Shopping bis der Arzt kommt
Heute ist unser letzter vollständiger Tag in Hiroshima. Ich habe einen leichten Muskelkater in der linken Wade und Treppensteigen tut echt weh. Den heuten Tag werden wir


Veröffentlicht: 03.08.2025
Sayōnara Nihon - yōkoso Honkon oder auf deutsch: Tschüss Japan - Wilkommen Hongkong
Heute ist Reisetag. Der Heimat langsam wieder näher kommen. Wieder angenehmeren Temperaturen entgegen fliegen. Allerdings muss das noch 3 Tage warten, denn heute geht es nach Hongkong und da ist es genauso warm wie in Japan nur mit ein bisschen mehr Luftfeuchtigkeit. Und wir sollen Glück haben - es soll zu 85% regnen.
Gdesk (Gedanken die einem so kommen)
Heute beim frühstücken und dem morgendlichen Blick aus dem 14. Stock fiel mir mal wieder auf (ist mir auch schon in Osaka aufgefallen), das hier doch recht viel Fahrrad gefahren wird. Hier gibt es sogar, im vergleich zu Osaka, Radwege - die aber keiner benutzt. Auch scheinen die Japaner noch nicht rausgefunden zu haben, wie man den Sattel in der Höhe verstellt, denn die fahren hier alle mit den Knien an den Ohren. Schahaatz hat dann mal recherchiert:
Die tiefe Sattelhöhe ist kein „Fehler“, sondern eine bewusste Entscheidung für Sicherheit, Komfort und Zweckmäßigkeit im Alltag – ein gutes Beispiel dafür, wie sich Technik und Kultur aufeinander abstimmen.
In Japan sieht man tatsächlich häufig Fahrräder (besonders die sogenannten “Mama-Chari” – einfache Cityräder mit Korb und oft Kindersitz) mit einer ungewöhnlich tief eingestellten Sattelhöhe. Dafür gibt es mehrere praktische und kulturelle Gründe:
Wir haben gestern Abend bei einem happy-hour Bierchen schon mal die Sitze in der ersten Reihe gesichert. Die totale Beinfreiheit. Mal schauen wie die aussieht.
Das Koffer packen hatten wir gestern Abend dann doch noch auf heute morgen verschoben. Nach 2 Drinks hat die Bettschwere dann doch gesiegt. Naja macht ja nix, so viel Klamotten sind es auch nicht die eingepackt werden müssen, da wir ja aufgrund fehlender Kleiderschränke auch nichts auspacken konnten. Selbst das jeder Koffer bei Hongkong Express nur 20 kg wiegen darf lieferte uns keine schlaflose Nacht. Schließlich war ich mit knapp 15 kg und Schahaatz mit 20 kg angereist und so viele Souvenirs haben wir ja nicht eingekauft, auch wenn wir oft shoppen waren. Nach dem alles in den Koffern verstaut ist, bringt Schahaatzs Koffer 21,4 kg und meiner 23,6 kg auf die Waage. 🤦♀️
Och ne - jetzt geht das wieder los. Das und das und das raus ins Handgepäck - neu wiegen - immer noch zu schwer - Koffer wieder auf ….. bis wir nach einer halben Stunde es geschafft haben - 20,2 kg und 20,4 kg. Perfekt dann starten wir mit dem Bus zum Busterminal, um von dort mit dem Airport-Shuttlebus zum Hiroshima-Airport zu gelangen, von wo aus unser Flieger um 14:30 Uhr starten soll.
Das Checkin verlief so lala. Wir hatten wohl einen Praktikanten. Meinen Pass hat er mindestens 3 mal durchs Lesegerät gezogen und bestimmt 5 Minuten irgendwas verglichen. Ok - wir halten ihm zugute, das wir andere Schriftzeichen haben als die Japaner und Hongkongäsen (heisst das so oder sind das Hongkonger 🧐) und der Hiroshima Airport ein kleiner Provinzflughafen ist, bei dem nicht so viel Europäer abfliegen (mit uns genau ein Päärchen) und wir müssten, wenn es umgedreht sein würde, auch ewig drauf schauen um die Hieroglyphen zu vergleichen.
Nachdem die ganze Kofferwiegerei und Durchleuchterei ein glückliches Ende genommen hat und wir nicht auspacken mussten, ging’s zum Sicherheits-Check. Auch sehr ungewohnt. Alles in Körbe packen ist hier auch so und dann schiebt man den/die Körbe auf einem 5 m langen Holztisch weiter bis zum Röntgengerät. Hier wird die Bordkarte kontrolliert, die Körbe geröntgt und wir müssen durch so einen Metallsucher wie früher. Naja was heißt früher, bis vor 2 Jahren vielleicht. Dann noch Passkontrolle und schwupp standen wir in der Abflughalle.
