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Zuletzt in Namibia

Durchs wilde Khaudum

Veröffentlicht: 15.04.2025

Fähre
Okowango → schwimmende Brücke
Okavango-Region, Namibia
Fahrt
Abzweigung der Straße ins Khaudum → Eingang des Khaudum-Nationalparks
100 km
Unterkunft
Khaudum-Camp
3 Nächte · Frei­camping · Khaudum National Park
Tour
Gamedrive im Khaudum-Nationalpark
Wildtiere
Sehenswert
Wasserloch im Khaudum-Nationalpark
Khaudum, Namibia
Sehenswert
Khaudum-Camp
Khaudum National Park, Namibia
Essen
Khaudum-Camp
$$ · Abendessen

14.4. und 15.4.


Kleiner Nachtrag von gestern: zum Abschied von Okowango machen wir noch eine Sonnenuntergangsfahrt mit dem Boot. Der Himmel ist nicht wolkenlos und so kommt es zu schönen Spiegelungen am Wasser. 

Wir fahren bis zur schwimmenden Brücke, die über den Fluss nach Angola führt. Vor einigen Jahren gab es eine Hungersnot in Angola und Namibia nahm sehr viele Flüchtlinge auf. Seither hat sich die Ernährungslage dort etwas gebessert, aber Angola liegt noch immer unter den ersten 20 der am schlechtesten ernährten Bevölkerungen der Erde! 


Am frühen Morgen machen wir uns startklar, Wilfried will in seine Schuhe steigen, doch einer ist besetzt 😊

Dann schnell die ca. 100 km bis zur Abzweigung der Straße ins Khaudum gefahren und das Khaudum-Abenteuer kann beginnen. Die Straße ist eigentlich nur die ersten paar hundert Meter als Straße zu bezeichnen, dann ist es eher ein tief sandiger Weg, der das Auto ständig hin- und her- und auf und abschaukeln lässt. Wohlweislich haben wir den Reifendruck auf 1,4 und 1,2 bar verringert, sodass wir auf wirklich weichen Patschen fahren. Aber das Geschaukle ist ungemein stark, man bekommt irgendwie ein „seekrank-feeling“🤢. 

Nach fast 60 km sind wir am Eingang des wildesten Nationalparks Namibias, der in ca. 1000m Seehöhe liegt. Der Park ist nicht eingezäunt und die Tiere können also ihren üblichen Routen folgen. Angeblich soll es hier 5000 Elefanten geben, dazu noch die seltenen afrikanischen Präriehunde,Unmengen von verschiedenen Antilopen usw. usw. Leider ist durch den vielen Regen der letzten Monate und Wochen das Gras sehr hoch - Tiere werden schwer zu sehen sein. Wir zahlen die Nationalparkgebühren und dürfen damit den Park befahren. Es gibt hier 2 Camps - eines im Norden und eines im Süden. In jedem haben wir 3 Nächte reserviert. Am Tag wollen wir die Wasserlöcher besuchen und Tiere beobachten.

Unser Camp liegt wunderschön auf einem Hügel und vor uns die weite Steppe - ein sehr breites, ausgetrocknetes Flussbett.

Wir rasten uns ein wenig aus und dann machen wir uns zur ersten Tierbeobachtungsfahrt, gamedrive genannt, auf. Die Wege hier sind einfach furchtbar schlecht zu fahren, tiefe Sandpisten, die so eigenartige Hupferln haben, sodass man ständig durcheinandergeschüttelt wird, auch wenn man ganz langsam fährt. Dazu kommt, dass außer an wenigen Stellen alles dicht bewachsen ist. Man sieht also keine Tiere. Wir glauben, dass auch nicht viele vorhanden sind, denn vor allem Elefanten hinterlassen ihre Losung sehr gerne auf Wegen - und wir haben nicht einen einzigen Elefantenhaufen gesehen! Also die ganze Rumpelpiste wieder zurück. Ein wunderschöner Fast-Vollmond entschädigt uns ein wenig.

Nach der sehr ruhigen Nacht kann sich der Sonnenaufgang wirklich sehen lassen und nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zu einem anderen Wasserloch.

 Wieder dieselbe Geschichte. Sue hat ein südafrikanisches Navi und übernimmt die Navigation. Wir kommen nach der üblichen  Rumpelpiste auf der man Gottseidank auch kein anderes Auto trifft (man hat ja nur eine Spur zur Verfügung) wirklich am Wasserloch an. Kein Tier weit und breit….☹️Nach kurzer Pause wollen wir auf einem anderen Weg wieder zurück zum Camp und fahren prompt in die falsche Richtung. Irgendwann fällt Wilfried und mir auf, dass die Himmelsrichtung in die wir fahren, nicht stimmen kann. Wir beraten mit der Navigatorin und bemerken, dass wir schon viele Kilometer falsch durch die Gegend gerumpelt sind. Also: den ganzen Weg zurück! Langsam macht sich Frust breit, denn außer Hitze, furchtbaren Wegverhältnissen und kaumTiersichtungen (kurz vor dem Camp sehen wir noch eine Herde Oryx, ein paar Strauße und Warzenschweine)haben wir bisher hier nicht viel erlebt! 

Erschöpft kommen wir im Camp an. Hier gibt es wenigstens eine kühle Dusche. Heute Abend gibt es einmal ein Erdäpfelgröstl mit Salat. Vielleicht erscheinen dann ein paar Tiere auf der vor uns liegenden Bühne. Wir hätten es uns wirklich verdient!


Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
2 Tage
Wetter
Herbst
Begleitung
Mit Freunden (3)
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Sonnenuntergangsfahrt mit dem Boot
  • Fahrt bis zur schwimmenden Brücke nach Angola
  • Ankunft im Khaudum-Nationalpark über tiefe Sandpisten
  • Gamedrive zu Wasserlöchern
  • Sichtungen von Oryx, Straußen und Warzenschweinen
Reifendruck auf 1,4 und 1,2 bar reduziertsüdafrikanisches Navi
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Antworten (3)

Sabinevor mehr als 1 Jahr
📚✍️👏Danke vielmals , weiterhin gute Reise 👍🙏

ABENTEUER AFRIKAvon ABENTEUER AFRIKAvor mehr als 1 Jahr
Super, Sabine, dass du noch dabei bist! Liebe Grüße!

Margit vor mehr als 1 Jahr
Bellissime Fotografie👏🏻🎈

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#khaudum#sandpiste