Beidaihe Qin Dynasty Palace Ruins Museum → Beidaihe
Beidaihe, China
Attraktion
Beidaihe Qin Dynasty Palace Ruins Museum
Beidaihe, China
Attraktion
Qin Dynasty Palace Ruins
Beidaihe, China
Beidaihe ist als mondäner Strandurlaubsort bekannt und auch der erste Kaiser von China Qin Shihuangdi hatte hier sein Ferienhaus. Die Grundmauern seines Palastes hat man lokalisieren können und gleich nebenan ein modernes Museum gebaut.
Für den heutigen Tag ist bedeckter Himmel angesagt, eventuell auch leichter Regen, weshalb ich die Museumsbesuche eingeplant habe. Wir fahren mit dem Fahrservice nach Beidaihe vor das Museum.
Für den Besuch aus Deutschland ist ein großer Empfang organisiert worden, denn gleich ein ganzen Musikorchester am Eingang begrüßt mich mit traditioneller Musik. Ein kostümierter Sänger trällert in Art der Peking Oper ein kraftvolles Lied.
Meine Enttäuschung kann nicht größer sein, als ich erfahre, dass der ganze Auftritt gar nicht mir gilt, sondern eine gemeinnützige künstlerische Darbietung ist, die die Stadt Qinhuangdao fördert und organisiert. Deshalb schlängeln wir uns in einer Musikpause durch das Orchester durch, um ins Museum zu gelangen.
Der Eintritt ist kostenlos und gleich im ersten Ausstellungsraum werden mit Fotos die Ausgrabungsarbeiten des ehemaligen Palastes gezeigt.
Ein kleines Holzmodell rekonstruiert das Aussehen und ermöglicht eine Vorstellung vom Umfang des Anwesens.
Beim Bau kamen fein verzierte Hohlblockziegeln zum Einsatz.
Die Dachziegelabschlüsse weisen eine typische Symbolik (sogenannte "Wadang") auf, mit der böse Geister vom Haus ferngehalten werden sollen. Glücks- und Lebenssymbole sind häufig zu finden. Einige Symbolik waren Kaisern vorbehalten, weshalb man heute kaiserliche Ruinen identifizieren kann.
Einige örtlichen Keramikfunde werden ausgestellt, wobei andere Stücke in den Glasvitrinen von anderen Fundorten und anderen Epochen stammen. Dagegen sind die Erläuterungen zu den historischen Quellen sehr aufschlussreich. Die Legende nach der Suche der Unsterblichkeit und die Information zum Aufenthaltsort des Kaisers stammt aus dem Werk "Shiji" des berühmten Historikers Sima Qian (2. Jahrhundert v. Chr.). Dort heißt es sinngemäß: "Im 32. Jahr begab sich der Erste Kaiser nach Jieshi und sandte den Mann aus Yan, Lu Sheng, um Xianmen und Gaoshi zu suchen. Er hinterließ eine Gravur am Stadttor."
Eine Karte zeigt die Reisen von Qin Shihuangdi mit dem Jahr seiner Expeditionen an.
Zum Schluss wird das Schicksal des Qin-Reiches, welches zum ersten Mal China geeint hat, unter dem Thronfolger Qin Er Shi erläutert. Er war der 18. (!) Sohn von Qin Shihuangdi und kam durch eine Palastintrige an die Macht. Der Palastbeamte Zhao Gao und Kanzler Li Si hatten nämlich den kaiserlichen Erlass zur Thronfolge gefälscht und den rechtmäßigen Erben zum Selbstmord gezwungen. Ein Schicksal, welches später auch Qin Er Shi ereilen sollte, da seine grausame, ignorante und inkompetente Herrschaft zu einer Revolte führte. Also ganz normaler Herrscherwahnsinn.
Diesem Wahnsinn entfliehend, stürzen wir hinaus zum Grabungsfeld. Dabei gibt es aber nicht viel zu sehen, da die Grundmauern des Palastes lediglich angedeutet sind. Erhöhte Holzstege führen über das Gelände.
An einem angrenzenden langen Haus hat man die Reisekolonne von Qin Shihuangdi als Schatten aufgemalt, ein Gestaltungsdetail, welches mir wirklich sehr gefällt.
Neben der ehemaligen Küche ist ein Ensemble einer romantischen Teezeremonie aufgebaut.
Die Bilder neben den Ausgrabungsfeldern bilden das frühere Aussehen der Gebäude ab.
Blumenschmuck bringt etwas Farbe ins Gelände.
Wir verlassen das Gelände Richtung Museumsgebäude. Dort sind an der Museumsmauer die chinesischen Schriftzeichen Qin Xing Gong (frei übersetzt: Qin Kaiserpalast) unvollständig aufgemalt, so dass Personen das Zeichen mit dem eigenen Körper vervollständigen können. Das ist die Gelegenheit zum Auftritt von meiner Frau. Die KI hat zwar meine Frau im Gesicht etwas verändert, hat aber alle drei Fotos zu einem Triptychon zusammengefügt.
Das Ausstellungsgelände und das Museum sind wirklich sehenswert und der Ort ist wieder einmal ein exzellentes Beispiel für die hervorragende Museumskultur in China. Das sollte bei unserem nächsten Museumsziel bestätigt und in größere Dimensionen geführt werden.
Auf einen Blick
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Dauer
1 Tag
Wetter
Herbst
Begleitung
Zu zweit (2)
Stimmung
Kulturell
Highlights
kostenloser Museumsbesuch
Ausstellung zu den Ausgrabungen des Palastes von Qin Shihuangdi
musikalischer Empfang vor dem Museum
Ruinenfeld mit Holzstegen und Rekonstruktionen
Themen
KulturGeschichteArchitektur
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