Ich weiß nicht, wer schöner ist: das Land Vietnam oder die hier lebenden Menschen. Nicht schön in Sinne von irgendwelchen (unrealistischen) Schönheitsidealen. Ich meine die Schönheit von innen. In Ho Chi Minh Stadt waren die Menschen bereits nett zu uns. Und es ist eine Großstadt, in der man sich leicht hinter einer anonymen Fassade verstecken oder an Touristen überdrüssig sein könnte.Heute sind wir aber weiter außerhalb des "Beaten Tracks"- der ausgetretenen Touri-Pfaden. Die Menschen hier scheinen noch netter und schöner von innen zu sein! Wie oft wurden wir angelächelt, in ein Gespräch verwickelt, wurde uns zugewucken und "Hello!!" gerufen oder die Menschen blieben einfach nur stehen, schauten uns an, nickten lächelnd und gingen weiter. Einmal waren wir in einem Restaurant. Es gab keine Speisekarte und der Kellner sprach kein Englisch. Ein junger Mann, selber Gast mit seiner Familie, half uns. Das Essen schmeckte wie so oft sehr gut und mit Gesten wurde uns mal wieder erklärt, wie man das Gericht essen muss. Der junge Mann war vor uns mit dem Essen fertig, kam auf uns zu und sagte: "Ich habe für euch schon bezahlt!". Total verdaddert schauten wir ihn an. "Warum?" Fragte ich, schließlich müssten wenn dann wir ihm das Essen ausgeben, weil er uns doch geholfen hat! Seine Antwort war kurz: "Weil wir Vietnamesen nette Menschen sind!" Oja, dass seit ihr und beweist es uns unermüdlich jeden weiteren Tag! Vielleicht denkt jetzt der ein oder andere, dass wir erst seit 10 Tagen im Vietnam sind und man das noch nicht bewerten könnte.Als Konter habe ich aber folgende Geschichte: Wir sind heute mit den Rollern durch die Gegend gefahren. An einem kleinen Stand haben wir einen Kaffee-Stopp eingelegt. Wir bestellten einen Kaffee und fragten nach der Toilette. Der Thron aus Porzellan war quer über den Hof in deren Wohnhaus. Bald waren alle Erwachsenen der Familie um uns herum. Wir haben bereitwillig mit uns Fotos machen lassen, uns wurde der Hof gezeigt samt Ziegen und Kühen und der Mann schlug uns auch ein paar Kokosnüsse von der Palme.Anschließend saßen wir beieinander und haben über einer Übersetzungs-App kommuniziert. Die Frau wollte unbedingt, dass wir nochmal vorbei kommen, damit sie mich mit Kokosnüssen verwöhnen kann! :))
Geld für den Kaffee wollte sie nicht haben.
Diese tollen Begegnungen haben mich auf jeden Fall dazu inspiriert, diesen Blog-Eintrag zu machen, als Hommage, als Mitteilung oder eher als ein Herausrufen in die weite Welt, wie die lieb, nett, sympathisch und einladend Menschen hier in Vietnam sind. Eine Willkommens-Kultur, die ich so bisher nicht erlebt habe!
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