Sing Key Beach – Saleman – Seram Island – Molukken – Indonesien
Ich habe Kei Kecil verlassen und würde erstmal nichts mehr entdecken, was man im Bereich der Superlative unterordnen kann. Könnte man meinen, doch die Welt hält noch...


Veröffentlicht: 13.11.2025



















Und ja, man kann und sollte das Paradies auch irgendwann wieder verlassen.
So ging es also mit dem Taxi, die 80 km zurück nach Amahai und hier wieder mit der Fähre nach Tulehu.
Am nächsten Morgen stand erneut ein Flug an, weshalb ich mir eine billige Bleibe direkt am Flughafen genommen habe.
Es ging also mal wieder nach Bali, natürlich erneut hier nicht direkt, erneut mit einem Zwischenstopp in Makassar für knapp 6 Stunden. Via Grab ließ ich mich in die Stadt fahren, genauer zum alten Rotterdam Fort, erwies sich leider als unspektakulär. So spazierte ich noch ein paar Meter herum und vergnügte mich noch in einem kunterbunten, menschenleeren Eisladen, ein Genuss nicht unbedingt, aber ein Hirnfreeze gab es schnell und gratis. Abschließend wurde in erschreckender Lautstärke ein indonesisches Kinderlied eingespielt. Die fanden das lustig, ich jedoch verließ kopfschüttelnd das Geschäft.
Also zurück zum Flughafen, bald sollte es losgehen, Zeit für das Boarding. Hoffte ich, sollte aber nicht sein. Die Maschine, die erst verspätet landete, stand nach kurzer Zeit mit offenem Triebwerk da. Technische Probleme am Flieger: Boarding zweimal verschoben auf schlussendlich 90 Minuten. Nach Bedenken meinerseits sollten wir final eine andere Maschine besteigen. Durchatmen und starten.
Ich war vorbereitet, in Bali hat die Taximafia, Grab als Feind erkoren. Die Preisvorschläge begannen bei 700.000 IDR (36 €), dem folgten 600.000, dann nur für mich 500.000. Ich machte aber klar, dass ich bis maximal 350 000 bereit bin, und bekam irgendwann diesen Preis. In zähen knapp 2 Stunden ging es dann nach Tagelalang, ein Stück außerhalb von Ubud. Eigentlich schon wieder ein Paradies inmitten der Reisfelder.
Der Wahnsinn des Massentourismus und des permanenten Staus auf den Straßen, spielt sich ja im unteren Bereich zwischen Sanur, Kuta bis einschließlich Ubud ab. So war die Wahl Tagelang perfekt. Traditionelle Dörfer und einer Geräuschkulisse aus Tempelgesängen und abendlichem Froschquaken bestimmten hier die Melodie.
Die Wahl meines ersten Ausflugs mit dem Motorroller über Ubud zu einer Thermal-Anlage wurde sicher vom Teufel bestimmt. Nachdem ich mich erstens durch den Stau qählte und mich aufgrund von Straßensperren dreimal verfahren habe und irgendwann Google Maps verrückt spielte, fuhr ich entnervt zurück.
Am nächsten ein neuer Versuch dieses bestimmten sehr warscheinlich die Hindu Götter den Weg, in die andere Richtung, zum 40 km entfernten Batursee. Das lief tiefenentspannt und das Erlebte des Tages am Abend zusammengefasst konnte sich sehen lassen. So erinnere ich mich zurückblickend an eine freie Straße, einen großen Tempel, eine verrückte Seitenstraße runter direkt zur Caldera, eine kleine Hot-Springs-Anlage nur für mich alleine, viele Fliegen, die mich anschließend vertrieben, die Idee, anschließend im nahen Warung einen Fisch zu bestellen und somit nochmehr fliegen welche die Bedienung während ich zügig aß, mit der Karte wedelnd vertrieb, ein Weltuntergangs-Regenschauer auf dem Rückweg, dem Besuch einer Kaffeeplantage inklusive Luwak-Katze streicheln und eine wohlverdiente Bali-Massage am späten Nachmittag. Am Abend bestaunte ich noch eine Kecak- und Feuertanzshow im Pura Dalem Tembel in Ubud.
Wundersames Bali!
