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102 km im 1. und 2. Gang

Veröffentlicht: 20.04.2025

Fahrt
Khaudum → südliches Camp
102 km · 6h
17. AprilNachdem die Bilder wieder einmal Stunden zum Hochladen brauchen, liefere ich sie bei besserem Netz nach!

Uns bleibt auf dieser Reise wirklich nichts erspart! Aber vom Beginn an:

Wir erkundigten uns gestern beim Campingplatz-Chef und bei zwei jungen HolländerInnen, die aus dem Süden auf unserem Platz angekommen sind, welche wohl die beste Route für die Durchquerung des Khaudums nach Süden wäre. Beide nannten uns die gleiche, etwas längere Route 102 km bis zum südlichen Camp. Also wählten wir gestern diese Route für heute.

Heute Früh um 8.30h starten wir. Der Himmel ist bewölkt, wofür wir sogar dankbar sind, weil es so beim Fahren weniger heiß ist. Nach ca. 1 1/2 Stunden Fahrt löse ich Wilfried am Steuer ab. Ich fahre gerne auf Sandpisten. Es ist so ein „weiches“ Gefühl, solange keine Bäume quer über dem Weg liegen und ich mit Schwung ins „Ghackte“ neben dem Weg fahren muss um dem Hindernis auszuweichen. Viele Tiere sind nicht zu sehen, einige Giraffen, einige große Pferdeantilopen, einige kleinere Antilopenarten und ein völlig verrücktes Stachelschwein, das ca. 3 km vor uns in der Sandspur läuft und nicht vom Weg weichen will. Wir können es nicht überholen. Rechts und links ist Buschwerk! 


Wir bleiben stehen und lassen es laufen, warten einige Zeit, doch nach ein paar Minuten haben wir es wieder eingeholt- es läuft noch immer am Weg! Erst nach ca. 3 km, als es schon sehr erschöpft wirkt, biegt es nach rechts ab und verschwindet im Busch. Wahrscheinlich trainiert es für einen Marathon 😂


Wir fahren ca. 2 1/2 Stunden, als es in der Ferne zu donnern beginnt und nach 3 Stunden fängt es an zu regnen. Gottseidank schüttet es nicht wirklich, aber es regnet doch einigermaßen kräftig. Wilfried hat wieder das Steuer übernommen. Der Weg ist zuerst noch sehr sandig, wechselt dann zu steinig und auf einmal kommt uns ein Bach auf der Straße entgegen. Hier muss es vorher schon ziemlich stark geregnet haben, denn die harmlosen Lacken, die der Holländer bei der Beschreibung der Route erwähnt hat, sind mittlerweile ziemlich tiefe kleine Seen. Das Foto wurde einen Tag später gemacht - der See ist schon geschrumpft. Aber mitten im Gewitter hatte ich keine Lust zu fotografieren.


Bei jedem einzelnen zittern wir, ob wir wohl durchkommen. Die Fontänen spritzen und mehr als einmal rutscht unser Auto mitten im See seitlich weg, erfängt sich dann aber wieder und bringt uns gut ans andere Ufer. Es ist eine wirklich seeeehr spannende Fahrt, die durch unleserliche Wegweiser und verrückt spielende Navies weitere Spannungselemente erhält. Unsere beiden wackeren Männer bewähren sich als unerschrockene U-Boot-Fahrer und steuern uns sicher durch jeden noch so tiefen See.

Nach 6(!) Stunden erreichen wir glücklich und erschöpft unser Ziel. Die Campsites stehen teilweise auch unter Wasser. Die Rezeption ist ein recht neuer Bau und es gibt….. man glaubt es kaum …. einen Pool, der mitten im Regen von einem Bediensteten mit einem Netzchen von Blättern gereinigt wird! Wir lachen, dass uns der Bauch weh tut. Solche Gegensätze sieht man einfach nur hier in Afrika! Da gibt es einen Weg in ein Camp, der so gut wie unpassierbar ist und am Ende steht eine Lodge mit einem Pool! Wir beschweren uns bei der weißen (!) Campmanagerin Marie über nicht lesbare Wegweiser. Sie meint, dass sie selbst noch nie dort war, und dass sie das weitergeben werde. Man braucht sich nicht darüber zu wundern, dass die Leute ihre eigenen Zufahrten nicht kennen - es gibt ein Flugfeld hier - und Marie wurde wahrscheinlich eingeflogen! Auch das ist Afrika!

Zur Beruhigung unserer Nerven und zur Belohnung für uns alle backe ich Palatschinken mit Orangenmarmelade und es gibt Kaffee

Es ist relativ kühl und Werner entfacht ein Lagerfeuer, während Wilfried den Donkey (das ist ein mit Holz beheizter Boiler im Freien ) einheizt, damit wir alle warm duschen können.

Ein spannender Tag neigt sich dem Ende zu. Wir haben noch 5 Tage hier in Afrika - was werden sie noch bringen?

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Regenzeit
Begleitung
In der Gruppe (4)
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • 102 km Durchquerung des Khaudum nach Süden
  • Fahrt durch Sandpisten und überflutete Stellen
  • Giraffen, Antilopen und ein Stachelschwein unterwegs
  • Camp mit Pool mitten im Regen
  • Lagerfeuer, Donkey und warme Duschen
AutoNavisLagerfeuerDonkey
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