lieben Treppen. So laufen wir bei sengender Sonne durch die Anlage.
Gegen Mittag haben wir genug gesehen, obwohl es noch viel zu sehen gäbe, entscheiden wir uns jetzt zur Sake-Brauerei aufzubrechen. Der Weg war schon hardcore.
Gott sei Dank haben wir unsere Schirme - die sind Gold wert.
Leider konnte man die Brauerei selbst nicht besichtigen, aber das Sake-Tasting war auch ganz nett.
Fakten:
Sake ist ein aus poliertem Reis gebrautes alkoholisches Getränk aus Japan. Das klare oder weißlich-trübe Getränk enthält ca. 15–20 % Alkohol. Die Herstellung von Sake ähnelt dem von Bier, da Stärke für die alkoholische Gärung erst zu Zucker aufgeschlossen werden muss. Der Alkoholgehalt von Sake ist höher als der von Wein aus Weintrauben. Sake macht etwa 4 % des japanischen Alkoholkonsums aus.
Probieren konnten wir 5 verschiedene Sakes.
2 haben ganz gut geschmeckt und die haben wir auch gleich erworben. Mal schauen, ob die zu Hause auch noch so lecker schmecken.
Nun müssen wir noch einen Kilometer durch die brütende Hitze um zu Nakatanidou zu kommen.
Den Laden habe ich durch Zufall bei Instergram gesehen. Hier wird der Reisteig für Mochis noch von Hand geschlagen.
Mochi , ein traditioneller japanischer Reiskuchen gefüllt mit süssem Bohnenmus. Sie werden in Japan traditionell aus dem Klebreis „Mochigome" hergestellt, von dem sich auch der Name ableitet.
Die grüne Farbe und einen erfrischenden Geschmack bekommen die Mochis vom Yomogi, eine japanische Wildpflanze, die auch als Beifuß bekannt ist. Durch das kräftige Stampfen erhält man unglaublich weiche Yomogi Mochi, die von Hand mit Kinako, geröstetem Sojamehl, bestäubt werden.
In jedem Reiskuchen befindet sich eine großzügige Füllung aus roter Bohnenpaste.
Die süße und zähflüssige Textur der roten Bohne ergänzt den Yomogi Geschmack gut.
Yummi 😋😋 waren die lecker.
Um der Sonne zu entgehen schlendern wir noch durch eine Einkaufspassage.
Es ist soooo warm und die Füsse tun sooooo weh.
Siesta im Hotel - eine super Idee. Gesagt - getan.
Der Abendhunger, denn seit dem Frühstück gabs nur 2 Eis, treibt uns wieder raus in die Wärme. Der Schauer während unserer Siesta hat auch keine Abkühlung gebracht.
Heute darf ich entscheiden was wir essen und ich entscheide mich für Okonomiyaki.
Okonomiyaki haben in etwa die Form eines Pfannkuchen. Gewürzt wird mit einer speziellen Okonomiyaki-Sauce und Katsuobushi (getrockneter und zerriebener Thunfisch).
Das Restaurant was ich ausgesucht habe war leider geschlossen, aber das haben wir erst gesehen als wir davor standen. Wir suchen weiter - das nächste Restaurant ist leider schon voll, und so suchen wir weiter und finden schließlich ein traditionelles kleines uriges Familien-Restaurant mit 2 Tischen und 8 Plätzen.
Bei mir war ja klar was ich esse - die vegetarische Variante ohne Ei und Schahaatz entscheidet sich für Beef mit Soba-Nudeln.
Als Starter probieren wir gegrillte Reiskugeln (was grosse Dreiecke waren, die schon echt schwierig waren mit Stäbchen zu essen) und Spiesse mit gegrilltem Hühnchenfleisch vom Schenkel.
Wir hätten auch Spiesse mit Hühnchen…
bekommen können - aber nein, das war uns dann doch zu gewöhnlich.
Aber was wir bestellt haben, war wieder super lecker. Auch hier wurden wir wieder von der ganzen Familie herzlich verabschiedet.
Morgen geht es weiter nach Osaka.
