Wieder alleine und kein Graderfahrer weit und breit
Heute Morgen beim Kaffee ist bei unseren Reisepartnern eine gewisse Anspannung zu bemerken. Und beim Besprechen des Tagesplanes kommt es heraus: Sie wollen nicht, wie schon...


Veröffentlicht: 06.04.2025
6.4.
Zuerst ein Nachtrag von gestern: Das ist das Fort auf dessen Grund wir campieren und um 15€ die Sanitäreinrichtungen des Zimmers Nr. 1 benutzen durften. Selbst in den Pool konnten wir: er sah wirklich einigermaßen aus - wieviel Chemie drinnen war…. Who knows😁 Wenn es am frühen Nachmittag 40° hat, ist dir das wurscht!
Los geht es heute in der Früh um ca. 8.30. Bis Opuwo ist es lt. Wachmann Reinhard, der pünktlich in der Früh vor unserem Auto steht und wohl ein Trinkgeld erwartet (das er auch erhält), ca. 2 Stunden, vielleicht 2 1/2. The road must be good, sagt er noch…
Da können wir nur 🤣🤣🤣. Die Straße ist der nackte Wahnsinn! Mehrmals steige ich aus um die beste Route ũber Riesensteine, Riesenlöcher oder Schlammpassagen zu finden und Wilfried einzuweisen. Er fährt großartig und wir beide schicken mehrmals Stoßgebete wer weiß wohin, zum Dank dafür, dass unsere Reisepartner nicht mitgekommen sind! Das hätte Tränen und Weigerungen auch nur einen Meter weiter zu fahren gegeben.
Dann plötzlich:
Oweh, was tun? Tiefer Schlamm! Aber da war doch ein LKW vor uns, wo ist der hin?
Der muss hier auch durchgefahren sein! Also probieren wir es! Ich gehe durch den Schlamm und schaue, wo er relativ fest ist und platziere mich mit der Actionkamera am Ende der Problemstelle. Wilfried nimmt, so gut es geht Anlauf und fährt Schlamm spritzend durch. Ein Stein fällt uns vom Herzen! 😅
Es folgen noch viele, sehr kritische Stellen, die unser Auto dank gutem Fahrer und guter Beifahrerin unglaublich schaukelnd bewältigt. Dann sind wir nach gut 4 Stunden endlich in Opuwo. Doch wie sieht es hier aus? Die Straßen voll Schlamm und Wasser, ebenso die stadteigenen Campingplätze. Wir sehen uns einen an und winken ab - hier kann man nicht campen! Also wohin? Ich finde in einem Reiseführer die Countrylodge außerhalb von Opuwo. Sie liegt auf einem Berg und scheint von den Verwüstungen verschont. Wir bekommen dort einen Platz und wundern uns, dass wir nicht die Einzigen hier sind: es gibt noch ein mutiges Paar mit einem 4x4 ähnlich unserem und später kommt noch eine Gruppe von 3 Fahrzeugen. Es gibt sie also noch, die Abenteurer!
Hier noch einige Eindrücke von unterwegs: wir sind hier im tiefschwarzen Namibia und man findet hier wirklich keinen Weißen mehr!
Wir werden uns heute hier ein schönes Feuerl machen und uns was grillen. Und falls wieder ein Gewitter kommt: Wir sind am Hügel, Gottseidank!
