Zurück in Chiang Mai
Der weiße Buddha in Pai, Nachtmarkt in Chiang Mai, Alltag


Veröffentlicht: 05.12.2018
Moskitos, ich hasse sie. Ich würde gerne 1x im Jahr ein Liter Blut spenden und alle Moskitos einladen um für gutes Karma zu sorgen. Alte, Kranke und Kinder zuerst. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch (5.12) war eine reine Katastrophe ich wurde 2 mal wach vom Juckreiz frischer Einstiche. Als letzte Möglichkeit sah ich nur noch meine Bettdecke aus dem Laken zu nehmen und mich ins Bettlaken zu schieben. Diese Biester hier sind so klein und unauffällig das ich sie weder höre noch sehe. In der Nacht kam mir dazu noch die Angst vor Bettwanzen. Die Stiche sind aber eindeutig. Das Ergebnis meiner Bettlaken Aktion war am Morgen ein geschwollenes Augenlied. Fuck it ey. Was will man machen.
Nach den letzten 2 Tagen mit Yoga war heute wieder Massage Tag. Um 10:30 ging nach dem Frühstück zur Coconussöl Massage. Die Massage war sehr gut, jedoch gab es auch hier wieder 4 neue Einstiche. Ich hatte mich extra nicht mit Autan eingerieben, ein Fehler. Was will man machen.
Nächster Tagespunkt war meine zweite Meditationsstunde. Nach kurzer Vorstellungsrunde gingen wir in die erste der zwei zwanzig münitigen Meditationen. Wobei ich durch das Gehetze am Vormittag sehr viel Probleme hatte konzentriert bei mir zu bleiben. Auch die Moskitos und ihre Hinterlassenschaften in meinem Körper schwirrten noch sehr greifbar in meinen Gedanken. Zack wieder ein Stich. Was will man machen.
Unterbrochen werden die zwei Durchgänge von einem kurzen Gespräch wie man sich gefühlt hat und was in einem vorgeht. Danach waren die zweiten zwanzig Minuten viel viel besser und Erfüllender.
Das Mittagessen bestand aus einem Tofu, Jackfrucht Mischung mit Reis-Gemüsebällchen, Gemüse und Reis. Ich finde mittlerweile auch eine gewisse Routine beim Essen und genieße bewusste Fleischfreiheit.
Als ich nach dem Essen zurück ins Hostel kam, holten mich Pläne vom Vorabend ein. Ich hatte mit einem Katalanen einen Trip besprochen um auf dem xxx, Einem Kloster auf dem Berg, den Sonnenuntergang zu schauen. Er hatte über den Tag 11 Leute mobilisiert die mitkamen und wir starten in 20 Minuten. Uff…
Es ging zuerst mit dem Roten Taxitruck für 30Bath zum Zoo, wo ein Wanderweg zu einer Zwischenstation Wat Pha Lat führt. Der Weg war nicht ganz einfach. Es gab eine Gabelung die wir falsch interpretiert hatten. So verliefen wir uns circa eine halbe Stunde im Dschungel und mussten den Hang den wir erklommen hatten komplett wieder zurück. Unmengen von Ameisen machten uns das Leben schwer. Natürlich hatte ich auch wieder etwas für die Moskitos übrig. Dieser Tempel im Dschungel am Berg hat aber etwas Magisches und war für mich das eigentliche Highlight. Ich werde an einem Morgen auch wieder zurück kommen. Der Sonnenuntergang auf der Anlage des Wat Phra That Doi Suthep war mit der fantastischen Aussicht über Chiang Mai, sehenswert. Die Gruppe war sehr bunt gemixt und interessant. Wir gingen noch mit der Hälfte zum gemeinsamen Abendessen.
Ein sehr Ereignisreicher Tag. Genieße Chiang Mai.
Am folgenden Tag machte ich mich mit Yemmy, ein Belgier den ich beim Yoga kennengelernt hatte, erneut zu dem Tempel im Dschungel auf. Diesmal ohne Verlaufen war es einfach herrlich den Ort für 2h zu genießen. Für mich ein Wahnsinnsort, in 30min mit dem Taxi von der Innenstadt zu erreichen. Dann 1h Fußweg zum Tempel. Stille, Aussicht, Tempel und Wasserfall. Nach der Rückkehr zum Hostel könnte ich mir zuerst mal ein Mittagsschläfchen, bevor ich meine 5te Yoga Stunde hatte.
Ich tue mir sehr schwer Fortschritte wahr zu nehmen. Aber werde es einfach weiter machen und versuche Geduldig mit mir selbst zu sein. Was mir bei meinem Körper oft sehr schwer fällt. Schlecht ist es ja auf keinen Fall. Und ich versuche mir aus jeder Stunde ein bis zwei Übungen aufzuschreiben um sie auf meiner Fahrradtour auszuprobieren.
Am Abend ging es mit Pablo, einem älteren Uni Professor aus Spanien und Jungsoo einer Bassistin aus Südkorea zum „Fake-Corean BBQ“. Pablo ist ein echter Alleinunterhalter mit sehr menschlichen Ansichten. Jungsoo schlug noch vor in den North Gate Jazz Club zu gehen und so verbrachten wir den Abend mit Live Musik. Die beiden werden heute weiter reisen.
Rebekka hat im Süden nicht so viel Glück mit dem Wetter. Die Inseln auf beiden Seiten, werden momentan doch heftigst beregnet. Ich kann nur sehr Dankbar sein, dass Wetter und Hostel hier sehr gut zu dem passen was ich brauche.