Mittlerweile hatte unser Flieger schon 25 Minuten Verspätung. Als das Flugzeug endlich komplett ist, haben wir es 15:30 Uhr.
Durch den verpassten Slot, dauert es weiter 25 Minuten bis wir endlich zur Startbahn rollen. Hier wir man sogar vom Service-Team noch mit Verbeugung und winken verabschiedet.
Nun müssen wir noch auf 2 landende Maschinen warten. Um 16:05 heben wir ab. 3 Std und 50 Minuten Flugzeit in einer Maschine die gleichzusetzen ist mit Ryanair. Keinen Service - ausser du bezahlst ihn.
Der Flug verläuft ruhig, das einzige was gestört hat, waren die vielen Leute die ständig neben einem standen und auf das freiwerdende Klo gewartet haben. Das ist der Nachteil, wenn man die Beinfreiheit der ersten Reihe genießen will.
Da es auch keine Fernseher gab konnte man natürlich das Arbeiten der Crew genau verfolgen - war so ähnlich wie Filme schauen 😂.
Uns gegenüber sitzt auch Tina (links), die Chefstewardess aus Hongkong. Sie freut sich das wir Hongkong besuchen und gibt uns noch ein paar wertvolle Tipps.
Fakten:
Hongkong eine knapp 8 Millionen Einwohner Metropole in China. Von 1843 - 1997 eine britische Kolonie. 1997 erfolgte die Übergabe der Staatshoheit an die Volksrepublik China. Seitdem ist Hongkong eine chinesische Sonderver-waltungszone unter Beibehaltung einer freien Marktwirtschaft, freien Meinungsäußerung und zugesagter innerer Autonomie. Seit 2014 bricht China allerdings seine Autonomie-Zusage zunehmend und schränkt die Freiheit der Hongkonger Bevölkerung ein. Dies führte wiederholt zu Groß-demonstrationen der Bevölkerung. Im Jahr 2025 wurde die letzte peking-kritische Partei in Hongkong aufgelöst.
Die Fahrt vom Flughafen mit dem AirPort Express für umgerechnet 8€ pP ging super einfach und schnell. Auch wird die Bezahlkarte Octopus für den Öffentlichen Nahverkehr, das Pondon zu der Suica in Japan, empfohlen. Braucht man aber nicht zwangsläufig, da man auch alles gleich über die Kreditkarte bezahlen kann (wenn man eine hat wo keine Wechselgebühren anfallen).
Auf der Fahrt zum Hotel fällt sofort auf das wir das zurückhaltende, höfliche Japan verlassen haben. Hier wird laut geredet, telefoniert, gedrängelt. Die Temperatur ist die gleiche wie in Japan nur wesentlich feuchter. Gegen 20:45 Uhr erreichen wir endlich unser Hotel The city view.
Nach dem Loch in Hiroshima ist das hier Luxus in der 24. Etage.
Jetzt noch was hinter die Kiemen schieben und ab ins Bett.
Heute ist Schahaatz mit Aussuchen dran und sucht uns zielsicher ein nahegelegenes Hotpot- Restaurant aus. Das hiess jetzt zwar nicht mehr so, wie es bei TripAdvisor stand, aber vom Interior war es das. Hotpot darunter konnte ich mir nichts vorstellen.
Fakten:
Hotpot, auch bekannt als chinesisches Brühfondue. Typische Garzutaten sind zum Beispiel dünne Fleischscheiben, Gemüse oder Fisch und Nudeln. Die im Feuertopf gekochten Zutaten werden meist mit einer Sauce verzehrt.
Wir hatten die Variante Yuanyangguo mit „roter“ (scharfer) und „weißer“ (nicht scharfer) Suppengrundlage und Kokosnuss.
Als Gargut ein angeblich halbes Huhn - muss ein sehr kleines Huhn ohne Brust gewesen sein, was man mit dem Hackebeil in kleine Stücke zerteilt wurde und in dem weißen Suppenteil gegart wird. Dann noch Fleischscheiben, Chinakohl, Udon-Nudel und eigentlich Tofu, was sich aber als Taro-Wurzel rausstellte. Eine kartoffelähnliche Wurzel.
In der weißen Brühe waren noch Esskastanien und Kokosnuss, im der roten Brühe diverse Chilies und anders scharf machende Zutaten.
War ein Erlebnis, war lecker, vielleicht ein bisschen zu scharf (obwohl wir schon weniger Scharf bestellt hatten - aber es wird definitiv nicht zu meinen Lieblingsessen gehören. Sehr störend fand ich die kleinen Knochenstücke am Huhn.
Der Regen hat eingesetzt - man gut das ich den Sonnenschirm dabei habe.
