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Zuletzt in Namibia

Wieder alleine und kein Graderfahrer weit und breit

Veröffentlicht: 05.04.2025

Fahrt
Sesfontain → Opuwo
220 km
Unterkunft
alte deutsche Fort-Lodge in Sesfontain
Sesfontain
Sehenswert
Sesfontain
Sesfontain, Namibia
Sehenswert
Etoscha Nationalpark
Etosha National Park, Namibia

Heute Morgen beim Kaffee ist bei unseren Reisepartnern eine gewisse Anspannung zu bemerken. Und beim Besprechen des Tagesplanes kommt es heraus: Sie wollen nicht, wie schon lange in der Planung der Reise vereinbart nach Norden, sondern in den Etoscha Nationalpark, weil irgendjemand gesagt hat, dass es im Norden stark geregnet hätte und die Straßen unpassierbar wären. Im Etoscha waren wir schon vor 7 Jahren und er war damals schon sehr touristisch. Wir haben schon bei der Planung gesagt, dass wir dort nicht hin wollen. Es hätte jetzt leicht ein Streit entstehen können, aber wir haben die Sache wieder elegant gelöst: Sie sollen in den Etoscha und wir fahren nach Norden ins Land der noch recht ursprünglichen Himbas. Zum letzten großen Punkt unserer Reise dem Nationalpark Khaudum treffen wir uns wieder.

Also herzliche Verabschiedung und los geht’s für uns ca. 220 km nach Norden. Auf ca. halber Strecke gibt es einen Tierseuchenposten, wo das Auto registriert wird. Der Beamte dort meint, wir könnten nicht nach Sesfontain, weil der Fluss zuviel Wasser führt. Vor dem Fluss gibt es aber ein Camp und so schnell sich die Flüsse hier füllen, so schnell sind sie auch wieder leer. Wir nehmen uns also vor bis zum Fluss zu fahren und dort im Camp zu bleiben, falls die Überfahrt nicht gehen sollte. Unterwegs sehen wir einige Zebras und viele Springböckr! 


Als wir beim Fluss ankommen, sind wir erstaunt: der Fluss ist nur ein kleines Rinnsal - also weiter. 


Die Weiterfahrt hat des dann allerdings in sich: die Straße ist oft mit großen Steinen übersät und auch von tiefen Rinnen, die zwar trocken, aber schwer zu überwinden sind, ohne dass man aufsitzt, durchzogen. Der Wagen wird extrem durchgebeutelt und oft steige ich aus um den besten Weg über die Hindernisse zu finden. Plötzlich ein durchdringendes Sirenengeräusch!!! Was ist das???? Wir brauchen eine Weile bis wir draufkommen, dass Wilfrieds Handy wegen der starken Erschütterungen eine Notfallmeldung an die Notfallnummern schicken will. Im letzten Moment können wir dies noch verhindern! Wir kämpfen uns tapfer durch, vergessen beim konzentriert Fahren und Beifahren zu fotografieren und landen schließlich in Sesfontain, wo der einzige Campingplatz geschlossen ist. Was tun? Es gibt im Ort ein altes deutsches Fort, das vor ca. 20 Jahren zur Lodge umgebaut wurde und fragen dort nach einem Platz zum Campen. Man lädt uns ein 15€ zu bezahlen, im Schatten einiger Bäume zu campen und in einem der Zimmer, dessen Schlüssel wir bekommen die Sanitäreinrichtungen zu benutzen. Wir nehmen dankbar an. 


Man merkt an dieser Lodge und in der ganzen Gegend, dass der Fremdenverkehr zum Erliegen gekommen ist. Im Dezember gab es hier eine große Überschwemmung und die Schäden sind überall sichtbar. Die Pauschalreisenden mit ihren Bussen bleiben seither aus. Das verkraftet diese an und für sich schon recht ärmliche Region nur sehr schwer und der Staat hat anscheinend auch nicht den Willen oder die Mittel helfend einzugreifen.

Die Lodge beherbergt nicht einen Gast und wir genießen an der Bar ein kühles Getränk. Dann kochen wir uns was Gutes und verbringen einen ruhigen Abend unter den wachen Augen von Reinhard, einem kohlschwarzen Wachmann, der relativ gut Deutsch spricht. Hat er von den deutschen Gästen in der Vergangenheit gelernt.

Morgen geht es weiter nach Opuwo - die Straße soll einigermaßen gut sein. Wir lassen uns gerne überraschen!

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Begleitung
Mit Freunden
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Fahrt nach Norden ins ursprüngliche Land der Himbas
  • Tierseuchenposten und schwierige Piste mit Steinen und Rinnen
  • Überquerung eines nur kleinen Rinnsals statt eines großen Flusses
  • Camping bei einer alten deutschen Lodge in Sesfontain
  • Ruhiger Abend nach den Überschwemmungsschäden in der Region
GeländewagenCampingausrüstung
NaturRoadtripTransit
  • Camping bei der Lodge15 €
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Antworten (1)

Sabinevor etwa 1 Jahr
Und weiter ging es ....🌏🙏

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